Im Winter z.B. Vitamin C aus
Zwiebeln und Kartoffeln.
Sauerkraut! Ansonsten - Vitaminmangel war ein eher zu vernachlässigendes Problem.
Grundsätzlich - "abwechslungsreiche" Ernährung war dem Großteil der Bevölkerung eher nicht möglich. Aufgrund der spezifischen regionalen Ernährungssituation und geochemischer Bedingungen (vor allem Trinkwasser) dürften endemische Mangelkrankheiten deutlich weiter verbreitet gewesen sein als heute - wobei dies ein sehr schwieriges Untersuchungsfeld ist. Das wohl bekannteste Beispiel ist der endemische Kropf (heute durch jodiertes Speisesalz praktisch verschwunden); ein anderes Beispiel ist die sog. Balkan-Nephropathie (betroffen vor allem die Landbevölkerung Jugoslawiens, Bulgariens und Rumäniens). Ebenfalls verbreitet Selendefizite, in relativ neuer Zeit z.B. als wichtiger Faktor für die sog. 'Keshan-Krankheit' (nach der chinesischen Provinz Keshan) erkannt - eine bei Kindern auftretende, häufig tödlich endende Cardiomyopathie. Karies gehört ebenfalls zumindest mit zu den Verdächtigen (natürlich spielt speziell hier der Zuckerkonsum eine wesentlichere Rolle).
Selbstverständlich gab / gibt es auch endemische Krankheiten, die nicht durch Mangel, sondern einen Überschuss bestimmter Spurenelemente verursacht werden.
Freundliche Grüße,
Ralf