Mietminderung?

Seit einem umzug ist neben dem Haus eine riesen Baustelle. Seit März Hat niemand das Treppenhaus geputzt. Man kann die Fenstern nicht tagsüber offen haben, weil dann kommt viel staub und dreck rein. Deswegen ist es drinnen aber richtig warm (33 Grad). Vor den Haustür sind die Mülltonnen von den Restaurant der im Haus ist, und stinken. Der Vermieter war schon mehrmals darueber informiert, ein Brief war auch per Post geschickt. Kann die Miete deswegen gekürzt werden, und um wie viel?

Wichtige infos:

Putzfrau: Ja, eine Putzfrau ist in den Nebeknosten erhalten. Der Vermieter hat gesagt er wird sie aber erst schicken, wann das Abreissen von dem Nebengebaude fertig ist. Das haette am ende Mai passieren sollen. Es ist aber immer noch nicht fertig, und danach baut die Firma eine neue Gebaude. Das soll noch 1 jahr dauern.

Nebengebaude: es gehoert meinem Vermieter. Das alte Haus ist/ wird komplett abgerissen, und da kommt ein neues Haus mit eigentumswohnungen. Der Vermieter hat darueber beim Vertragsunterschreiben nicht informiert. Die Mieterin hat es erst ein paar wochen spaeter, nach dem umzug, erfahren. Die arbeiten haben umgefaehr 2 wochen nach dem umzug angefangen.

Mueltonnen: die mueltonnen waren in dem Nebengebaude gelagert. Also war es kein problem, bis die bauarbeiten angefangen haben.

soweit ich weiß, muss der vermieter nicht über baustellen „in der nachbarschaft“ informieren, sondern nur über bautätigkeiten am oder im haus. also wird die baustelle und der damit verbundene lärm sicherlich kein grund zur mietminderung sein. auch wenn man die fenster nicht öffnen kann.

zur putzfrau: auch wenn sie „enthalten“ ist, muss sie ja nicht unbedingt auch kommen. dann ist die frage, ob sie auch in den nebenkosten abgerechnet wird. steht sie drin, sollte man sich das belegen lassen, für welchen zeitraum die rechnung gestellt wurde (der mieter muss auf anfrage einsicht in die zugrundeliegenden rechnungen erhalten). wurde der zeitraum, in dem nicht geputzt wurde, nicht aufgeführt ist alles in ordnung. eine mietminderung aus diesem grund ist nur dann möglich, wenn nicht geputzt wurde, aber der zeitraum abgerechnet wurde. aber dann gibt es andere einspruchsmöglichkeiten…

die sache mit den mülltonnen ist sicherlich anders. da sollte der vermieter eigentlich reagieren. vielleicht gibt es aufgrund der bautätigkeit keine andere möglichkeit, die mülltonnen aufzustellen. dann könnte man vielleicht eine häufigere leerung vereinbaren. wenn da ein restaurant im gebäude ist, dann gefällt das dem eigentümer bestimmt genauso wenig, dass die mülltonnen davor stinken… das wäre imho die einzige möglichkeit zur mietminderung.

Natürlich kann man die Miete mindern, wenn in der Nachbarschaft Baustellenlärm herrscht, ganz unabhängig davon, wem das betroffene Gebäude gehört und ob der Vermieter der eignen Wohnung auch tatsächlich etwas gegen den Lärm unternbehmen kann.

Die Rechtssprechung ist da ganz eindeutig. Auch kann man davon ausgehen, dass eine vertraglich zugesicherte Treppenhausreinigung auch stattfindet. Wenn in der Nachbarschaft Staub und Dreck wegen der Abrissarbeiten herrschen, insbesondere, denn sonst trägt man den Dreck ja in die eigene Wohnung. Auch hier kann man Miete mindern.

In jedem Fall rate ich, den Mieterschutzbund aufzusuchen - ist in jeder Stadt, gegen eine kleine Gebühr helfen die in solchen Fällen weiter. Auf keinen Fall auf eigene Faus mindern, das geht schief.

In jedem Fall schon mal anfangen, ein Lärmprotokoll zu führen: mindestens 14 Tage lang aufschreiben, wann man nach Hause kommt und wann das Haus verläßt und wann welcher Lärm hörbar ist. Wenn z.B. 3 Wochen lang den ganzen Tag über ein Presslufthammer eingesetzt wird und man selbst ist in dieser Zeit zu Hause und will sich als udent auf eine Prüfung vorbereiten, kann mehr gemindert werden, als wenn man den ganzen Tag berufstätig ist und den Lärm nur aus Erzählungen der Nachbarn kennt.

