diät

Von: , Frage gestellt am Mo, 27. Apr 2009

die beste diät ist ketose oder leben ohne kohlenhydrate.low carb.ich schwöre dass es wirkt wenn du abnehmen willst und dich stärken.lg doktoralex

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Minuten 2 hilfreich
    Re: diät

    die beste diät ist ketose oder leben ohne kohlenhydrate.low
    carb.ich schwöre dass es wirkt wenn du abnehmen willst und
    dich stärken.
    und ich schwöre, dass viel bewegen und dann noch mehr bewegen und kohlenhydrate essen viel besser ist als ketose oder diät wenn man abnehmen will oder insbesondere sich stärken.

    Und nu?

  2. Antwort von nach 22 Minuten 2 hilfreich
    Re: ''Leben ohne Kohlenhydrate''

    die beste diät ist ketose oder leben ohne kohlenhydrate.low
    carb.ich schwöre dass es wirkt wenn du abnehmen willst und
    dich stärken.lg doktoralex
    Der Verkündigung solcher undifferenzierten Heilsversprechen mit Hinweis darauf, was "das Beste" ist, möchte ich entgegentreten. Auch ohne Mangelernährung kann man ganz prima Gewicht reduzieren. Schwör ich.

    Bones

    ************
    Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein.

  3. Antwort von nach 23 Minuten 0 hilfreich
    Re: diät

    Ihre Empfehlung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Eine Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung führt zu einer (wie Sie richtig erwähnt haben) Anhäufung von Ketonen im Körper. Dies ist aber auf keinem Fall eine positive Reaktion - im Gegenteil - die Ketonkörper können eine erhöhte Lipidperoxidation hervorrufen (--> oxidativer Stress), verändern den pH-Wert, was später zu einer Azidose und im schlimmsten Fall zu einem Koma führen kann.

    Des weiteren haben Kohlenhydrate eine proteinsparende Wirkung, dh. wenn die zu verwertende Energie von Kohlenhydraten (auf molekularer Ebene --> Glucose) bereitgestellt wird, werden Proteine (vorwiegend aus Muskelgewebe) nicht in Anspruch genommen.
    Der so gelobte Effekt des Abnehmens ist, eben genau auf dies zurückzuführen. Erstens geht ein erheblicher Teil von gespeichertem Wasser verloren und in weiterer Folge wird Protein zur Energiegewinnung herangezogen (Gluconeogenese). Erst später wird wirklich das gespeicherte Fett herangezogen.


    Ich frage mich nur, wie dann Ihre Mahlzeitzusammensetzung eines Tages aussieht...
    Deshalb lautet mein Vorschlag, dass ca. 50 % der empfohlenen Tagesenergie aus (hochwertigen, komplexen) Kohlenhydraten bestehen soll.

    • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: diät

      Ihre Empfehlung kann ich beim besten Willen nicht
      nachvollziehen. Eine Kohlenhydrat-reduzierte Ernährung führt
      zu einer (wie Sie richtig erwähnt haben) Anhäufung von Ketonen
      im Körper. Dies ist aber auf keinem Fall eine positive
      Reaktion - im Gegenteil - die Ketonkörper können eine erhöhte
      Lipidperoxidation hervorrufen (--> oxidativer Stress),
      verändern den pH-Wert, was später zu einer Azidose und im
      schlimmsten Fall zu einem Koma führen kann.
      Du verwechselst hier die Reaktion auf einen unbehandelten Diabetes mit dem Abbau von Fettsäuren aus dem Fettgewebe oder der Nahrung über Ketonkörper, die mitnichten eine Ketoazidose auslösen.
      Des weiteren haben Kohlenhydrate eine proteinsparende Wirkung,
      dh. wenn die zu verwertende Energie von Kohlenhydraten (auf
      molekularer Ebene --> Glucose) bereitgestellt wird, werden
      Proteine (vorwiegend aus Muskelgewebe) nicht in Anspruch
      genommen.
      Der so gelobte Effekt des Abnehmens ist, eben genau auf dies
      zurückzuführen. Erstens geht ein erheblicher Teil von
      gespeichertem Wasser verloren und in weiterer Folge wird
      Protein zur Energiegewinnung herangezogen (Gluconeogenese).
      Erst später wird wirklich das gespeicherte Fett herangezogen.
      Das ausgeschwemmte Wasser aus den Muskeln macht etwa 3 - 3,5 Liter aus und hat sich mit dem Abbau der Kohlenhydratreserven in den Muskelzellen, die auch als Wasserspeicher fungieren, erledigt. Mit genug Fett und Eiweiß in der Nahrung werden die Eiweiße der Muskelzellen mitnichten massiv abgebaut, warum auch, man nimmt bei dieser Ernährung ausreichend Eiweiß zu sich. Eventuell benötigte Glukose kann nach Bedarf aus den Eiweißstoffen der Nahrung synthetisiert werden, der gleichbleibend niedrige Insulinspiegel im Blut bewirkt eine Lipolyse aus den Fettzellen und einen Abbau des Fettes in Ketonkörpern die mit ausreichen Wassertrinken, je nach Körpergewicht bis zu 4 Litern am Tag, ausgeschwemmt werden.

