17 Jahr und eigene Wohnung? Was sagt das Amt?

Hallo,

meine Tochter (17,5) möchte nicht mit mir umziehen (Ortswechsel) und stattdessen eine eigene Wohnung nehmen.
Grund: Sie kennt dort niemanden und rechnet sich auch keine Chancen aus, jemanden kennenzulernen, wüßte auch nicht wo und wie (so ihre Worte). Einwände meinerseits sind absolut sinnlos. Diskussionen geht sie möglichst aus dem Weg.

Dem steht ganz allgemein folgendes entgegen:

  1. Sie hat keine Ausbildung bisher, sitzt momentan komplett zu Hause (Eigenverschulden), Termin beim Berufsberater ist im November - keiner weiß, ob da was bei raus kommt. Die Möglichkeit, sich ein paar Euros zu verdienen inzwischen, hat sie abgebrochen.
    Demzufolge: Sie hat keinen Cent Geld. (Einzig Kindergeld und Unterhalt vom Vater stünden ihr dann ja zu.)
  2. Sie ist m.M. nach längst noch nicht „reif“ für eine eigene Wohnung, weil sie absolut keinen Plan hat, wie man Gelder einteilt, sie steckt alles Geld ins Handy und ist im allgemeinen eher sehr leichtisinnig (auch im tägl. Leben).
  3. Sie kommt nicht von A nach B weil sie keinen Mopedschein o.ä. hat. Fahrradfahren mag sie nicht mehr, sie hat eines.
  4. Sie hat wahrscheinlich leider nicht einmal nur annähernd eine Ahnung, was alles auf sie zukommt an Kosten und Verpflichtungen, wenn man eine eigene Wohnung hat. Wie schon erwähnt möchte sie nicht mit mir über solche Dinge sprechen.

Jetzt könnte ich sie natürlich einfach los lassen und sich den Kopf einrennen lassen. Das Ende vom Lied wäre dann sicherlich dass sie zum einen irgendwann vor meiner Tür steht und Einlass begehrt (es wird auch ein Gästezimmer geben, was ursprünglich für sie bestimmt war und ich wäre nicht ihre Mutter, wenn ich sie nicht wieder einlassen würde).
Zum anderen aber hätte sie dann mit Sicherheit einen Batzen Schulden am Hals und das wäre wohl etwas schlimmer, denn ich kann ihr da nicht heraus helfen.

Ich frage mich nun natürlich auch, ob sie vom Sozialamt überhaupt eine Unterstützung bekommen würde. Sie ist ja noch nicht mal 18, hat eigentlich ein ordentliches zu Hause und es gibt auch keinen nennenswerten Ärger bei uns.
Kann es nicht auch sein, dass das Amt sich generell quer stellt?

Wie ihr sicher schon meinem Beitrag entnehmen könnt, bin ich dagegen, dass sie sich eine eigene Wohnung nimmt, weil ich der Meinung bin, objektiv einschätzen zu können, dass Sie keine Reife eines fast 18 jährigen Fräuleins besitzt sondern vielleicht gerade mal so knapp 16 Jahre…ganz knapp.
Das ist nicht allein meine Einschätzung, so in etwa hat sich auch schon ihre Klassenlehrerin vor 2 Jahren geäußert.
Ich möchte hier ganz sicher nicht nur die negativen Dinge herauspicken. Leider ist es aber auch so, dass sie relativ faul ist.
Sie borgt sich auch von Freunden Geld, ohne darüber nachzudenken, wie oder wann sie es zurückgeben kann. Immer nach dem Motto „… wird schon irgendwie klappen“.

Abschließend noch so viel:
Ich weiß, dass wir alle mal jung und unvernünftig waren und dass auch ich viele Fehler gemacht habe. Aber als Mutter eines nicht volljährigen Kindes bin ich verpflichtet und sehr gewillt, mir Gedanken und Sorgen darüber zu machen.
Kann mir jemand im Bezug auf die Sozialamt-Angelegenheit etwas näheres sagen?

danke
daydream

Hallo Daydream,

meines Wissens ist es nicht verboten eine 17-Jährige alleine wohnen zu lassen. Nur wird sich kaum ein Vermieter finden, der einer Minderjährigen (und das ist sie mit 17 Jahren noch!) einen Mietvertrag anbietet bei dem die Eltern nicht mitunterschrieben haben.
Sprich: solltest du gewillt sein für den Unterhalt (Miete, Nebenkosten, Kleidung, Ernährung, etc.) deiner Tochter aufzukommen, dann nur zu!

Die
Möglichkeit, sich ein paar Euros zu verdienen inzwischen, hat
sie abgebrochen.
Einzig Kindergeld und
Unterhalt vom Vater stünden ihr dann ja zu.

Wovon will deine Tochter denn leben?
Kindergeld steht den Eltern zu!!!

Sie ist m.M. nach längst noch nicht „reif“ für eine eigene
Wohnung

So sehe ich das auch!

