Noch eine Frage zur Kilokalorie...

Von: , Frage gestellt am Fr, 30. Mär 2007

Hallo,

ich hab die Folgende Frage:

In Nährwert-Tabellen usw werden die Kilokalorien von Nahrungsmitteln angegeben. Was genau ist damit gemeint: Die verwertbare Energie, die ein Mensch mit durchschnittlichem Metabolismus daraus in Form von ATP u.ä. ziehen kann, oder die Energie, die man in einem Bombenkalorimeter beim Verbrennen des Nahrungsmittels freisetzen würde?

Während letzterer Wert relativ leicht zu messen ist, hab ich keine Idee, wie man den ersten Wert bestimmen kann?


Gruß

Matthias

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 45 Minuten 0 hilfreich
    Re: Noch eine Frage zur Kilokalorie...


    Hallo Matthias! In Nährwert-Tabellen usw werden die Kilokalorien von
    Nahrungsmitteln angegeben. Was genau ist damit gemeint: Die
    verwertbare Energie, die ein Mensch mit durchschnittlichem
    Metabolismus daraus in Form von ATP u.ä. ziehen kann, oder die
    Energie, die man in einem Bombenkalorimeter beim Verbrennen
    des Nahrungsmittels freisetzen würde?
    Es handelt sich um den experimentell durch Verbrennen ermittelten Heizwert, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Nährwert .

    Gruß
    Wolfgang

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Noch eine Frage zur Kilokalorie...

      Vielen Dank, Wolfgang.

      Ich hatte es vermutet, aber dann geht doch der Sinn derartiger Tabellen gegen null oder? Wenn man z.B. Ballaststoffe (Polysaccharide) zu sich nimmt, werden die doch nicht verwertet und wieder ausgeschieden. D.h. diese müssten dann laut Nährwert-Tabelle einen hohen Brennwert haben, aber dem Körper null Energie liefern, richtig?

      Wie gesagt, verstehe den Sinn dieser Tabellen nicht...

      Darauf gekommen bin ich eigentlich, weil ich gerne wissen wollte, wielange ich für eine Tafel Schokolade so joggen muss ;-) Auch dafür gibts ja im Netz Rechner und die haben mir gesagt, dass 1 Stunde joggen bei meinem gewicht ca. 800 kcal verbrennt... Nur ein 1:1 Vergleich mit Nährwerttabellen von Nahrungsmitteln scheint dann ja nicht zu funktionieren.


      Gruß

      Seelachs

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Noch eine Frage zur Kilokalorie...

        Hallo,

        in dem verlinkten Artikel steht es doch geschrieben.
        Es wird der physiologische Nährwert berücksichtigt !

        Bei Balaststoffen, von denen man weiß, daß sie nicht verwertet
        werden können, braucht man ja erst gar keine Brennwertbestimmung
        zu machen.
        Ansonsten ist es eben so, daß der Körper praktisch aus gut
        verwertbaren Stoffen wie z.B. Zucker annähernd genau soviel
        Energie bekommt, wie bei der einfachen Verbrennung freigesetzt
        wird. Ich hatte es vermutet, aber dann geht doch der Sinn derartiger
        Tabellen gegen null oder? Wenn man z.B. Ballaststoffe
        (Polysaccharide) zu sich nimmt, werden die doch nicht
        verwertet und wieder ausgeschieden. D.h. diese müssten dann
        laut Nährwert-Tabelle einen hohen Brennwert haben, aber dem
        Körper null Energie liefern, richtig?
        Wie gesagt, verstehe den Sinn dieser Tabellen nicht...
        Die Angaben sind natürlich mit Toleranzen behaftet.
        Aber generell muß man akzeptieren, daß <verwertbare Energie
        nicht einfach unverdaut durch den Darm geht, sondern eben in
        Hüftgold umgewandelt wird, wenn es nicht anders verbraucht wird.
        Man kann eben nicht essen wie ein Schwerarbeiter und dann denken,
        das wird beim Fernsehen verbrannt. Darauf gekommen bin ich eigentlich, weil ich gerne wissen
        wollte, wielange ich für eine Tafel Schokolade so joggen muss
        ;-) Auch dafür gibts ja im Netz Rechner und die haben mir
        gesagt, dass 1 Stunde joggen bei meinem gewicht ca. 800 kcal
        verbrennt...
        Eine Tafel Schokolade besteht wohl kaum aus Balststoffen, oder???

        Ein schönes Beispiel für physikalische Zusammenhänge.
        Das zeigt nämlich ein gewisses Verhältnis zwischen Wärmeenergie
        und mechanischer Energie. Man muß sich eben schon mächtig
        abrackern, um mittels mechn. Bewegung Energie umzusetzen.
        Der Grundumsatz, bei dem man sonst gar nix macht (außer Atmen und
        den Körper auf Temperatur zu halten verbraucht auch schon
        eine gewisse Energiemenge. Nur ein 1:1 Vergleich mit Nährwerttabellen von
        Nahrungsmitteln scheint dann ja nicht zu funktionieren.
        Als Orientierung, um den Effekt des "Fettfressens" zu erkennen,
        kann das schon sehr hilfreich sein. Die Zusammenhänge sind oft
        genug nur allzu offensichtlich.
        Toleranzen und Randbedingungen sind natürlich immer zu
        berücksichtigen.
        Gruß Uwi

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