      Außerdem ist nicht jede lowcarb-Ernährung auf die recht strenge Atkins Diät beschränkt, es gibt moderatere Formen wie LOGI oder South Beach, deren Gewichtung auf mehr Obst und Gemüse ausgerichtet sind, die aber durchgängig eine hohe Zuckerbelastung durch Stärkeprodukte und Süßkram vermeiden.

      Ich frage mich nur, wie dann Ihre Mahlzeitzusammensetzung
      eines Tages aussieht...
      z.B. Spiegeleier zum Frühstück, dazu Salat aus Gurkenscheiben mit Rapsöl und Gartenkräutern

      oder 1-2 Lowcarb-Brötchen mit Putenbrust und etwas Frischkäse

      oder 500ml Buttermilch, 200g Mini-Tomaten, 160g Geflügelwiener

      oder 120g Emmentaler, 1/2 Kohlrabi

      Mittags: großer gemischter Salat mit Gurke, etwas Paprika, Kopfsalat,
      Cherrytomaten, Dressing aus Oliven- oder Rapsöl mit etwas Schmand oder Creme fraiche. Steak vom Schwein, Pute oder Rind mit Kräuterbutter

      oder Eierkuchen mit 3 Eiern, neutralem Eiweißpulver, Vanille

      oder Spargelstangen mit Bärlauchfrischkäse, angerichtet mit scharfen,
      roten gefüllten Paprika in Öl.

      oder gegrillte Auberginenscheiben (trocken im Backofen gegrillt) mit Olivenöl und Knoblauch, dazu Mozzarella

      Abends: 150 gr. Käse nach Wahl mit Gurke, oder Selleriestangen oder Kohlrabi

      oder 200 g Dorschfilet, in Butterschmalz gebraten, gebr. Schinkenwürfel darüber, Salat aus Weißkraut, Möhre, Radieschen, mit viel frischem Dill und Schnittlauch;

      oder Spareribs mit etwas Bohnentopf u. gemischtem Salat.

      Menüvorschläge u.a. aus dem Logi-Forum. www.logi-methode.de Deshalb lautet mein Vorschlag, dass ca. 50 % der empfohlenen
      Tagesenergie aus (hochwertigen, komplexen) Kohlenhydraten
      bestehen soll.
      Um was zu erreichen? Bei vielen Menschen einen hohen Insulinspiegel, der den Fettabau unmöglich macht? Viele Leute reagieren auf die DGE-Empfehlung von 50 - 55% komplexe Kohlenhydrate in der Nahrung inzwischen mit dem Metabolischen Syndrom und nehmen stetig zu, statt ab.
      Nicht jede Ernährung ist für alle gleich gut und sinnvoll. Für alle pauschal eine Kohlenhydratmast zu empfehlen, hat uns die Adipositas-Epidemie beschert, mit der wir nun zu kämpfen haben.

      Man sollte selbst herausfinden, ob man zu denen gehört, die eher mit Eiweiss und Fett abnehmen, also Lowcarb oder eher mit Kohlenhydraten, also lowfat und dann entsprechend seine Ernährung umstellen. Pauschale Vorurteile gegenüber Ernährungsformen sind kontraproduktiv.

