Bauen bei Hartz IV?

Familie, er ist Umschüler, sie Hausfrau und Mutter von 4 Kindern.Familie bekommt Arbeitslosengeld II. Die Familie muß umziehen wegen Platzmangel.Die komplette Miete beträgt warm 800 EUR.
Sie erkundigten sich über Hausbau/Eigenheimzulage. Dabei ist herausgekommen das der Abtrag 450 Euro monatlich betragen würde.

Zur Zeit bekommt die Familie vom Amt 432 Euro für die Kaltmiete.
Frage:
Wie sehen die Chancen aus das das Amt statt der KM den Abtrag für das Haus übernimmt?

Was passiert mit der Eigenheimzulage?Ist es richtig das diese zu dem Einkommen gerechnet wird?

Hallo!

Wie sehen die Chancen aus das :das Amt statt der KM den :Abtrag für das Haus :übernimmt?

Die Chance ist genau Null. Außerdem wird sich keine finanzierende Bank finden lassen.

Was passiert mit der :Eigenheimzulage?

Wer in den nächsten 4 Tagen, also bis zum 31. 12. 2005, eine Wohnimmobilie zur eigenen Nutzung kauft, kann die Eigenheimzulage beantragen. Danach ist Schluß. Die Eigenheimzulage ist abgeschafft.

Unabhängig von der Eigenheimzulage funktioniert das Ansinnen nicht, ohne Einkommen und ohne Eigenkapital, nur von HartzIV lebend, ein Haus zu bauen.

Gruß
Wolfgang

Das Eigenkapital ist vorhanden,eine Bank die dieses Vorhaben finanziert auch.
Die staatl. Förderungen wurden auch zugesagt.

Es geht jetzt lediglich darum ob das Amt statt der jetzigen Miete, den Abtrag übernimmt.

Hallo Hopi,

Es geht jetzt lediglich darum ob das Amt statt der jetzigen
Miete, den Abtrag übernimmt.

NEIN!
Es wird keinerlei Abtrag der Schulden übernommen. Ob eine Chance auf Übernahme der ZINSEN besteht kann dir die Agentur für Arbeit benatworten.

Nebenbei:
Nimm dir Wolfgangs Tipp zu Herzen! Was nützt es vom „Arbeitsamt“ momentan die Zinsen für den Kredit zum eigene Häuschen zu bekommen wenn die Finanzierung auf wackeligen Füssen steht (Hartz 4 & Hausfrau!), dass die Gefahr die Hütte demnächst doch verkaufen zu müssen recht wahrscheinlich ist. Wer aus einer finanziellen Notlage eine Immobilie verkaufen MUSS macht immer Verlust!

Grüße von
Tinchen

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Ne wirklich lustige Frage. Du glaubst also, dass der Staat für euch den Kredit bezahlt und ihr könnt dann in ein paar Jahren sagen, das Häuschen ist unser. Wirklich lustige, du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Allgemeinheit euch euer Haus finanziert.

Gruß

Phoebe

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Liebe Phoebe!
1.Geht es nicht um mich,sondern um Freunde von mir.
2.Geht es ihnen nicht darum das „die Allgemeinheit“ ihnen das Haus finanziert.

Beide haben immer gearbeitet.Sie ist jetzt Mutter und Hausfrau er macht durch eine Umschulung einen beruflichen Neuanfang.
Also,nicht zu Hause rumgammeln und erstmal für nix kassieren sondern gleich wieder jeden Tag hoch.

Während dieser Umschulungsphase bekommen sie vom Amt die KM,wie oben bereits erwähnt.

Die Familie muss aus Platzmangel umziehen.Was bedeuten würde das die Kaltmiete wesentlich höher ausfallen würde als wenn sie Bauen.

Hallo,
passt auf mit der Geringen Zahlung (Abtrag).
Das sind oft die windigen Versprechungen der Verkäufer.
Die nehmen z.B. die Eigenheimzulage und die sonstigen Förderungen und rechnen die auf den Monat um, obwohl es die Zahlungen nur ein- bzw. zweimal im Jahr gibt.
Und irgendwann fällt die Leistung weg - dann müsst ihr alles alleine zahlen - ohne irgendwelche Hilfe.
Da gehen eine Menge Häuser und Wohnungen in die Zwangsversteigerung.

Gruß
HaWethie

Hallo Hopi,

Das Eigenkapital ist vorhanden

Wenn Eigenkapital vorhanden ist, warum gibt´s dann Hartz 4?
Hartz 4 setzt Bedürftigkeit voraus.

