Wie ist die Rechtslage?

Liebe Experten,

folgender fiktive Sachverhalt angenommen:

Ein 42 jähriger Familienvater, der nach Abitur und Industriekaufmannslehre als Abteilungsleiter nach 15 Jahren
und Übernahme durch eine ameriakanischen Konzerns komplett mit der ganzen Abteilung gekündigt wird. 9 Tage nach der Kündigung erleidet er einen Motorradunfall: 6 Rippen gebrochen, 2 facher Schulterbruch, Lunge durch die gebrochenen Rippen geplatzt. Für diesen Unfall wurde von der Invaliditätsversicherung 14,5% der Versicherungssumme bezahlt. Ein Jahr davor, 4-facher Beinbruch mit gutachternachweis von 10,5% Invalidität. Bandscheibenvorfälle c5/c6 und L5/S1.
Dieser Mann erleidet dann nach Vorstellung zum Antrag ALG2 am 10.1.07 einen neuen Bandscheibenvorfall L4/L5 und einen hochgradigen erneuten Bandscheibenvorfall (Rezidivprolaps) L5//S1 der eine erneute OP erforderte und durch Verspätung eine Fußheberlähmung (Peronäusparese) verursachte. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind durchgehend von Dez.06 bis 06.07 vorhanden.
Angenommen der Sachbearbeiter der Arge schreibt nach 4 Monaten immer noch keine Bewilligung und stellt höchstens ab 1.März eine Bewilligung in Aussicht, weil nach der Erstvorstellung bis zum 28.2. die fehlenden Unterlagen und Anforderungen (unter anderem die persöhnliche Vorstellung bei der der Arbeitsvermittlung in ca. 10km Entfernung ohne direkte Verbindung) fehlten. Angenommen die Ehefrau hat aber keinen Führerschein!

Wie währe für den Betreffenden das Recht? Wie könnte er es einfordern? Wie kann er die Angelegenheit zeitlich forcieren?
(Alle kreditiven Möglichkeiten sind erschöpft)
Kann er für einen Anwalt Prozessbeihilfe erhalten? Wenn ja, wo?
Kann er wegen den Problemen später an einer anderen Stelle zu einem anderem Sachbearbeiter gehen oder wird ihm die Sache dann eventuell immer verfolgen, wenn er sich wehrt?

Tausend Dank für jeden auch noch so kleine Beitrag

Ivo

MOD Liza: Titel FAQ-1129-konform gemacht

Liebe Experten,

folgender fiktive Sachverhalt angenommen:

Was ist heute fiktiv.

Ein 42 jähriger Familienvater, der nach Abitur und
Industriekaufmannslehre als Abteilungsleiter nach 15 Jahren
und Übernahme durch eine ameriakanischen Konzerns komplett mit
der ganzen Abteilung gekündigt wird. 9 Tage nach der Kündigung
erleidet er einen Motorradunfall: 6 Rippen gebrochen, 2 facher
Schulterbruch, Lunge durch die gebrochenen Rippen geplatzt.
Für diesen Unfall wurde von der Invaliditätsversicherung 14,5%
der Versicherungssumme bezahlt. Ein Jahr davor, 4-facher
Beinbruch mit gutachternachweis von 10,5% Invalidität.
Bandscheibenvorfälle c5/c6 und L5/S1.
Dieser Mann erleidet dann nach Vorstellung zum Antrag ALG2 am
10.1.07 einen neuen Bandscheibenvorfall L4/L5 und einen
hochgradigen erneuten Bandscheibenvorfall (Rezidivprolaps)
L5//S1 der eine erneute OP erforderte und durch Verspätung
eine Fußheberlähmung (Peronäusparese) verursachte.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind durchgehend von Dez.06
bis 06.07 vorhanden.
Angenommen der Sachbearbeiter der Arge schreibt nach 4 Monaten
immer noch keine Bewilligung und stellt höchstens ab 1.März
eine Bewilligung in Aussicht, weil nach der Erstvorstellung
bis zum 28.2. die fehlenden Unterlagen und Anforderungen
(unter anderem die persöhnliche Vorstellung bei der der
Arbeitsvermittlung in ca. 10km Entfernung ohne direkte
Verbindung) fehlten. Angenommen die Ehefrau hat aber keinen
Führerschein!

Also jedesmal nach einem der Person betreffenden Ereignis geschieht dieser fiktiven Person plötzlich ein Unfall. Nun gut´.
ALG2 geht nur wenn er arbeitsfähig ist. Sonst gehts aufs Sozi.