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: diät

        Du verwechselst hier die Reaktion auf einen unbehandelten
        Diabetes mit dem Abbau von Fettsäuren aus dem Fettgewebe oder
        der Nahrung über Ketonkörper, die mitnichten eine Ketoazidose
        auslösen.
        --> das stimmt leider nicht... bei einer exzessiv betriebenen Kohelhydrat-freien DIät kann leider genauso eine Ketoazidose entstehen. Warum denn auch nicht es wird ja genauso Acetoacetat und Hydroxybutyrat gebildet.



        Eventuell benötigte Glukose kann nach Bedarf aus den
        Eiweißstoffen der Nahrung synthetisiert werden, der
        gleichbleibend niedrige Insulinspiegel im Blut bewirkt eine
        Lipolyse aus den Fettzellen und einen Abbau des Fettes in
        Ketonkörpern die mit ausreichen Wassertrinken, je nach
        Körpergewicht bis zu 4 Litern am Tag, ausgeschwemmt werden.
        --> wäre schon wenn es so funktionieren würde. Jedoch werden glucogene Aminosäuren (zB. Alanin, Valin) bevorzugt aus deren extrahepatischen Speicher zur Gluconeogenese verwendet. Die Proteine bzw. die AS der Nahrung werden dafür nicht herangezogen. Außerdem ist nicht jede lowcarb-Ernährung auf die recht
        strenge Atkins Diät beschränkt, es gibt moderatere Formen wie
        LOGI oder South Beach, deren Gewichtung auf mehr Obst und
        Gemüse ausgerichtet sind, die aber durchgängig eine hohe
        Zuckerbelastung durch Stärkeprodukte und Süßkram vermeiden.
        --> da haben Sie recht... Es gibt ebenso KH-reduzierte ERnährungsformen, die durchaus eine weitere Risken zu empfehlen sind.
        Um was zu erreichen? Bei vielen Menschen einen hohen
        Insulinspiegel, der den Fettabau unmöglich macht? Viele Leute
        reagieren auf die DGE-Empfehlung von 50 - 55% komplexe
        Kohlenhydrate in der Nahrung inzwischen mit dem Metabolischen
        Syndrom und nehmen stetig zu, statt ab.
        Nicht jede Ernährung ist für alle gleich gut und sinnvoll. Für
        alle pauschal eine Kohlenhydratmast zu empfehlen, hat uns die
        Adipositas-Epidemie beschert, mit der wir nun zu kämpfen
        haben.

        --> deshalb war meine Empfehlung ja auf komplexe Kohlenhydrate ausgesprochen, da die einen moderaten Blutzuckeranstieg (respektive Insulinanstieg) hervorrufen. Man muss aber auch sagen, dass ein niedriger Blutzucker- bzw. Insulinspiegel auch Hungergefühle freisetzen. Deshalb wäre auch ein niedriger Blutzucker- bzw. Insulinspiegel ja auch kontraproduktiv dem Abnehmen gegenüber. Man sollte selbst herausfinden, ob man zu denen gehört, die
        eher mit Eiweiss und Fett abnehmen, also Lowcarb oder eher mit
        Kohlenhydraten, also lowfat und dann entsprechend seine
        Ernährung umstellen. Pauschale Vorurteile gegenüber
        Ernährungsformen sind kontraproduktiv.
        in diesem Punkt sind wir uns wieder voll und ganz einig ;)

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: diät

          Du verwechselst hier die Reaktion auf einen unbehandelten
          Diabetes mit dem Abbau von Fettsäuren aus dem Fettgewebe oder
          der Nahrung über Ketonkörper, die mitnichten eine Ketoazidose
          auslösen.
          --> das stimmt leider nicht... bei einer exzessiv betriebenen
          Kohelhydrat-freien DIät kann leider genauso eine Ketoazidose
          entstehen. Warum denn auch nicht es wird ja genauso
          Acetoacetat und Hydroxybutyrat gebildet.
          Na dann beglückwünsche mich mal, ich lebe noch, obwohl ich mich seit drei Jahren kohlenhydratarm ernähre und mit mir noch einige Zehntausend mehr Leute, die deiner Meinung nach ständig an der Schwelle von Siechtum und sogar Tod stehen ;-) Übrigends dürfte dann auch kein Mensch fasten, denn das Fehlen von zugeführter Glukose müßte deiner Meinung nach ja dann innerhalb kurzer Zeit zum Gehirnausfall, also ebenfalls zum Tod führen...:-))

