Digital-TV am PC ohne Bob/Weave? ohne Halbbilder?

Von: , Frage gestellt am Fr, 3. Sep 2004

Hi Kenner,

ich erwäge die Anschaffung einer TV-Karte für digitalen Sat-Empfang. Bei analogen TV-Karten haben sich horizontal bewegende Objekte an den seitlichen Rändern kammartige Ausfransungen, hervorgerufen durch die wechselnde Halbbildsendung des Signals.

Frage:
Ist dieses Problem bei digitalem Sat-Empfang passé? Werden die TV-Bilder beim digitalen TV immer noch mit abwechselnd geradzeiligen/ungeradzeiligen Halbbildern gesendet?

Wär' absolut toll, wenn das hier jemand weiß - der Fachhandel ist mit dieser Frage völlig überfordert.

Vielen Dank und Grüße
-R o b.

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
    Re: Digital-TV am PC ohne Bob/Weave? ohne Halbbild

    Hallo R o b. Frage:
    Ist dieses Problem bei digitalem Sat-Empfang passé? Werden die
    TV-Bilder beim digitalen TV immer noch mit abwechselnd
    geradzeiligen/ungeradzeiligen Halbbildern gesendet?
    JAIN,

    Bei der analogen Übertragung wurde das Bild in Halbbilder zerlegt um das Flimmern zu veringern. Die Horizontale Lage eines Bildpunktes wird durch die Lafzeit bestimmt, was bei dir, wohl durch Digitalisierungsfehler, zu dem Effekt führt.

    Bei den digitalen Verfahren ist die horizontale Lage eines Bildpunktes eindeutig definiert, allerdings werden, zur Datenreduktion, nicht dauernd alle Bildpunkte übertragen, sondern nur diejenigen welche sich gegenüber dem letzten Bild verändert haben. Dies ergibt das Problem, dass bei einem Kameraschwenk und sehr unregelmässigem Hintergrund das Bild unscharf wirkt, da nicht alle Bildpunkte übertragen werden können.

    MfG Peter(TOO)

    • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
      Hmja, das isset nich so ganz...

      Hallo Peter,

      erst einmal danke für Deine Antwort. Ich habe aber meine Frage wohl zu mehrdeutig formuliert, daher ein neuer Versuch: Frage:
      Ist dieses Problem bei digitalem Sat-Empfang passé? Werden die
      TV-Bilder beim digitalen TV immer noch mit abwechselnd
      geradzeiligen/ungeradzeiligen Halbbildern gesendet?
      Bei der analogen Übertragung wurde das Bild in Halbbilder
      zerlegt um das Flimmern zu veringern. Die Horizontale Lage
      eines Bildpunktes wird durch die Lafzeit bestimmt, was bei
      dir, wohl durch Digitalisierungsfehler, zu dem Effekt führt.
      Soweit alles klar. Aber:
      Beim PAL-TV werden die Bilder (wie Du richtig erwähntest) in Halbbilder zerlegt und zwar solchermaßen, daß zuerst die Zeilen 1, 3, 5, 7 etc. und danach 2, 4, 6, 8 etc. übertragen und angezeigt werden.

      Beim PC-Monitor allerdings geschieht der Zeilenaufbau kontinuierlich (1, 2, 3, 4 etc.) was bei der Wiedergabe der Halbbilder nur dann unproblematisch ist, wenn die vertikale Frequenz des Monitors in einem ganzzahligen Verhältnis zu den 25 Hz (Bildern/Sekunde) des TV steht.

      Aber auch bei der digitalen Kodierung wäre es doch denkbar, daß man zunächst die ungeraden und dann (eine fünfzigstel Sekunde später) die geraden Zeilen übermittelt - der Kammsaumeffekt bei horizontal bewegten Bildobjekten wäre derselbe wie beim analogen TV.

      Darum meine Frage:
      Mit welchem Bildaufbau arbeitet der beim digitalen TV verwendete Kodierungsstandard? Halbbilder oder Vollbilder? Kammsaumeffekt oder nich'? Bessere Bildqualität auf dem PC oder nicht'?

      Diese Ausführung berührte zwar nicht das Gebiet meiner Frage, ist aber trotzdem sehr interessant, denn... Bei den digitalen Verfahren ist die horizontale Lage eines
      Bildpunktes eindeutig definiert, allerdings werden, zur
      Datenreduktion, nicht dauernd alle Bildpunkte übertragen,
      sondern nur diejenigen welche sich gegenüber dem letzten Bild
      verändert haben. Dies ergibt das Problem, dass bei einem
      Kameraschwenk und sehr unregelmässigem Hintergrund das Bild
      unscharf wirkt, da nicht alle Bildpunkte übertragen werden
      können.
      ...die Datenreduktion arbeitet bekanntermaßen dynamisch, d. h., daß bei schnellen Bildänderungen die Bildqualität heruntergefahren werden muß, wenn man einen kontinuierlichen Pictureflow (konstant 50 fps) behalten will - ergo: will man Rauschen (größtmögliche Bildänderung) übertragen, so kommts zu Artefakten.
      Es wäre aber auch denkbar, daß die dynamische Kompression auch asynchron dynamisch ist: Bei Bildern mit einer niedrigen Datenrate wird die aktual nicht benötigte Bandbreite für zusätzliche Informationen späterer Bilder mit schnellem Bildwechsel verwendet, also, die freie Kapazität für spätere Rushs genutzt.

      Wie ist das nun tatsächlich? Bin gespannt...

      Grüßken :o)
      -R o b.

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