Sperre, obwohl der Job unerträglich ist ?

Hallo,

ich habe folgende Frage.

Im Mai 2005 habe ich meine Umschulung abgeschlossen. Daraufhin habe ich einen Monat später ALG 2 bekommen. Bis zum November. Da habe ich einen Job angenommen. Dieser Job ist aber unerträglich. Meine Vorgesetzte schreit mich fast ausschließlich an und wenn nicht, ist sie unfreundlich und zickig. Und Pause machen darf man 1. nur wenn man Frühschicht hat und 2. selbst dann ist das abhängig von ihrer Laune. Ich muss dazu sagen, das unsere Schichten nicht länger als 6 Stunden dauern, aber darf sie das so regeln ? Also Früh ja, Spät aber nicht ? Auf jeden Fall würde ich gerne wissen, unter welchen Umständen man selber kündigen darf, ohne eine Sperre zu bekommen.
Liebe Grüße,
Svenja

Hallo,

am Besten kündigt man, NACHDEM man sich auf ERFOLGREICH auf eine neue Stelle beworben hat. Und solange heißt es: Zähne zusammenbeißen.

Eine Bewerbung aus einem bestehenden, ungekündigten Arbeitsverhältnis ist immer erfolgversprechender als aus der Arbeitslosigkeit.

Nach dem was Du schilderst ist das kein Grund zum kündigen. Und so wird es auch das Arbeitsamt sehen. (Ich übrigens auch.) Da muss schon deutlich mehr zusammenkommen. Es gibt Firmen, die ihre Mitarbeiter mit Tschüß begrüßen (AEG z.B.).

Gruß

Peter

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Hallo Svenja,

versuche doch erst mal, das Problem zu lösen. Wenn Du Dich nicht traust, selbst mit der Chefin zu sprechen, schalte doch mal den Betriebsrat ein. Gibt es keinen, nehme doch Kontakt zu einer Gewerkschaft auf. Evtl. können die Dir helfen und den Rücken stärken. Parallel dazu bewirbst Du Dich woanders.

Mir stellt sich allerdings die Frage, warum Du unbedingt Pausen machen möchtest? Musst Du die Zeit hinterher nicht nacharbeiten? Ich war immer froh, wenn ich bei nur 6 Stunden Arbeitszeit die Pausen auslassen konnte. Dann war ich doch viel früher zu Hause. Leider muss man bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit eine Pause machen. Mir kam das immer wie verschenkte Zeit vor. Schreierei und Herumgezicke sind natürlich nicht akzeptabel. Hat sie denn einen Grund dazu, oder ist sie einfach so?

Viele Grüße

Anne

Tut mir leid dass es dich jetzt erwischt…
…aber dein Posting ist gerade da. Drum sehe es nicht persönlich wenn ich nun sage:

In diesen Arbeitsamt-bezogenen Brettern treiben sich ein Haufen Leute rum bei denen ich aus der Haut fahren könnte! Wieso erst kündigen und dann neu bewerben???

Der normale halbwegs intelligente Mensch sucht sich den anderen Job solange er noch einen hat!

Er glänzt dann auch nicht mit ständigen Lücken im Lebenslauf und macht sich so nicht unnötig das Leben schwer…
Was ein potentieller AG denkt wenn er so was sieht kann ich mir lebhaft vorstellen. Für viele dürfte es ein Ausschlusskriterium sein.

Der direkte Weg ins soziale Abseits…

Gruss Ivo

Mir tut es auch leid…
Du bist dann so einer, der der Meinung ist, wer in diesem Land mit 5 Mio. Arbeitslosen einen Job hat, der sollte auch froh und dankbar sein. Richtig ?
Aber mein Seelenheil ist mir wichtiger als alles andere. Und außerdem, wer Lücken im Lebenslauf hat, der landet noch lange nicht im sozialen Abseits.

Hallo,

na ja, sie schreit, weil der Laden halt nicht läuft. Kann er ja auch nicht, wenn die Mitarbeiter so behandelt werden. Sie ist übrigens der Meinung, sie hätte das Recht, uns so zu behandeln. Na ja, mal sehen, was die Woche so neues bringt.
Lg
Svenja

Hallo Svenja,

ach so, sie hat Existenzängste und Stress und lässt das an Euch aus. Nett! Suche Dir ganz schnell eine neue Stelle! Wenn der Laden nicht läuft, werdet Ihr sowieso bald arbeitslos. Selbst kündigen ist gar nicht nötig.

Wenn die Sache aber unerträglich wird und sich länger hinzieht, könntest Du überlegen, zu einem Psychologen zu gehen, mit ihm darüber sprechen und Dich zwischendurch krankschreiben zu lassen.

Viele Grüße

Anne

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Sich freiwillig von der BA gängeln lassen? Das will mir nicht in den Kopf. Ich habe durchaus eigene Erfahrungen mit dieser Behörde gemacht… nicht zuletzt deswegen arbeite ich heute mit Freude im Ausland und muss mich nicht mehr von dieser Behörde gängeln lassen.
Bin nicht mehr gezwungen jeden Job anzunehmen und muss mich nicht mehr mit Sperrzeiten auseinander setzen und als lästiger Bittsteller fühlen. Und v.a.: ich muss nicht mehr mit so wenig Geld mein Leben beschreiten, wie damals. (Auch wenn mein AlG I sicher noch mehr war als eine Friseuse so verdient - es tut aber an der Lebensquzalität einfach weh.))

Ich verstehe nur nicht wie man sich freiwillig aus einer Position der Stärke in eine Position der Schwäche befördern kann.
Es hindert dich doch keiner daran dich da weg zu bewerben.

Und es macht durchaus keinen guten Eindruck sich im Falle von Schwierigkeiten mit dem AG in die Arbeitslosigkeit zu flüchten… dann doch lieber zu einem anderen Arbeitgeber. Direkt.

Seelenheil in Ordnung bringen - gerne… aber wenn es irgendwie geht dann doch direkt ohne Umweg über die Arbeitslosigkeit die nur neue Probleme mit sich bringt und eine andere schlechte Situation aufzwingt, oder?

Gruss Ivo

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kann dich verstehen!
Hallo Zora!

Kann dich verstehen! Hab das selbe durchgemacht! Ich bin auch schon gemobbt worden und das Leben ist dann die Hölle auf Erden! Klar, alle sagen sei froh das du Arbeit hast aber wenn man seelisch kaputt ist bringt das einem überhaupt nix! Und mir ist auch klar das die „anderen“ nicht mitreden können, die das noch nicht erlebt haben!

Gruß, Sabrina