Re^2: Kostenloses 'Probearbeiten' = Ausnutzung?
Hallo.
zulässig: Ja, üblich nicht unbedingt. Das machen eigentlich
nur Firmen, deren Führungspersonal nicht in der Lage ist ein
vernünftiges Auswahlverfahren durchzuführen. Andere Firmen
könne auch ohne dieses unseriöse Mittel Personal rekrutieren.
Ich würde mich nicht auf Probearbeiten einlassen. Wenn die
Firma sich ein Bild über den Bewerber machen will, gibt es
andere, weitaus bessere Methoden.
Bei uns ist es tatsächlich üblich, auch bei etwas qualifizierteren Stellen im kaufmännischen Bereich. 3 Tage finde ich ein bißchen lang, uns genügt in der Regel ein halber bis maximal ein ganzer Tag.
Du übersiehst, dass dieses "Probearbeiten" ja nicht nur für den AG sinnvoll ist, sondern auch für den Arbeitnehmer. Ich kann dem nämlich im stillen Vorstellungs-Kämmerlein viel erzählen, über den Job, die Kollegen, das Klima usw. und in Wahrheit ist alles ganz anders.
Wenn er sich mal einen Tag in die Abteilung reinsetzt, sich mit den Kollegen beschnuppert und mal einen Arbeitstag im Ablauf kennenlernen darf, gewinnt auch der Bewerber wichtige Erkenntnisse, die ihm bei der Entscheidung für oder gegen einen Job helfen dürften. Bisher waren alle meine Bewerber von der Idee sehr angetan und haben es gerne wahrgenommen.
Ein "Ausnutzen" kann ich hier nicht feststellen, der Bewerber nimmt ja den Mitarbeitern kaum Arbeit ab, verursacht eher welche, da man sich mit ihm beschäftigt, zeigt, erklärt usw. und das alles mit offenem Ergebnis.
Gruß, Inli