Entbindungskosten bezahlen?

Hallo,
ich (23J)schildere kurz meine Situation. Ich lebe nun mehr als seit 2 Jahren mit meiner Freundin (22J)zusammen. Ich bin Alleinverdiener (1800 netto). Meine Freundin bekam kein ALG II noch Sozialhilfe, was wir auch nicht verlangt haben. Sie war lediglich nur beim Sozialamt krankenversichert bzw. über die AOK bis zum 31.12.2004.
Nun das Problem:
Am 18.11.2004 hat meine Freundin entbunden. Wochen später bekamen wir einen Brief, dass meine Freundin die Entbindungskosten in Höhe von
5.500 Euro bezahlen soll. Sie gab an, dass sie kein Vermögen und Verdienst hat. Das Sozialamt akzeptierte dies. Nach einiger Zeit wurden mir diese Kosten nach § 1615 BGB auf mich übergeleitet - ich sollte diese Kosten bezahlen.
Hinzu kommt: Die Krankenversicherung wurde von heute auf morgen, ohne dass ich im Vorfeld einen Brief bekam, zum 31.12.2004 nicht mehr übernommen. So stand meine Freundin, die kürzlich entbunden hatte und regemäßig zur Nachuntersuchung gehen müsste und mein 3 Monat (!) altes Baby ohne Krankenversicherung da. Es hat 4 Monate gedauert, bis ich meinen Sohn zu meiner Versicherung nehmen konnte und meine Freundin ließ sich wieder über ihren Vater versichern.

Nun die Frage: Wir haben uns bei der Bank insgesamt einen Kredit in Höhe von ca. 6.500 Euro genommen, damit wir die Babyausstattung und die nötigen Sachen für das Kind uns kaufen konnten. Mit dem Kredit haben wir auch unsere anderen nötigen Möbeln (Waschmaschine) und uns ein Auto finanziert.
Und nun soll ich die Entbindungskosten in Höhe von 5.500 Euro bezahlen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt versichert war und beide in meiner Wohnung leben und ich sie mit meinem Verdienst versorge. Wie kann man dagegen vorgehen?
Ich empfinde dies als eine Art Strafe, warum wir ein Kind in die Welt gesetzt haben, obwohl jeder weiss, dass es in der BRD die Geburtenrate Jahr für Jahr sinkt.
Hoffe eine/r kann mir dabei helfen.
Danke
bye
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Bei uns wars so
Hallo,

als wir nach Deutschland kamen, habe ich meine Frau offiziell als meine Sekretärin eingestellt, so daß sie automatisch bei der AOK versichert wurde. Beim Eintritt in die AOK war sie im 3. Monat. Ein Jahr später kam ein Brief, in dem die AOK sämtliche mit Schwangerschaft und Geburt zusammenhängenden Versicherungsleistungen zurückforderte. Das waren auch etliche tausend Mark. Bis dahin hatte ich erst etwa zweitausend Mark in die AOK eingezahlt.

Ich beschwerte mich - höflich, aber nachdrücklich - schriftlich beim AOK-Oberchef unserer Großstadt. Ich argumentierte, daß die Schwangerschaft niemals der AOK verheimlicht wurde, und daß uns die AOK auch niemals darauf hingewiesen hat, daß sie besagte Kosten nicht übernehmen wolle.
Der antwortete mir, er bedaure diesen Vorfall, den er selbstverständlich storniert habe. Das Entschuldigungsschreiben des betreffenden Abteilungsleiters, das ich verlangt hatte, werde es jedoch nicht geben, da dieser für längere Zeit nicht mehr im Dienst sein werde.

Das war vor bald 20 Jahren.

Gruß

Pavel

Hallo!

Das ist ja wirklich eine schwierige Situation. Bei mir war es ähnlich - Schwangerschaft und keine Krankenversicherung und in so einem Zustand will einen natürlich auch keiner mehr aufnehmen.
Ich verstehe wirklich nicht, warum Ihr die Entbindung zahlen sollt, obwohl sie zum Zeitpunkt der Entbindung krankenversichert war?!
Wenn Ihr diese Kosten jetzt allerdings wirklich bezahlen müßt und aber absolut keine Möglichkeit habt, hätte ich den Kontakt zu einer Stiftung, die oft weiterhilft - je nach Verdienst mit einer Spende oder einem zinslosen Darlehen oder einer Mischung aus beidem.
Wenn Du möchtest, schreib mir eine Mail, dann leite ich den Kontakt gerne an Dich weiter…
Aber erstmal würde ich mich da nochmal mit dem Sozialamt auseinandersetzen, denn irgendwas scheint da ja nicht zu stimmen…

Ich wünsch Euch auf jeden Fall viel Glück und alles Gute!

Gruß,
M.

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