preiswerte Tontechnik

Von: , Frage gestellt am Mo, 16. Okt 2006
Hallo Leute,

Ein Bekannter von mir will ne Band gründen und frug mich, welche Tontechnik dazu angeschafft werden muss. Gitarrenverstärker und sowas ist vorhanden, es geht um Gesang und übergeordnete Tontechnik.

Gebraucht werden zwei preiswerte Gesangsmikrofone. Die sollen ne passable Quali haben aber eben nicht soviel kosten. Worauf ist zu achten? Hat jemand Erfahrungen mit günstigen Mikrofonen gemacht und kann raten oder abraten?

Dann noch ne Frage. Damit der Gesang auch über Schlagzeug und Gitarren rüberkommt, wieviel Leistung soll man denn für den Probenraum vorsehen? Lohnt es sich dazu teurere Technik zu kaufen oder reicht für den Anfang auch ein billigerer Powermixer von Conrad?

Danke schonmal für eure Tipps, hab damit eben keine Erfahrung.

Günther

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 13 Minuten 0 hilfreich
    Re: preiswerte Tontechnik
    Ein Bekannter von mir will ne Band gründen und frug mich,
    welche Tontechnik dazu angeschafft werden muss.
    um eine band zu gründen zunächst mal gar keine.

    das ganze hat in der praxis zwei eckpunkte: proben und auftreten. wenn man sich nicht gleich einen proberaum einrichten möchte, kann man erst mal viel erfahrung in professionellen proberäumen sammeln und ohne eigene infrastruktur auskommen.
    die meisten lokale, in denen man auftreten kann, haben auch eine eigene, richtig verkabelte anlage, in der regel auch eine ausreichende anzahl von gesangs- und sonstigen mikros nebst zubehör.

    an sich ist es also ganz gut möglich, ohne auch nur ein eigenes mikro zu proben und aufzutreten, erfahrung zu sammeln und vor allem zusammenzuwachsen. es ist nämlich schade, wenn man um teures geld alles einkauft und die band sich dann nach 3 monaten auflöst.

    mein tipp wäre: zunächst mal auf die musik konzentrieren und die technik den profis überlassen; möglichst viele orte und damit verbunden setups und gerätschaften kennenlernen, und dann ist man nachher um einiges schlauer und erspart sich womöglich anfängliche fehlinvestitionen. Gebraucht werden zwei preiswerte Gesangsmikrofone.
    die shure SM-58 sind ziemlich weit verbreitet, und das aus gutem grund.
    • Antwort von nach 25 Minuten 0 hilfreich
      Re^2: preiswerte Tontechnik
      Hi! um eine band zu gründen zunächst mal gar keine.
      Stimmt ;-) die meisten lokale, in denen man auftreten kann, haben auch
      eine eigene, richtig verkabelte anlage, in der regel auch eine
      ausreichende anzahl von gesangs- und sonstigen mikros nebst
      zubehör.
      Das bestreite ich entschieden! Ich habe noch KEIN Lokal erlebt, dass eine komplette Anlage mit Mikros usw. hat! Höchstens die etwas größeren und professionelleren Veranstalter! ABER dort kommt man als Startup selten hin! Die mittleren und kleineren haben höchstens einen Powermixer/Endstufe mit boxen, selbst Monitore sind da selten! mein tipp wäre: zunächst mal auf die musik konzentrieren und
      die technik den profis überlassen;
      Man kann für schmales Geld Anlagen mieten! (Google, die Gelben Seiten oder Musikgeschäfte helfen da weiter)
      Und ja nach dem ob bei dem Gig Geld verdient wird, kann man einen Tonmann mit Equipment "anmieten". Das ist die einfachste Lösung!


      LG

      Florian
    • Antwort von nach 26 Minuten 1 hilfreich
      Nachtrag
      Hi Nochmal! die shure SM-58 sind ziemlich weit verbreitet, und das aus
      gutem grund.
      Nenn mir mal einen! Es gibt eigentlich nur bessere Mikros! Schon aus eigenem Hause: SM58 Beta oder Sennheiser Evolution...

      LG

      Florian
      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re: Nachtrag
        Hi, Nenn mir mal einen! Es gibt eigentlich nur bessere Mikros!
        Schon aus eigenem Hause: SM58 Beta oder Sennheiser
        Evolution...
        Was kosten denn diese Mikrofone? Warum sind sie denn besser? Worauf muss man denn achten?

        Günther
        • Antwort von nach 4 Stunden 1 hilfreich
          Re^2: Nachtrag
          Hai! Nenn mir mal einen! Es gibt eigentlich nur bessere Mikros!
          Schon aus eigenem Hause: SM58 Beta oder Sennheiser
          Evolution...
          Was kosten denn diese Mikrofone?
          http://www.thomann.de (auch mal in den Kleinanzeigen gucken) Warum sind sie denn besser?
          Nimm ein halbwegs vernünftiges Mischpult (Behringer reicht schon) einen guten Kopfhörer (keine "ohrstöpsel" oder so) und probier das selber mal aus! Die großen Musikhäuser wie http://www.musicstore-koeln.de schicken Dir auch die Dinger mit 30 Tage Rückgaberecht! Worauf muss man denn achten?
          Schwer zu sagen! Große Namen sind nicht immer großer Klang! Aus Erfahrung kann ich Dir empfehlen:
          -Sennheiser
          -Neumann
          -Schöps

          Die sind aber nichtunbedingt billig! Wenn Ihr das nur Hobbymaßig macht, greift zu SM58 Beta oder billigen Nachbauten, das ist dafür voll OK!