          Eventuell benötigte Glukose kann nach Bedarf aus den Eiweißstoffen der Nahrung synthetisiert werden, der
          gleichbleibend niedrige Insulinspiegel im Blut bewirkt eine
          Lipolyse aus den Fettzellen und einen Abbau des Fettes in
          Ketonkörpern die mit ausreichen Wassertrinken, je nach
          Körpergewicht bis zu 4 Litern am Tag, ausgeschwemmt werden.
          --> wäre schon wenn es so funktionieren würde. Jedoch werden
          glucogene Aminosäuren (zB. Alanin, Valin) bevorzugt aus deren
          extrahepatischen Speicher zur Gluconeogenese verwendet. Die
          Proteine bzw. die AS der Nahrung werden dafür nicht
          herangezogen. Außerdem ist nicht jede lowcarb-Ernährung auf die recht
          strenge Atkins Diät beschränkt, es gibt moderatere Formen wie
          LOGI oder South Beach, deren Gewichtung auf mehr Obst und
          Gemüse ausgerichtet sind, die aber durchgängig eine hohe
          Zuckerbelastung durch Stärkeprodukte und Süßkram vermeiden.
          --> da haben Sie recht... Es gibt ebenso KH-reduzierte
          ERnährungsformen, die durchaus eine weitere Risken zu
          empfehlen sind.
          Um was zu erreichen? Bei vielen Menschen einen hohen
          Insulinspiegel, der den Fettabau unmöglich macht? Viele Leute
          reagieren auf die DGE-Empfehlung von 50 - 55% komplexe
          Kohlenhydrate in der Nahrung inzwischen mit dem Metabolischen
          Syndrom und nehmen stetig zu, statt ab.
          Nicht jede Ernährung ist für alle gleich gut und sinnvoll. Für
          alle pauschal eine Kohlenhydratmast zu empfehlen, hat uns die
          Adipositas-Epidemie beschert, mit der wir nun zu kämpfen
          haben.

          --> deshalb war meine Empfehlung ja auf komplexe Kohlenhydrate
          ausgesprochen, da die einen moderaten Blutzuckeranstieg
          (respektive Insulinanstieg) hervorrufen. Man muss aber auch
          sagen, dass ein niedriger Blutzucker- bzw. Insulinspiegel auch
          Hungergefühle freisetzen. Deshalb wäre auch ein niedriger
          Blutzucker- bzw. Insulinspiegel ja auch kontraproduktiv dem
          Abnehmen gegenüber.

          Im Gegenteil: Stärke wird letzendlich immer über Insulin verstoffwechselt, ob komplexe Kohlenhydrate oder nicht. Ist der Stoffwechsel in Ordnung, d.h. kommt es nicht bei jedem Kohlenhydratverzehr unweigerlich zu einer massiven, dem tatsächlichen Kohlenhydratangebot unangemessenen Insulinaussschüttung, wie es bei inzwischen sehr vielen Menschen, inklusive mir, der Fall ist, mögen Vollkornprodukte und stärkehaltige Gemüse problemlos vertragen werden - in diesen genannten Fällen jedoch schießt der Insulinausstoss ins Uferlose und der Blutzuckerspiegel sinkt infolge dessen rasch wieder ab und verursacht den bekannten Heißhunger auf noch mehr Kohlenhydrate - ein Teufelskreis. Hält man den Insulinspiegel dagegen konstanter indem man den Verzehr von Kohlenhydrate einschränkt, bleibt das Sättigungsgefühl lange Zeit erhalten, da braucht es meist auch keine Zwischenmahlzeit. Und ein niedriger Insulinspiegel macht erst den Fettabau möglich, da sich die beiden Hormone Insulin und Glukagon beim Fettabau und Zuckerabbau als Antagonisten gegenseitig behindern bzw ausschließen. Ich möchte hier auch darauf hinweisen, daß es die essentiellen, d.h. lebenswichtigen Fettsäuren und die essentiellen Aminosäuren gibt, aber keine essentiellen Kohlenhydrate.

