Nachmietergestellung

Hallo,

angenommen eine Person hat einen Mietvertrag abgeschlossen, in dem (zulässig) die ordentliche Kündigung für 2 Jahre ausgeschlossen ist.

Der Arbeitgeber des Mieters eröffnet nun in einer anderen Stadt eine neue Filiale. Der Mieter würde gerne mit an diesen Standort und beantwortet die Frage des Arbeitgebers „Wären Sie bereit, mit an diesen Standort zu gehen?“ bereitwillig mit „Ja!“.

Ist die Versetzung des Mieters, die zwar auch in seinem Interesse liegt, er darum aber seinen Arbeitgeber nicht explizit gebeten hat, ein sogenanntes „schutzwürdiges Interesse“, das ihm eine Nachmietergestellung ermöglicht, die der Vermieter gelten lassen muss? Oder gilt dadurch, dass er bereitwillig an den neuen Standort mitgeht, diese Versetzung als selbst herbeigeführt?

Zu beachten wäre zudem, dass der Arbeitgeber einen Großteil seines derzeitigen Teams mit an diesen Standort nimmt, um dort nicht neue Leute integrieren zu müssen. Die Versetzung läge somit nicht ausschließlich im Interesse des Mieters.

Vielen Dank für die Antworten!

Hallo,
der Mietvetrag ist zu erfuellen. Der Mieter muss nicht wohnen bleiben, kann auch die Miete bei Abwesenheit zahlen und seine Pflichten (Starssenraaeumung zB) anderen uebertragen.
Meist kann man mit dem Vermieter sprechen und verhandeln.
Einen Nachmieter, den der Mieter stellt oder vermittelt, muss der Vermieter nicht akzeptieren. Kann er aber freiwillig.
Gruss Helmut

Das ist mir ehrlich gesagt zu pauschal. Worauf basiert diese Meinung?

Wenn ich versetzt werde, habe ich grundsätzlich ein gerichtlich bestätigtes Recht darauf, gegen Nachmietergestellung aus dem Vertrag entlassen zu werden. Diesen Nachmieter kann der Vermieter auch nur mit geeigneten Gründen, also keinesfalls grundlos verweigern.

Worauf basiert demnach im vorliegen Beispiel die Meinung, dass kein schutzwürdiges Interesse besteht, wenn der Arbeitgeber den Standort ohne Zutun seines Arbeitnehmer eröffnet und diesen gerne mit dorthin nehmen will? Der Arbeitnehmer hat immerhin nie gesagt „Ich will gerne dorthin versetzt werden“, er wehrt sich lediglich nicht gegen eine Versetzung.