Cholesterin - erst HDL und LDL bringen Klarheit
Hallo,
bei Gesunden (ohne Risikofaktoren) gilt ein Gesamtcholesterin von bis zu 240/250mg/dl noch als normal.
Hierbei handelt es sich zunächst nur um einen Screeningwert. Erst wenn der Screeningwert höher ist oder bestimmte Risikofaktoren dazukommen, (Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel, chron. Stress, Übergewicht, familiäre Hypercholesterinämie, KHK) dann muss Klarheit geschaffen werden, durch einen Gesamtlipidstatus.
Vor allem kommt es jetzt auf das HDL und das LDL an. HDL (high-density-Lipoprotein) ist das sog. gute, schützende Cholesterin, wovon man nicht genug haben kann, und das LDL (low-density-L.) ist das sog. schlechte Cholesterin, das Plaques, bis hin zu Entzündungen in den Gefäßwänden verursachen kann, das man sich deshalb niedrig wünscht.
Bei einem Grenzwert von Gesamtchol. 250mg/dl sollte sich der Hausarzt bzw. schon das Labor für HDL und LDL interessieren, das sollte dann schon automatisch mit gemacht werden.
Durch den LDL/HDL-Quotienten erfährt man, ob das Verhältnis ok ist, z.B. LDL 140mg/dl geteilt durch HDL 40mg/dl = Quotient von 3,5
Zum Diagramm: http://www.medizinfo.de/kardio/lipide/quotient.htm
Maßnahmen, die langfristig HDL steigern und LDL (VLDL) senken helfen:
· Pflanzl. Öle und Fette mit ungesättigten Fettsäuren, auch Seefisch, verwenden, weniger tierische Fette, bzw. Zucker. Vorwiegend ballaststoffreiche Ernährung bindet Cholesterin im Darm, das nun nicht recycelt, sondern ausgeschieden wird, LDL-Senkung.
· Viel Bewegung an der frischen Luft. Durch körperliche Bewegung (dynamische - nicht isometrische) werden Blutfett und Gesamtcholesterin gesenkt, HDL- Cholesterin wird erhöht.
· Nicht rauchen. Starke Raucher haben einen deutlich höheren LDL-Cholesterin- und Triglyzerid-Spiegel und verminderte HDL-Cholesterinkonzentration.
· Mäßiger Alkoholgenuss
· Bei negativem Stress wird vermehrt LDL- Cholesterin gebildet. Für Ausgleich sorgen, z. B. durch Bewegung oder entspannende, positive Situationen.
· Evt. auch Schilddrüsenfunktion kontrollieren lassen (Hypercholesterinämie bei Hypothyreose – Unterfunktion).
Nun zu den Avocados:
Sie sind zwar kalorienreich, aber helfen optimal das HDL zu erhöhen, denn sie enthalten ungesättigte Fettsäuren: http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Naturko...
Gruß, Renate