Viele Grüße,

Nina

Hallo (soviel Zeit sollte sein…)

Seit einem umzug ist neben dem Haus eine riesen Baustelle.

Wenn man den Begriff von Baustelle weit genug ausdehnt, wäre die ganze Welt eine Baustelle…
…das wäre durchaus gewollt.

Seit März Hat niemand das Treppenhaus geputzt.

Na dann schaue mal nach, was daszu im MV steht. Ggf. auch in die Hausordnung schauen.

Man kann die
Fenstern nicht tagsüber offen haben, weil dann kommt viel
staub und dreck rein.

Ja, das wäre auch normal, weil es keine reine Luft dort draußen gibt. Wenn aber zusätzlicher Staub von der Baustelle kommt, so wäre es in der Tat besser das Fenster solange geschlossen zu halten. Lüften wäre bei diesen heißen Tem. sowieso eher Nachts besser…

Deswegen ist es drinnen aber richtig
warm (33 Grad).

Wenn man tagsüber bei 38°C lüftet, so werden diese Tep. auch innen erreicht. Der Trick ist doch gerade in den kühlen Stunden des Tages (hier eher im Morgengrauen) die Tep. innen herunter zu lüften.

Vor den Haustür sind die Mülltonnen von den
Restaurant der im Haus ist, und stinken.

Eben immer noch besser als vor der Wohnungstüre :wink:

Wenn die Tonnen mehr stinken als die Abluft des Betriebes mal den VM um Abhilfe auffordern.

Der Vermieter war
schon mehrmals darueber informiert, ein Brief war auch per
Post geschickt. Kann die Miete deswegen gekürzt werden, und um
wie viel?

Wichtig dabei wäre, ob der Innenbereich der Mietsache beeinträchtigt wird. Wird es, wenn ja, wie und wodurch, wielange?

Wichtige infos:

Putzfrau: Ja, eine Putzfrau ist in den Nebeknosten erhalten.

Schön, putzt die auch drinnen in der Wohnung? :wink:
Es wäre wohl eher die Reinigung des Treppenhaues vereinbart worden. Ob nun eine Frau oder ein Mann dies übernimmt wird wohl kaum im MV stehen.

Der Vermieter hat gesagt er wird sie aber erst schicken, wann
das Abreissen von dem Nebengebaude fertig ist.

Hmm, dann könte der VM auch noch die kommenden Winter abwarten, weil es dann mal wieder schmutzig wird.

btw:
Je weniger der Reinigungsdienst kommt, desto billiger wird die NK-Abrechnung ausfallen.

Das haette am
ende Mai passieren sollen. Es ist aber immer noch nicht
fertig, und danach baut die Firma eine neue Gebaude. Das soll
noch 1 jahr dauern.

Ja und?
Darf deswegen nie mehr gebaut werden?
Schon mal etwas von Bauverzögerung gehört?

Nebengebaude: es gehoert meinem Vermieter. Das alte Haus ist/
wird komplett abgerissen, und da kommt ein neues Haus mit
eigentumswohnungen. Der Vermieter hat darueber beim
Vertragsunterschreiben nicht informiert.

Hmm, aus welchen Grund wäre hier eine Informationspflicht vorhanden sein sollen? Mir wäre keine bekannt.

Die Mieterin hat es
erst ein paar wochen spaeter, nach dem umzug, erfahren. Die
arbeiten haben umgefaehr 2 wochen nach dem umzug angefangen.

Hmmm, kann es sein, das ein Bauherr sich nicht um das Umzugsverhalten in der Nachbarschaft bei seiner Baustelle kümmert? Sollte der sogar soweit gehen, dies einfach so zu ignorieren…

zu poden du poschi du… :wink:)

Mueltonnen: die mueltonnen waren in dem Nebengebaude gelagert.
Also war es kein problem, bis die bauarbeiten angefangen
haben.

Die Mülltonnen müssen nur erreichbar sein, egal auf welchem Gelände sie stehen.

Kann es sein, das hier ein Mensch sich als wichtiger nimmt als den Fakt um das wahre Leben drumherum?

vlg MC