          Generell Muss bei Mikros darauf geachtet werden für welchen Zweck Ihr die braucht! "Allround"-Mics gibt es nicht. Ein SM58 mag für ne Rockband OK sein, aber für Chansons nach Möglichkeit nicht. Allerdings sind, selbst im ProFi-Sektor, nicht immer alle Möglichkeiten gegeben!


          Hilft das?

          LG

          Florian
          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^3: Nachtrag
            Hi, -Sennheiser
            -Neumann
            -Schöps

            Die sind aber nichtunbedingt billig! Wenn Ihr das nur
            Hobbymaßig macht, greift zu SM58 Beta oder billigen
            Nachbauten, das ist dafür voll OK!
            Ja, das hilft mir. Thomann bietet da ne nette Auswahl. Generell Muss bei Mikros darauf geachtet werden für welchen
            Zweck Ihr die braucht! "Allround"-Mics gibt es nicht. Ein SM58
            mag für ne Rockband OK sein, aber für Chansons nach
            Möglichkeit nicht. Allerdings sind, selbst im ProFi-Sektor,
            nicht immer alle Möglichkeiten gegeben!
            Woran sehe ich das denn? Bei Thomann heißt es "Durchsetzungsfähig" "hoher Ausgangspegel", aber nicht: "eher für Rock", "eher für klassischen Gesang". Womit hast du denn konkret gute Erfahrungen gemacht? Was würdest du als wichtiges Merkmal hervorheben? Hilft das?
            Ja. Bleibt noch die Frage nach der Leistung für den Probenraum. Würde z.B. http://www.conrad.de/goto.php?artikel=302404 reichen? Die geben keine Sinusleistung an, nur die maximale.

            Günther
            • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
              Re^4: Nachtrag
              Moin! Woran sehe ich das denn? Bei Thomann heißt es
              "Durchsetzungsfähig" "hoher Ausgangspegel", aber nicht: "eher
              für Rock", "eher für klassischen Gesang".
              Ui! Ich sehe ein, ich war wohl ein wenig plakativ...

              Bsp:
              Für Bands ist folgendes voll OK:
              -http://www.thomann.de/de/shure_beta_58_a.htm (Nachbau: http://www.thomann.de/de/the_tbone_mb85_beta.htm)
              -http://www.thomann.de/de/the_tbone_mb60_mikrofonset.htm (die techn. Daten lesen sich ganz gut, allerdings sind die nicht besser als ein SM58!)
              -http://www.thomann.de/de/sennheiser_e835_s_bundle.htm
              -http://www.thomann.de/de/behringer_xm1800s.htm (Zur Not! wie bei den MB60, und der Übertragungsbereich ist sehr eingeschränkt nur 80Hz-15kHz. Gut wäre 15Hz-22kHz; üblich: 40Hz bis 18 kHz)
              -http://www.thomann.de/de/sennheiser_e845_s_bundle.htm
              -http://www.thomann.de/de/neumann_kms_105_mt.htm (OK, OK VIEL zu teuer)
              -http://www.thomann.de/de/sennheiser_e945_gesangsmikr...
              -http://www.thomann.de/de/sennheiser_md431ii_profipow... (Mit diesem habe ich gute Erfahrungen gemacht!!! Ist halt auch teuer!)

              Und ja, das SM58 ist ja nicht ungebingt schrott! Es gibt nur besseres, also es IST der defakto Standard: http://www.thomann.de/de/shure_sm58.htm Womit hast du denn
              konkret gute Erfahrungen gemacht? Was würdest du als wichtiges
              Merkmal hervorheben?
              SM58, Nachbauten, Sennheiser 421, 521, 431 diverse NoNames. Ja. Bleibt noch die Frage nach der Leistung für den
              Probenraum. Würde z.B.
              http://www.conrad.de/goto.php?artikel=302404 reichen? Die
              geben keine Sinusleistung an, nur die maximale.
              Mit Power-Mixern und Mischverstärkern kenne ich mich kaum aus, ich mag die Dinger nicht. Ich habe lieber Endstufe und Mischpult getrennt!

              Klar, für den Proberaum langt es...