          Empfehlenswerte Seiten hierzu:
          http://www.dak.de/content/dakratgeber/diabetes_zucke...

          http://www.metabolic-typing.at/index.html?thema=tins...

          speziell zu LOGI:
          http://www.logi-methode.de/fileadmin/user_upload/Pre...

          http://www.logi-methode.de/fileadmin/user_upload/Pre... Man sollte selbst herausfinden, ob man zu denen gehört, die
          eher mit Eiweiss und Fett abnehmen, also Lowcarb oder eher mit
          Kohlenhydraten, also lowfat und dann entsprechend seine
          Ernährung umstellen. Pauschale Vorurteile gegenüber
          Ernährungsformen sind kontraproduktiv.
          in diesem Punkt sind wir uns wieder voll und ganz einig ;)

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: diät

            Na dann beglückwünsche mich mal, ich lebe noch, obwohl ich
            mich seit drei Jahren kohlenhydratarm ernähre und mit mir noch
            einige Zehntausend mehr Leute, die deiner Meinung nach ständig
            an der Schwelle von Siechtum und sogar Tod stehen ;-)
            Übrigends dürfte dann auch kein Mensch fasten, denn das Fehlen
            von zugeführter Glukose müßte deiner Meinung nach ja dann
            innerhalb kurzer Zeit zum Gehirnausfall, also ebenfalls zum
            Tod führen...:-))
            --> unser Körper hat ja zum Glück einige Regelmechanismen (z.B Pufferung), die den erwähnten Symptomen entgegenwirken. Davon ganz abgesehen, habe ich in Ihrer Lebensmittelempfehlung ja auch KH-haltige LM gesehen. Bei Ketoazidose bzw. coma diabeticum muss man schon eine exzessive KH-freie Ernährung auf längere Dauer betreiben.




            Im Gegenteil: Stärke wird letzendlich immer über Insulin
            verstoffwechselt, ob komplexe Kohlenhydrate oder nicht. Ist
            der Stoffwechsel in Ordnung, d.h. kommt es nicht bei jedem
            Kohlenhydratverzehr unweigerlich zu einer massiven, dem
            tatsächlichen Kohlenhydratangebot unangemessenen
            Insulinaussschüttung, wie es bei inzwischen sehr vielen
            Menschen, inklusive mir, der Fall ist, mögen Vollkornprodukte
            und stärkehaltige Gemüse problemlos vertragen werden - in
            diesen genannten Fällen jedoch schießt der Insulinausstoss ins
            Uferlose und der Blutzuckerspiegel sinkt infolge dessen rasch
            wieder ab und verursacht den bekannten Heißhunger auf noch
            mehr Kohlenhydrate - ein Teufelskreis. Hält man den
            Insulinspiegel dagegen konstanter indem man den Verzehr von
            Kohlenhydrate einschränkt, bleibt das Sättigungsgefühl lange
            Zeit erhalten, da braucht es meist auch keine
            Zwischenmahlzeit. Und ein niedriger Insulinspiegel macht erst
            den Fettabau möglich, da sich die beiden Hormone Insulin und
            Glukagon beim Fettabau und Zuckerabbau als Antagonisten
            gegenseitig behindern bzw ausschließen. Ich möchte hier auch
            darauf hinweisen, daß es die essentiellen, d.h.
            lebenswichtigen Fettsäuren und die essentiellen Aminosäuren
            gibt, aber keine essentiellen Kohlenhydrate.
            1. haben Sie recht. Stärke wird immer über Insulin verstoffwechselt. Es macht aber einen Unterschied, ob ich 75 g reine Glukose oder 75 g Brot aus vollem Korn zu mir nehme. Ich schätze Sie so ein, dass Ihnen die Begriffe Glykämischer Index, Glykämische Last und Area under the Curve ein Begriff sind. Und genau auf diese Differenzen wollte ich Sie aufmerksam machen

            2. Müssen wir schon klarstellen wovon wir reden. Reden wir von einer Diät, die einem gesunden Menschen empfohlen wird, um Gewicht zu reduzieren oder reden wir von Ernährungsempfehlung für Menschen, die bereits eine Insulinresistenz aufweisen. Mir ist schon klar, dass Menschen mit Insulinresistenz eine Kh-reiche Diät zu empfehlen, nicht unbedingt zielführend erscheint.

