Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

Von: , Frage gestellt am Di, 2. Sep 2008

Hallo!

Gestern gab es anlässlich unserer bevorstehenden Nationalratswahl eine Fragestunde mit einem Politiker, diesmal war JH drann.

Eine Frau, österr. Staatsbürgerin, beklagte das Schikcsal ihres Lebensgefährten, der rumänischer Staatsbürger ist und bei ihr in Österreich lebt.

Er soll in Rumänien sein Abitur gemacht haben und auch noch eine andere Ausbildung und jetzt in Österreich dürfte er keine Arbeit gemäß seineer Qualifikation annehmen, sondern nur Hilfsarbeiterjobs.

Ich hab ja keinen blassen Schimmer, wie diese Arbeitsbewilligungen für Ausländer aussehen, aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass man jemanden eine Arbeitsbewilligung ausstellt und diese dann auf Handlangertätigkeiten beschränkt.

Weiss da jemand was genaueres?

Grüße
Dusan

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

    Hi! aber ich kann mir
    nur sehr schwer vorstellen, dass man jemanden eine
    Arbeitsbewilligung ausstellt und diese dann auf
    Handlangertätigkeiten beschränkt.

    Weiss da jemand was genaueres?
    Diverseste Ausbildungen im Ausland werden bei uns nicht anerkannt; am Beispiel mehrerer mir aus meinem engstem und/oder nachbarlichem Umkreis bekannter Fälle, kann ich Dir das so bestätigen:
    - ein albanischer Arzt mußte das Medizinstudium "nachholen" (er beschränkte sich auf Prüfungen, die er ohne mit der Wimper zu zucken bestand)
    - das Gesangsstudium einer armenische Gesangslehrerin ist für die _Würscht_, sie hat jetzt eine Aubildung zur Frisöse gemacht
    - ein Mathematikprofessor aus dem Kongo ist Lagerarbeiter in einem "Bauhaus" (wie der Name schon sagt ;) - seine Ausbildung wird in A nicht anerkannt.

    Alle drei sprechen perfekter Deutsch als manche Österreicher, leben in "geordneten" Verhältnissen usw. - nur ihre langjährige Ausbildung wird eben nicht anerkannt.

    So etwas ähnliches könnte ich mir bei dem Rumänen auch vorstellen.

    Grüße,
    Tomh

    • Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

      Alle drei sprechen perfekter Deutsch als manche Österreicher,
      q.e.d. :-þ

      *SCNR*

      • Antwort von nach 22 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: OT

        Alle drei sprechen perfekter Deutsch als manche Österreicher,
        q.e.d. :-þ

        *SCNR*
        "Hochdeutsch ist für den Österreicher eine Fremdsprache" (Roland Girtler)

        Und ich halte mich daran,
        Tomh

    • Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

      Hallo! So etwas ähnliches könnte ich mir bei dem Rumänen auch
      vorstellen.
      Naja, Rumänien ist EU, Albanien nicht. Das spielt schon eine Rolle.

      Gruß
      Tom

      • Antwort von nach 22 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

        Hi! Naja, Rumänien ist EU, Albanien nicht. Das spielt schon eine
        Rolle.
        Naja, EU ist ja nicht immer gleich EU ... und besonders bei den "Neuen" ist man ja immer ziemlich _vorsichtig_ ...

        Interessant wäre die Antwort des Bärentalers - weiß die jemand? Oder hat er den Hojac wieder vorgeschickt?

        Grüße,
        Tomh

        • Antwort von nach 23 Stunden 2 hilfreich
          Re^4: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

          Hallo! Interessant wäre die Antwort des Bärentalers - weiß die
          jemand? Oder hat er den Hojac wieder vorgeschickt?
          Ja die Antwort würde mich auch interessieren. Vom Hojac hört man aber derzeit nichts nach seiner Verurteilung;-)

          Gruß
          Tom

          • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
            Re^5: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

            Hi! Ja die Antwort würde mich auch interessieren. Vom Hojac hört
            man aber derzeit nichts nach seiner Verurteilung;-)
            Ein Argument wäre, dass dann die Ortstafeln auch noch rumänisch beinhalten müßten, wenn das so weitergeht ;)

            Den Hojac sieht man derzeit nur von den Plakaten grinsen; er meidet wahrscheinlich die Öffentlichkeit, um seine Leibwächter besser im Griff zu haben ;)

            Allerdings haben die orangen Ziegenpeters ein neues Klientel im Auge :) - siehe http://img166.imageshack.us/img166/9608/ballesterers...

            Grüße,
            Tomh

            • Antwort von nach 2 Tagen 3 hilfreich
              [MOD] Bitte zum Thema (des Bretts) zurück

              Huhu!

              Ich finde Eure Diskussion aus Piefke-Sicht ja nicht uninteressant, aber hier ist Arbeitsrecht...


              LG
              Guido

  2. Antwort von nach 5 Stunden 3 hilfreich
    Re: Fragen an Jörg Haider, gestern auf Ö3

    Hallo! Gestern gab es anlässlich unserer bevorstehenden
    Nationalratswahl eine Fragestunde mit einem Politiker, diesmal
    war JH drann.

    Eine Frau, österr. Staatsbürgerin, beklagte das Schikcsal
    ihres Lebensgefährten, der rumänischer Staatsbürger ist und
    bei ihr in Österreich lebt.
    Er soll in Rumänien sein Abitur gemacht haben und auch noch
    eine andere Ausbildung und jetzt in Österreich dürfte er keine
    Arbeit gemäß seineer Qualifikation annehmen, sondern nur
    Hilfsarbeiterjobs.
    Europarechtlich anzuerkennen ist immer nur eine gesamte Ausbildung als Zugangsvoraussetzung zu einem Beruf, nicht aber ein einzelner Abschluss. Das bedeutet, dass eine Matura eines anderen EU-Landes ebenso wie ein Universitätsabschluss noch nicht automatisch anerkannt wird. Ich hab ja keinen blassen Schimmer, wie diese
    Arbeitsbewilligungen für Ausländer aussehen, aber ich kann mir
    nur sehr schwer vorstellen, dass man jemanden eine
    Arbeitsbewilligung ausstellt und diese dann auf
    Handlangertätigkeiten beschränkt.
    Sie ist zunächst (1 Jahr) sogar nur auf einen Arbeitsplatz beschränkt (Beschäftigungsbewilligung), die nur vom Arbeitgeber beantragt werden kann, weshalb der Arbeitnehmer in dieser Zeit auch dem Arbeitgeber ausgeliefert ist. Eine neue kriegt er nämlich erst dann, wenn ein andere Arbeitgeber eine beantragt und diese auch erteilt wird. Diese wird wiederum nur dann erteilt, wenn für den Arbeitsplatz kein (alter) EU-Bürger zur Verfügung steht. In der Praxis führt die Regelung zu einer massiven Diskriminierung von Ausländern vor allem im ersten Arbeitsjahr, weil sie de facto keine Rechte geltend machen können.

    Als EU-Bürger ist ein Rumäne dann aber nach einem Jahr legaler Arbeit mit Beschäftigungsbewilligung den alten EU-Bürgern gleichgestellt, braucht also keine Bewilligungen mehr. Zum konkreten Fall kann man daher ohne Kenntnis aller Details nicht viel sagen.

    Gruß
    Tom



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!