Hallo Florian,
so so, Dir platzt also deshalb der Kragen!
Meiner Meinung nach ist mein Vorschlag zwar etwas schwierig umzusetzen, aber das Klügste, was die junge Frau machen kann.
Wenn sie nämlich mit dem Mann zusammenzieht, hat sie langfristig betrachtet keinerlei Einkommen und ist auch nicht mehr sozialversichert. Der Mann hat keine Unterhaltsverpflichtung und vom Amt kommt auch nichts mehr. Sie wird dadurch total von ihrem Freund abhängig und ist völlig rechtlos.
Da wäre es besser, sie würde ihn heiraten. Nur so wäre ihre Existenz gesichert. Als unverheiratet zusammenlebende Frau bleibt ihr NICHTS! Sowas ist doch tiefstes Mittelalter. Bei sowas platzt MIR der Kragen!
Natürlich, solange sich beide gut verstehen und der Mann nett ist, wird sie von ihm ein paar Scheinchen bekommen. Aber was passiert, wenn sie mal eine andere Meinung hat als er? Wenn er sich in eine andere verguckt? Soll sie dann betteln? Oder sie flüchtet mit leeren Händen ins Frauenhaus! Dann bekommt sie auch wieder ALG II. Und „ihre“ Sachen bleiben bei ihm. Er hat sie schließlich bezahlt.
Oder sie wird krank - ohne Krankenversicherung!
Tolle Aussichten!!
Wenn sie vernünftig ist, wartet sie mit dem Zusammenziehen, bis sie wieder einen Job hat (Umzüge sind aber möglich - warum nicht in seine Nähe??) oder sie heiratet ihn. Wenn er vernünftig ist, wartet er… s.o… Wenn er sicher ist, dass sie die Frau seines Lebens ist und er sehr verliebt ist, heiratet er sie. Ganz einfach!
Ohne eine sichere finanzielle Basis hat eine Beziehung keine Zukunft!
Sollen sich die zwei ins Unglück stürzen, damit der Staat ein paar Euros beim ALG II spart? Ursache der hohen Ausgaben beim ALG sind nicht die arbeitsunwilligen Arbeislosen oder die verdeckten eheähnlichen Gemeinschaften sondern FEHLENDE ARBEITSPLÄTZE, die wegen falscher Wirtschaftspolitik weiten Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit verweigern, selbständig für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.
Genau dort sollten die Anstrengungen des Staates ansetzen und nicht indem man unverheirateten Paaren nachspioniert.
Viele Grüße
Anne
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