Wie währe für den Betreffenden das Recht? Wie könnte er es
einfordern? Wie kann er die Angelegenheit zeitlich forcieren?
(Alle kreditiven Möglichkeiten sind erschöpft)
Kann er für einen Anwalt Prozessbeihilfe erhalten? Wenn ja,
wo?

Przesskostenhilfe gibt es für Geringverdiener und wenn der Fall Aussicht auf Erfolg hat. Wie erfolgreich, entscheidet das Gericht.

Kann er wegen den Problemen später an einer anderen Stelle zu
einem anderem Sachbearbeiter gehen oder wird ihm die Sache
dann eventuell immer verfolgen, wenn er sich wehrt?

Schwer möglich.

Tausend Dank für jeden auch noch so kleine Beitrag

Ivo

MOD Liza: Titel FAQ-1129-konform gemacht

Liebe Experten,

folgender fiktive Sachverhalt angenommen:

Ein 42 jähriger Familienvater, der nach Abitur und
Industriekaufmannslehre als Abteilungsleiter nach 15 Jahren
und Übernahme durch eine ameriakanischen Konzerns komplett mit
der ganzen Abteilung gekündigt wird. 9 Tage nach der Kündigung
erleidet er einen Motorradunfall: 6 Rippen gebrochen, 2 facher
Schulterbruch, Lunge durch die gebrochenen Rippen geplatzt.
Für diesen Unfall wurde von der Invaliditätsversicherung 14,5%
der Versicherungssumme bezahlt. Ein Jahr davor, 4-facher
Beinbruch mit gutachternachweis von 10,5% Invalidität.
Bandscheibenvorfälle c5/c6 und L5/S1.
Dieser Mann erleidet dann nach Vorstellung zum Antrag ALG2 am
10.1.07 einen neuen Bandscheibenvorfall L4/L5 und einen
hochgradigen erneuten Bandscheibenvorfall (Rezidivprolaps)
L5//S1 der eine erneute OP erforderte und durch Verspätung
eine Fußheberlähmung (Peronäusparese) verursachte.
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind durchgehend von Dez.06
bis 06.07 vorhanden.
Angenommen der Sachbearbeiter der Arge schreibt nach 4 Monaten
immer noch keine Bewilligung und stellt höchstens ab 1.März
eine Bewilligung in Aussicht, weil nach der Erstvorstellung
bis zum 28.2. die fehlenden Unterlagen und Anforderungen
(unter anderem die persöhnliche Vorstellung bei der der
Arbeitsvermittlung in ca. 10km Entfernung ohne direkte
Verbindung) fehlten. Angenommen die Ehefrau hat aber keinen
Führerschein!

Wie währe für den Betreffenden das Recht? Wie könnte er es
einfordern? Wie kann er die Angelegenheit zeitlich forcieren?
(Alle kreditiven Möglichkeiten sind erschöpft)

Mittels einer Vorsprache (persönlich!) beim Vorgesetzten, ist auch da kein Weiterkommen ist ein Eilverfahren beim Sozialgericht plus Untätigkeitsklage angebracht.

Das mit den Unterlagen und Co. ist absoluter Blödsinn, ab Tag der Antragstellung heißt ab Tag der Antragstellung, da sollte man sich auf keinen Fall für dumm verkaufen lassen!

Kann er für einen Anwalt Prozessbeihilfe erhalten? Wenn ja,
wo?

Beim örtlich zuständigen Amtsgericht. Wende Dich direkt dahin!

Kann er wegen den Problemen später an einer anderen Stelle zu
einem anderem Sachbearbeiter gehen oder wird ihm die Sache
dann eventuell immer verfolgen, wenn er sich wehrt?

Möglich, die sind da relativ schnell beleidigt, die subalternen Ameisen in der Arge.

MOD Liza: Titel FAQ-1129-konform gemacht

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind durchgehend von Dez.06
bis 06.07 vorhanden.

Mittels einer Vorsprache (persönlich!) beim Vorgesetzten, ist
auch da kein Weiterkommen ist ein Eilverfahren beim
Sozialgericht plus Untätigkeitsklage angebracht.

Dem TE steht kein alg II zu, wenn er AU ist.

Dem TE steht kein alg II zu, wenn er AU ist.

Nein, dem TE steht kein ALG II zu, wenn er EU ist! Grosser Unterschied.

Was soll da ne Untätigkeitsklage gegen die ARGE?

Feststellung der Leistungspflicht der Arge, sechs Wochen Zahlung von ALG II, dann Krankengeld.

Hi,

welche Unterlagen würden in diesem fiktiven Fall denn fehlen?
Und wurden sie abgegeben?
Gruß A.

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