Aber als Mutter eines
nicht volljährigen Kindes bin ich verpflichtet und sehr
gewillt, mir Gedanken und Sorgen darüber zu machen.

Meine höchst persönliche Meinung:
Wenn mit deiner Tochter nicht vernünftig zu reden ist uns SIE (!) kein durchdachtes Konzept auf den Tisch legen kann wie SIE SICH (!) ihr Leben alleine finazieren kann, so würde ich die junge Dame ohne große Worte beim Unzug einfach mitnehmen.
Sollte ihr das nicht passen, so soll sie sich doch gefälligst auf ihren Hosenboden setzen und sich selbst darum kümmern wie´s weitergeht und nicht ihrer Mutter den ganzen Kram überlassen! Soll sich Madame doch selbst mal beim Sozialamt etc. schlau machen lassen.

Grüße von
Tinchen

Hi!

Die Sache ist doch ganz einfach: kein Geld - keine Wohnung.

Welcher Vermieter würde wohl einer jungen Dame eine Wohnung vermieten, die keinen Job, kein Geld und keine Bürgschaft von den Eltern vorweisen kann?

Du solltest sie mitnehmen und ihr helfen, eine Lehrstelle zu finden. Sonst ist sie in 2 JAhren nur noch auf dem Heiratsmarkt vermittelbar.

Grüße,

Mathias

Ich werde das ganz sicher nicht tun
Hallo,

damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich werde einen Teufel tun, für Sie in Erfahrung zu bringen, was und ob das Sozialamt ihr helfen würde. Ich wollte hier nur einmal meine eigene Meinung bestätigt wissen, dass kein Amt (und auch kein Vermieter) einer 17 jährigen mit intaktem Elternhaus eine Wohnung und Unterstützung gibt, wenn sie nichts tut und ganz offensichtlich auch nicht will.
Und ganz abgesehen davon ob ich wöllte - ich würde sie dahingehend gar nicht finanziell unterstützen können. Und nein, ich würde es auch nicht tun, wenn ich es könnte, denn ich muss auch etwas tun für mein Geld und mir hat niemand ein Sparbuch zum 18. Geburtstag gereicht. Ich habe jedes einzelne Möbelstück selbst verdient & ebay gab es damals noch nicht.

Grüßle
daydream

Hallo Daydream,

meines Wissens ist es nicht verboten eine 17-Jährige alleine
wohnen zu lassen. Nur wird sich kaum ein Vermieter finden, der
einer Minderjährigen (und das ist sie mit 17 Jahren noch!)
einen Mietvertrag anbietet bei dem die Eltern nicht
mitunterschrieben haben.
Sprich: solltest du gewillt sein für den Unterhalt (Miete,
Nebenkosten, Kleidung, Ernährung, etc.) deiner Tochter
aufzukommen, dann nur zu!

Die
Möglichkeit, sich ein paar Euros zu verdienen inzwischen, hat
sie abgebrochen.
Einzig Kindergeld und
Unterhalt vom Vater stünden ihr dann ja zu.

Wovon will deine Tochter denn leben?
Kindergeld steht den Eltern zu!!!

Sie ist m.M. nach längst noch nicht „reif“ für eine eigene
Wohnung

So sehe ich das auch!

Aber als Mutter eines
nicht volljährigen Kindes bin ich verpflichtet und sehr
gewillt, mir Gedanken und Sorgen darüber zu machen.

Meine höchst pers

önliche Meinung:

Wenn mit deiner Tochter nicht vernünftig zu reden ist uns SIE
(!) kein durchdachtes Konzept auf den Tisch legen kann wie SIE
SICH (!) ihr Leben alleine finazieren kann, so würde ich die
junge Dame ohne große Worte beim Unzug einfach mitnehmen.
Sollte ihr das nicht passen, so soll sie sich doch gefälligst
auf ihren Hosenboden setzen und sich selbst darum kümmern
wie´s weitergeht und nicht ihrer Mutter den ganzen Kram
überlassen! Soll sich Madame doch selbst mal beim Sozialamt
etc. schlau machen lassen.

Grüße von
Tinchen

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Moin moin,

zunächst mal klingt die Geschichte eher nach Eltern und Erziehung als nach Ämter und Behörden.

Wenn Deine Tochter bei der Wohnungssuche und Geldbeschaffung über Ämter einen ähnlichen Einsatz zeigt wie bei der Jobsuche, kannst Du wohl ganz entspannt abwarten, zumal ja, wie schon unten angemerkt, jeder normale Vermieter die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten fordert.

Das eigentliche Problem scheint eher zu sein, dass Deine Tochter einem Gespräch aus dem Weg geht und mögliche Probleme dadurch lösen will, dass sie sie einfach ignoriert.

Vielleicht kann man Dir in den Brettern Unterricht und Erziehung oder Eltern-Kinder helfen.

Gruß

ALex