Grüße von
Tinchen

Hi!

Wenn Eigenkapital vorhanden ist, warum gibt´s dann Hartz 4?

Wenn ich mich recht erinnere, dann darf sehr wohl ein privates Vermögen bei ALGII Empfängern bestehen.
Es gibt einen Freibetrag. Ich glaube es waren 200,- € pro Lebensjahr für Personen, welche nach 1948 gebohren sind.
Für Personen vor 1948 sind es 520,- € (?) pro Jahr.
Gruß!
Stephan

Korrektur
gebohren
Jau! Einmal Handwerker - immer Handwerker … :smile:
geboren
Gruß!
Stephan

Das Eigenkapital ist vorhanden, eine Bank die dieses Vorhaben
finanziert auch.
Die staatl. Förderungen wurden auch zugesagt.

Die Banken sind heutzutage gesetzlich gezwungen (Kreditwesengesetz) die Kriterien zur Vergabe für Kredite zu prüfen.

Eine wesentliche Voraussetzung ist die Bedienbarkeit der monatlichen Belastungen über das Einkommen des Kreditnehmers. In diesem konkreten Fall hat der Kreditnehmer kein diesbezügliches Einkommen und die Bank wird sich hüten hier einen Kredit zu gewähren. Das ist wohl eher wunschdenken. Eine Bank, die Gesetze bricht, um einen Kunden zu halten, hab ich noch nicht kennen gelernt.

Gruß,
Gerhard

Wird ja immer doller …
Hallo Hopi und alle anderen hier …

finde die Frage und die dahinter steckende Idee schon nicht mehr absurd sondern dreist. So etwas unverschämtes … ALG II soll für Bedürftige sein, um den Lebensunterhalt sicher zu stellen … Wenn man es zu einem Zeitpunkt bezieht, weil man selbst nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt ok - aber dann noch den Anspruch auf die eigenen vier Wände stellen … wenn das durchgeht, will ich wissen, welche Stelle da genau für das ALG II zuständig ist … da will ich auch mal einen Antrag stellen …

Und zu den Platzproblemen: Ich ländlichen Gegenden werden Wohnungen schnell mal als beengend bezeichnet, wenn man mit großen Familien darin wohnt, während man in Berlin oder München ziemlich oft mit wenig qm vorlieb nimmt.
Ohne die Situation näher zu kennen und beurteilen zu wollen - Träume sollten Träume bleiben, was jetzt aufgrund finanzieller Möglichkeiten nicht drin ist, kann ruhig noch etwas warten.
B.t.w. leider hast du nicht geschrieben, wie alt die Kinder sind. Aber auch mit vier Kindern kann man arbeiten gehen. Meine Mutter ist über Jahre arbeiten gegangen, obwohl sie alleinerziehende Mutter von vier Kindern war/ist.

Gruß
Molika

PS: Die meisten Fragen lassen sich entweder durch persönliche Vorsprachen oder Telefonate bei den entsprechenden Stellen klären …

Hallo!

Es geht jetzt lediglich darum ob das Amt statt der jetzigen
Miete, den Abtrag übernimmt.

NEIN!
Es wird keinerlei Abtrag der Schulden übernommen. Ob eine
Chance auf Übernahme der ZINSEN besteht kann dir die Agentur
für Arbeit benatworten.

Nebenbei:
Nimm dir Wolfgangs Tipp zu Herzen! Was nützt es vom
„Arbeitsamt“ momentan die Zinsen für den Kredit zum eigene
Häuschen zu bekommen wenn die Finanzierung auf wackeligen
Füssen steht (Hartz 4 & Hausfrau!), dass die Gefahr die Hütte
demnächst doch verkaufen zu müssen recht wahrscheinlich ist.
Wer aus einer finanziellen Notlage eine Immobilie verkaufen
MUSS macht immer Verlust!