              LG
              Florian
            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^5: Nachtrag
              Danke für deine schnelle Reaktion. -http://www.thomann.de/de/shure_beta_58_a.htm (Nachbau:
              http://www.thomann.de/de/the_tbone_mb85_beta.htm)
              Der Nachbau ist erheblich billiger, worin unterscheiden die sich denn? Bezahlt man bei Shure einfach 80% mehr wegen des Namens? -http://www.thomann.de/de/the_tbone_mb60_mikrofonset.htm (die
              techn. Daten lesen sich ganz gut, allerdings sind die nicht
              besser als ein SM58!)
              Also 3 Mikrofone in der Qualität des SM58 für zusammen knappe 30 Euro kann ich mir nicht vorstellen. Wo ist denn da der Haken? (Zur Not! wie
              bei den MB60, und der Übertragungsbereich ist sehr
              eingeschränkt nur 80Hz-15kHz. Gut wäre 15Hz-22kHz; üblich:
              40Hz bis 18 kHz)
              Ist ne interessante Info. -http://www.thomann.de/de/sennheiser_md431ii_profipow...
              (Mit diesem habe ich gute Erfahrungen gemacht!!! Ist halt auch
              teuer!)
              Jo, ist es. Sieht aber auch sehr nett aus. Wobei man das wohl selten benutzt, weil man es kaputt machen könnte. Bei dem Preis kauft man ja nicht eben schnell ein neues.

              Es ist halt relativ wichtig, dass auch mal reingebrüllt werden kann, ohne dass es kratzt oder kaputt geht. Und etwas Rückkopplungsfestigkeit ist in einem kleinen Probenraum sicher nicht falsch.

              Worin liegt denn der Unterschied zwischen 300 und 600 Ohm Impedanz? Sind die Dinger einfach leiser, was man mit mehr aufdrehen regelt oder hat das noch einen anderen Sinn? Mit Power-Mixern und Mischverstärkern kenne ich mich kaum aus,
              ich mag die Dinger nicht. Ich habe lieber Endstufe und
              Mischpult getrennt!
              Das zusammen ist halt auch wieder teurer. Ich werde mich bei Thomann mal ausgiebig umschauen. Klar, für den Proberaum langt es...
              Wenn du es sagst ;-)

              danke für deine Hilfe, das nutzt mir viel.

              Günther
            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Nachtrag
              Moin! Danke für deine schnelle Reaktion.
              gerne -http://www.thomann.de/de/shure_beta_58_a.htm (Nachbau:
              http://www.thomann.de/de/the_tbone_mb85_beta.htm)
              Der Nachbau ist erheblich billiger, worin unterscheiden die
              sich denn? Bezahlt man bei Shure einfach 80% mehr wegen des
              Namens?
              Gute Frage! Ich habe weder ein Shure noch einen der 1000 Nachbauten je geöffnet um zu gucken... Ehrlich gesagt weiß ich das nicht! Ich kann nur vermuten. "the tbone" hat eine große Akzeptanz. Ich habe die Teile schon gelegentlich gehört und konnte keine Nachteile feststellen! Dr AB-Vergleich fehlt mir aber noch. Also 3 Mikrofone in der Qualität des SM58 für zusammen knappe
              30 Euro kann ich mir nicht vorstellen.
              Sagt ja keiner! (Zur Not! wie
              bei den MB60, und der Übertragungsbereich ist sehr
              eingeschränkt nur 80Hz-15kHz. Gut wäre 15Hz-22kHz; üblich:
              40Hz bis 18 kHz)
              Ist ne interessante Info.
              Das menschliche Ohr schafft circa 20Hz-20kHz, manche Quellen sprechen von 22kHz. Viele menschen hören aber nur noch bis 16 kHz. Laute Musik und Umwelt tun da ein Übriges! Es ist halt relativ wichtig, dass auch mal reingebrüllt werden
              kann, ohne dass es kratzt oder kaputt geht. Und etwas
              Rückkopplungsfestigkeit ist in einem kleinen Probenraum sicher
              nicht falsch.
              Reinbrüllen ist bei Dynamischen Mikros kein Thema! Ich habe noch kein dynamisches Mikro gesehen, benutzt oder gehört, welches man mit "reinbrüllen" zum übersteuern bringen könnte. Häufig fehlern Grenzschalldruckpegelangaben bei Dynamischen Mikros, weil diese deutlich über der Schmerzgrenze des Ohres liegen (crica 130dBspl - Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzschalldruck). Worin liegt denn der Unterschied zwischen 300 und 600 Ohm
              Impedanz? Sind die Dinger einfach leiser, was man mit mehr
              aufdrehen regelt oder hat das noch einen anderen Sinn?
              Die Impedanz ist der Innenwiederstand der Spule (an Wechselspannung). Für Dich als Nutzer halte ich diese Information für Vergleichsweise uninteressant! Das "schlimmste" was bei den von Dir genannten Werten passieren könnte ist: etwas lauter/leiser drehen. (Der Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrofon erwähnt die Impedanz nicht einmal) Klar, für den Proberaum langt es...
              Wenn du es sagst ;-)
              Scherzkeks!

              Du darfst halt von diesen Kisten keine klanglichen Wunder erwarten...

              LG

              Florian

              PS PA-Verleiher verkaufen oft für schmales Geld gebrauchtes Equipment. OK bei manchen sind die Sachen dann echt "durchgenudelt" aber bei eingen sind die Sachen ganz OK. Privatverküfe über Kleinanzeigenmärkte sind auch ein Thema...


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