            --> die These mit essentiellen FS und essentiellen AS ist sehr fadenscheinig. Denn danach müsste man ja Vitamine auch nicht zu sich nehmen. Denn hierbei wird auch nicht zwischen "essentiell" und "nicht-essentiell" unterschieden. Nur weil der menschliche Körper im Stande ist, es selbst herzustellen, heißt es nicht, dass man es nicht zuführen muss. Kurzes Beispiel: Vitamin D wird zum Teil in der Leber selbst synthetisiert (aus 7-Dehydrocholesterin), welches in der Haut unter Lichteinstrahlung zu Vitamin D synthetisiert wird, trotzdem sollte man Vitamin D auch mit der Nahrung zu sich nehmen - oder sind Sie hier auch nicht der Meinung?


            Ich wollte Ihnen bei meiner Kritik an low-carb, etc. auf keinem Fall zu nahe treten. Ich wollte eben nur anmerken, dass v.a. kh-FREIE Ernährungsformen mit Risken verbunden sind.

            schönen Abend noch

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^6: diät


              --> unser Körper hat ja zum Glück einige Regelmechanismen (z.B
              Pufferung), die den erwähnten Symptomen entgegenwirken. Davon
              ganz abgesehen, habe ich in Ihrer Lebensmittelempfehlung ja
              auch KH-haltige LM gesehen. Bei Ketoazidose bzw. coma
              diabeticum muss man schon eine exzessive KH-freie Ernährung
              auf längere Dauer betreiben.
              Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie lange man in ein coma diabeticum braucht, aber ich rede hier von Leuten ohne Diabetes, die ohne weiteres kohlenhydratarm leben können.