Was soll´s, dann geht man in die Privatinsolvenz und hat nach 7 Jahren Hart 4 eine neue Chance…

Unglaublich…

Grüße,

Mathias

Ich finde die Frage nicht so absurt
Hallo,
mal vorneweg: es klingt natürlich sehr befremdlich, wenn man sich sozusagen „von der Allgemeinheit“ ein Haus finazieren läßt. Da schüttelt man den Kopf, da kommt Neid und Mißgunst auf, alles verständlich. Nur möchte ich mal Folgendes zu bedenken geben:
Ein Freund von mir, 54, Grafikdesigner und leider inzwischen ALG II - Empfänger hat noch 3 Jahre an seinem Haus zu bezahlen - ganze 370 € im Monat. Die Rechtslage ist die, daß der Staat prüft, anschließend die Zinsen bezahlt, aber NIE für die Tilgung aufkommt. Was sagt Ihr nun als Gemeinschaft der Versicherten? Sollen wir Ihm das Haus lieber abnehmen? Sollen wir ihn lieber in eine 550€ teure Mietswohnung stecken? Was sollten wir tun, wenn einer noch 10 Jahre an seinem Haus abzuzahlen hat? Was bei 15 oder 20 Jahren? In der Regel, wenn der Wohnraum nicht völlig überzogen ist (und das ist er ja in aller Regel nicht) bekommt doch keiner sein Haus weggenommen. Sollten wir nicht darüber nachdenken, ob es Uns als Bürger in Einzelfällen nicht günstiger kommt, jemandem bei der Finanzierung eines Hauses zu helfen? Mal allen Neid über Bord geworfen… Es ist jedenfalls eine Überlegung wert. Immerhin schenken wir Ihm ja kein Geld, tilgen muß er selbst, aber wir müssen der Bank halt die Taschen füllen. Vielleicht gäbe es da ja auch noch Möglichkeiten. Sonderkredite, KFW, staatlich verordnetes Sozialverhalten der Banken :smile: … was weiß ich… aber ich hätte gerne die günstigste und menschlichste Lösung.
Grüße ILAY

Hallo Hopi,

Liebe Phoebe!
1.Geht es nicht um mich,sondern um Freunde von mir.

gut, dann geht es nicht um dich, sondern um Freunde von dir. Was allerdings an den Tatsachen nichts ändert.

2.Geht es ihnen nicht darum das „die Allgemeinheit“ ihnen das
Haus finanziert.

Sicher geht es ihnen darum. Denn etwas anderes würde nicht passieren, wenn ihnen das Amt den Kredit fürs Haus zahlen würde. Dann würde die Allgemeinheit ihr Haus abbezahlen! Das kann es doch wohl nicht sein.

Mir fällt gerade ein, ich möchte auch gerne ein Haus, anstatt zur Miete zur wohnen. Könnte für mich bitte die Allgemeinheit den Kredit abbezahlen.

Ich finde es echt unverschämt wie manche Leute denken. Manchmal frage ich mich, ob sie überhaupt über ihrer Forderungen oder Vorstellungen eine Sekunde nachgedacht haben.

Beide haben immer gearbeitet.Sie ist jetzt Mutter und Hausfrau
er macht durch eine Umschulung einen beruflichen Neuanfang.
Also,nicht zu Hause rumgammeln und erstmal für nix kassieren
sondern gleich wieder jeden Tag hoch.

Schön, dann können sie ja mit dem Haus warten, bis er die Umschulung beendet hat und wieder normal verdient.

Während dieser Umschulungsphase bekommen sie vom Amt die
KM,wie oben bereits erwähnt.

Die Familie muss aus Platzmangel umziehen.Was bedeuten würde
das die Kaltmiete wesentlich höher ausfallen würde als wenn
sie Bauen.

Sicher, dass die Kaltmiete dann höher wäre? Ich glaube kaum, dass die Rechnung auf geht. Bauen ist, von der monatlichen Belastung gesehen, in den meisten Fällen teurer als Miete. Irgendwann rechnet es sich, wenn einem das Haus dann gehört. Das ist klar.

Aber selbst wenn die Miete höher wäre, es spielt keine Rolle. Das Amt übernimmt das nicht. Was auch gut so. Es wäre ja wie gesagt noch schöner, wenn die Allgemeinheit das Haus von deinen Freunden finanzieren würde.

Desweiteren würde mit Sicherheit die Bank genauso wenig mitspielen. Schließlich tragen sie das Risiko.

Haben deine Freunde mal so weit gedacht, was wäre, wenn der Mann nach der Umschulung keinen Job findet?! Das ist bei der derzeitlichen Arbeitsmarktsituation nichts ungewöhnliches. Sollte dann das Haus erstmal weiterhin von anderen finanziert werden?

Manchmal wundere ich mich echt, was in einigen Köpfen so vorgeht.

Gruß

Phoebe

Na, da solltest Du aber auch mal nachdenken…
Was genau meinst Du mit dem Wort „finanziert“?
Wir sollten an dieser Stelle das Wort „tilgen“ noch einführen.
Wer genau ist denn die Allgemeinheit?

