Den Job will ich nicht!

Hallo Ihr Lieben
ich weiß, das darf man heute nicht mehr sagen. Aber es gibt auch bei HartzIV - Empfang noch Grenzen.
Ich bekomme ergänzendes ALG II, weil ich noch kein Wohngeld beziehen kann (kein passender Steuerbescheid). Und darum muß ich alles tun, um mich selbst zu unterhalten. Jede Arbeit ist zumutbar…
Und seit einiger Zeit darf man auch in der Bewerbung auch nicht mehr kundtun, dass man für einen Job ungeeignet ist.
Es handelt sich um Outbound-Telefonie. Ich kann es wirklich nicht. Ich bekomme Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Zittern. Ich hasse es. Umgekehrt genau so. Ich finde es einfach eine Zumutung, wenn meine Bank mich dauernd anruft, ein Versandhaus, wo ich mal bestellte oder noch schlimmer, Leute belästigen mich, die meine Nummer irgendwo abgefischt haben.
Nun darf ich also nicht mehr sagen, dass ich dafür ungeeignet bin. Wie komme ich da glatt raus.
Die suchen ja nicht mal qualifiziertes Personal. Der Verschleiß ist enorm, jeder der halbwegs radebrechen kann wird auch genommen.
Vollzeit, Schichtdienst, 2 Stunden täglicher Arbeitsweg, DIESER Job und dass weil ich ein paar Euro zu meiner Selbstständigkeit und einem Nebenjob dazu erhalte.
Ich hatte bei der Aufnahme meines Profils gesagt, dass Outbound Telefonie für mich nicht in Frage kommt, aber das ist nicht durchgedrungen.
Doch, ich bin überaus arbeitswillig und ich würde eine Menge hinten an stellen für einen halbwegs guten Job. Für eine Festanstellung die mich erhält gebe ich auch meine Selbstständigkeit auf, keine Frage, dann muss das alles anders laufen.
Also mein Problem, unter all der aufgewühlten Wut und Verunsicherung:
Was darf ich beim Vorstellungsgespräch sagen und was nicht.
Ich bin wirklich ungeeignet, aber um das in der Probezeit zu beweisen, müßte ich meinen Nebenjob kündigen, und der ist im Moment ein echtes zweites Standbein. Den kriege ich auch nicht einfach so wieder.
Wie komme ich da glatt und fair raus?
Bitte helft mir ganz schnell, denn morgen ist das Vorstellungsgespräch. Und das nächste dieser Art lässt nicht lange auf sich warten
Lieben Dank
Susanne

Hallo, richtig helfen kann ich Dir auch nicht. Aber ich habe habe ne Bekannte, die dies auch gemacht hat (freiwillig und gerne, da ihr sowas liegt), auch die haben annähernd jeden genommen. Aber: Die haben sowas von heftigen Erfolgsvorgaben, das (zumindest im Unternehmen meiner Bekannten) über 80% nach einer Woche wieder gehen müssen. Du hättest also gute Chancen, das dies nur ne kurzfristige Sache wird.

Viel Glück
Armin

Hallo

Du hättest also gute Chancen,
das dies nur ne kurzfristige Sache wird.

Ich denke, das reicht ihr nicht, da sie ja ihren Nebenjob aufgeben und ihre Selbständigkeit auf Eis legen müsste. Es würde sie also ziemlich zurückwerfen.

Wie ist denn deine Sachbearbeiterin? Ist die einigermaßen ok? Kannst du der nicht mal deine Situation schildern? Es bringt doch dem Staat (Steuerzahler) nichts, wenn du alles drangibst, nur um diese Stelle anzunehmen, bei der du sowieso nach einigen Wochen wieder entlassen wirst mangelnder Begabung. Das wird doch jedem einleuchten, dass das keinen Sinn hat, wenn du dich da bewirbst.

Etwas anderes fällt mir leider auch nicht ein. Da hängt es natürlich ausschließlich von der Sachbearbeiterin oder der/dem Vorgesetzten ab, mit der/dem man dann ja vielleicht auch noch sprechen könnte.

Viele Grüße
Th.

Hallo Simsy
ja, ich habe da heute morgen angerufen. Ich bin erst mal aus dem Schneider, aber nur, weil ich körperlich eingeschränkt bin und nicht 8 Stunden am Stück sitzen kann.
Ich hab das Dings mit Selbstständigkeit und Nebenjob kurz angesprochen, aber da ich auf diesem Wege „wohl keinem Job eine Chance geben würde“ ist dein Argument nur sehr begrenzt und unter besonderen Umständen wirksam (bei befristeten Jobs zB) und funktioniert nur, so lange meine Sachbearbeiterin gut drauf ist.
Ermessensspielraum ist halt auch von ihrer Seite aus situationsabhängig.
lg
Susanne

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Hallo

Ich bin erst mal aus
dem Schneider, …

Na, das ist ja immerhin gut.

Ich hab das Dings mit Selbstständigkeit und Nebenjob kurz
angesprochen, aber da ich auf diesem Wege „wohl keinem Job
eine Chance geben würde“ ist dein Argument nur sehr begrenzt
und unter besonderen Umständen wirksam

Ja sicher, das stimmt schon, aber wenn man für einen Job so eine starke Aversion gegenüber hat, sollte das ein Sachbearbeiter aber ruhig auch berücksichtigen. Ich glaube, die werden sowas allerdings immer nur unter der Hand und unausgesprochen berücksichtigen.

Und wenn da ein Job auftauchen sollte, gegen den du keine ausgesprochene Aversion hast, spricht ja auch nicht unbedingt etwas dagegen, oder wie stehst du zu deiner Selbständigkeit? Willst du das unbedingt durchziehen, oder ist das eher eine Notlösung?

Viele Grüße
Th.

Am besten ein Attest vom Ohrenarzt wegen Tinitus piepen im Ohr Gruß