              Ausserdem ist selbst die Atkins-Diät nicht eine no-carb Diät, bzw. Ernährungsumstellung, sondern eine low-carb Ernährungsweise.
              In den ersten zwei Wochen wird weitgehend auf Kohlenhydrate bis auf 20 gr. am Tag verzichtet, die hauptsächlich aus Salaten oder grünem Gemüse gedeckt werden sollen. Nach diesen zwei Wochen, die Zeit geben sollen, die Fettverbrennung zu optimieren, wird über drei weitere Stufen der Kohlenhydratkonsum langsam wieder angehoben - das vergessen die Kritiker von Atkins gerne.
              Aber auch in Phase 4 von Atkins wird der exorbitante Verbrauch von Kohlenhydraten aus Stärke eingeschränkt und die Kohlenhydrate eher aus Gemüse und Obst gedeckt. Im Gegenteil: Stärke wird letzendlich immer über Insulin
              verstoffwechselt, ob komplexe Kohlenhydrate oder nicht. Ist
              der Stoffwechsel in Ordnung, d.h. kommt es nicht bei jedem
              Kohlenhydratverzehr unweigerlich zu einer massiven, dem
              tatsächlichen Kohlenhydratangebot unangemessenen
              Insulinaussschüttung, wie es bei inzwischen sehr vielen
              Menschen, inklusive mir, der Fall ist, mögen Vollkornprodukte
              und stärkehaltige Gemüse problemlos vertragen werden - in
              diesen genannten Fällen jedoch schießt der Insulinausstoss ins
              Uferlose und der Blutzuckerspiegel sinkt infolge dessen rasch
              wieder ab und verursacht den bekannten Heißhunger auf noch
              mehr Kohlenhydrate - ein Teufelskreis. Hält man den
              Insulinspiegel dagegen konstanter indem man den Verzehr von
              Kohlenhydrate einschränkt, bleibt das Sättigungsgefühl lange
              Zeit erhalten, da braucht es meist auch keine
              Zwischenmahlzeit. Und ein niedriger Insulinspiegel macht erst
              den Fettabau möglich, da sich die beiden Hormone Insulin und
              Glukagon beim Fettabau und Zuckerabbau als Antagonisten
              gegenseitig behindern bzw ausschließen. Ich möchte hier auch
              darauf hinweisen, daß es die essentiellen, d.h.
              lebenswichtigen Fettsäuren und die essentiellen Aminosäuren
              gibt, aber keine essentiellen Kohlenhydrate.
              1. haben Sie recht. Stärke wird immer über Insulin
              verstoffwechselt. Es macht aber einen Unterschied, ob ich 75 g
              reine Glukose oder 75 g Brot aus vollem Korn zu mir nehme. Ich
              schätze Sie so ein, dass Ihnen die Begriffe Glykämischer
              Index, Glykämische Last und Area under the Curve ein Begriff
              sind. Und genau auf diese Differenzen wollte ich Sie
              aufmerksam machen
              Vielleicht bin ich ja ein Sonderfall, aber mir ist es oft genug passiert, daß ich nach einem Vollkornmüsli ohne Zucker nach spätestens zwei Stunden Übelkeitsgefühle wegen Unterzuckerung hatte. Vollkornbrot verursacht bei mir übrigends auch durchweg Sodbrennen, da mein Magen viel Säure produziert und eher geneigt ist Eiweiss zu verdauen, als Getreide.
              2. Müssen wir schon klarstellen wovon wir reden. Reden wir von
              einer Diät, die einem gesunden Menschen empfohlen wird, um
              Gewicht zu reduzieren oder reden wir von Ernährungsempfehlung
              für Menschen, die bereits eine Insulinresistenz aufweisen. Mir
              ist schon klar, dass Menschen mit Insulinresistenz eine
              Kh-reiche Diät zu empfehlen, nicht unbedingt zielführend
              erscheint.
              Da sind wir D´accord
              --> die These mit essentiellen FS und essentiellen AS ist sehr
              fadenscheinig. Denn danach müsste man ja Vitamine auch nicht
              zu sich nehmen. Denn hierbei wird auch nicht zwischen
              "essentiell" und "nicht-essentiell" unterschieden. Nur weil
              der menschliche Körper im Stande ist, es selbst herzustellen,
              heißt es nicht, dass man es nicht zuführen muss. Kurzes
              Beispiel: Vitamin D wird zum Teil in der Leber selbst
              synthetisiert (aus 7-Dehydrocholesterin), welches in der Haut
              unter Lichteinstrahlung zu Vitamin D synthetisiert wird,
              trotzdem sollte man Vitamin D auch mit der Nahrung zu sich
              nehmen - oder sind Sie hier auch nicht der Meinung?
              Kohlenhydrate werden in Glukose umgewandelt und dienen wohl herkömlich vor allem zur Versorgung des Gehirns, das aber nach einer Umstellungsphase und anschließend zunehmend einfacher auch mit Ketonen arbeiten kann. Wozu sollte man Kohlenhydrate sonst noch brauchen? vielleicht noch als schneller Muskelbrennstoff für Sprinter und Hochleistungssportler, aber das gibt es nicht allzuviele unter der Normalbevölkerung.

              Und ich glaube wirklich nicht, daß mein Körper noch immer eine Pufferung aufrechterhalten muß, nicht nach all der Zeit, ohne deutliche Leistungseinbrüche zu erleben. Ich lebe, ich arbeite, meine Blutwerte haben sich verbessert, ich fühl mich wohl, kann mich sattessen, was will man denn noch mehr ?

              Ich wollte Ihnen bei meiner Kritik an low-carb, etc. auf
              keinem Fall zu nahe treten. Ich wollte eben nur anmerken, dass
              v.a. kh-FREIE Ernährungsformen mit Risken verbunden sind.
              Eine Kh-freie Ernährungsform ist auch Atkins nicht. Es geht hier wie gesagt im Thema um lowcarb, nicht um no-carb. Obwohl es 1928 schon mal ein westliches, dokumentiertes Experiment gab, in dem 12 Monate nur Fleisch gegessen wurde:
              http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-2...

              Westlich deshalb, weil es noch nicht allzu lange her ist, daß die Inuit mit einer recht kohlenhydratfreien Ernährung gelebt haben - manche mögen einwenden, daß sie deshalb eine kürzere Lebenserwartung gehabt hätten als die anderen Menschen, aber die Lebenserwartungs-rechnung rechnet auch Unglücksfällen mit hinein, nicht nur Ernährungspraktiken.

              Und nein, Sie sind mir mit Ihren Antworten und Einwänden nicht zu nahe getreten, das ist ja ein Diskussionsboard. Wünsche noch einen schönen Tag und eine kurze Arbeitswoche ;-))



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