Was glaubst Du, wie lange es schon die Eigenheimzulage gibt?
Was würdest Du schätzen, wieviele Tausend Euros von meinen und Deinen Abgaben in den Häusern fremder Leute stecken?

Also immer vorsicht Deinen Aussagen… Kein Sozialstaat wird jemanden ein Haus kaufen, darum gehts auch nicht. Nur leider fehlt vielen diese Trennung im Kopf, leider auch Dir.
Frag Dich mal, ob Du als Teil der Gesellschaft auch eine teurere Lösung in Kauf nehemn würdest, nur damit ja keiner auf Deine Kosten zu einem Haus kommt…

Grüße ILAY

ich stimme dir weitestgehend zu…
… aber leider ist denken meistens weder dem gesetzgeber noch den sozialbehörden, sofern sie ermessensspielraum haben, gegeben.

außerdem müßte ja, wenn tilgung übernommen würde (was ja durchaus auch sinnvoll sein kann, wie man an deinen beispielen sieht), die frage gestellt werden, wem das getilgte eigentum letztendlich gehört.
daß der begünstigte in dem haus wohnen können sollte, wenn durch ALGII getilgt würde, wäre noch einzusehen. aber wenn dem begünstigten daraus noch ein wertzuwachs entsteht, wäre das nicht nur der solidargemeinschaft nicht vermittelbar, sondern schlicht eine sauerei.
dann müßte die solidargemeinschaft damit anteilig eigentum an der immobilie erwerben und ins grundbuch eingetragen werden.

aber das wäre doch eine überlegung wert!

ich benutze hier absichtlich den begriff „solidargemeinschaft“, weil es leider viel zu wenigen klar ist, das wir selbst es sind deren geld dort ge- und verbraucht wird.

schöne grüße
ann

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Hallo,

denk doch nochmal über deine Antwort nach. Dann fällt dir wahrscheinlich selber auf, dass sie nicht so wirklich schlüssig ist.

Ich schließe mich übrigens AnnJabuschs Antwort auf deinen anderen Beitrag voll und ganz an.

Gruß

Phoebe

Naja, Tilgung wird ja eben NICHT vom Staat übernommen, damit kein Wertzuwachs entsteht. Alleine dieser Sachverhalt ist schon schwierig genug für jeden ALG II-Empfänger. 1% Tilgung im 1. Jahr, das kann normaler Weise keiner von ~340€ schaffen…also wird praktisch nix getilgt…
Selbstverständlich muß man solche Modelle genau vor diesem Hintergrund prüfen… Aber daß die Solidargemeinschaft jemanden „für lau“ einen Mehrwert schafft, nein, da sind wir uns einig, das hätte mit Solidarität nichts zu tun.

Grüße ILAY

Huch??
Äh, zunächst Danke für Deine Zustimmung, aber was ist an meiner Antwort nicht schlüssig?
Nochmal: Der Staat übernimmt die Zinsen, also Du und ich. Dafür übernehmen wir, also der Staat keine Miete, iss klar. Der ALG II-Empfänger sorgt für die Tilgung.
Du, nicht daß wir uns falsch verstehen, ich will nicht allen ALG II-empfängern ein Haus bauen, aber in Einzelfällen… warum nicht.

Das mit der „Trennung im Kopf“ meinte ich so: Bei den meisten Menschen entsteht das Bild, daß man ein Haus geschenkt bekommt. Und daß WIR, die Solidargemeinschaft, das auch noch bezahlen. Weit gefehlt. Wir schütten nur nicht das Geld in einen privaten Vermieter, sondern in eine Bank. Aber die Tilgung übernimmt der Empfänger.
Das klappt in den allermeisten Fällen eh nicht, aber man sollte so eine Idee nicht von Anfang an verteufeln. Laß die Bude 300000€ kosten, das ist schon eher günstig. Laß 1% Tilgung rechnen, das sind 3000 € im Jahr. Das sind fast 300€ im Monat - von 345€,die ihm zur Verfügung stehen? Also tilgt er weniger, dann wird die Kreditsumme nicht weniger…etc. Trotzdem könnte es ja Fälle geben, wo das sich rechnet. Wie gesagt, die Solidargemeinschaft soll KEINEN Mehrwert schaffen. Das hat mit Solidarität nix zu tun.
Grüße ILAY

PS: Stammt Dein Namen „Phoebe“ zufällig aus dem Roman „Im Eishaus“ von Minette Walters?