Familie bekommt Sozialhilfe und Kind arbeitet

Hallo!

eine fünfköpfige Familie (Alter der Kinder: 23, 14, 12) bekommt
monatlich ca. 1600,- EUR Sozialhilfe plus ca. 400,- EUR Kindergeld,
also im Monat ca. 2000,- EUR. Der Anteil des ältesten Kindes (23) von
dieser 1600,- EUR beträgt 270,- EUR.

Das älteste Kind (23) hat ein Aushilfejob erst nur für einen Monat in
Vollzeit gefunden. Er arbeitet nun für einen Monat in der Woche 40
Stunden (täglich 8 Stunden). Der Stundenlohn beträgt 10,- EUR, also
am Monatsende wären das 1600,- EUR.

Natürlich wird das älteste Kind (23) weniger als 1600,- EUR kriegen,
weil da noch die Steuern abgezogen werden müssen.

Meine Frage: Wird die Familie jetzt, wo das älteste Kind (23)
arbeitet anstatt 1600,- EUR nur 1330,- EUR (1600 minus 270) bekommen
und das älteste Kind (23) für sich die durch die Arbeit 1600,- EUR
erhalten?

Danke im Voraus!

Hallo

Wenn das älteste Kind noch in der Wohnung = Bedarfsgemeinschft lebt wird dessen Einkommen natürlich mit berücksichtigt. Wenn es 1000€s netto hat werden die auch von der Sozialhilfe mit angerechnet,da gibts nicht mal die Freibeträge wie bei HIV. Der Betrag von 1600 bleibt gleich, nur braucht das Amt weniger zuzahlen.

lG
Mikesch

Überflüssiges Vollzitat entfernt [Mod X.]

Der Betrag von 1600 bleibt gleich, nur braucht das Amt weniger
zuzahlen.

lG
Mikesch

Heißt das, das Kind arbeitet umsonst?

Gruß Horst Schneider

Heißt das, das Kind arbeitet umsonst?

160€ extra sollten doch auch in dem Fall bleiben, aber da bin ich mir nicht sicher.

Fakt ist, dass den jungen Leuten so beigebracht wird, dass sich Arbeit nicht lohnt. Ich kenne auch so einen Fall, wo der junge Mensch für effektiv 160€/Monat fast Vollzeit für seine Eltern mitarbeiten darf.

Hallo!

Mal eine Zwischenfrage: Was ist, wenn das „Kind“ einfach auszieht und mit 23 einen eigenen Haushalt aufmacht? Oder ist das nicht mehr möglich, weil es diese U25-Regelung gibt (was ich mir so nicht vorstellen kann, immerhin kann man sich mit 1.600€ brutto sehr gut allein versorgen)?

Grüße!

Überflüssiges Vollzitat entfernt [Mod X.]

Mal eine Zwischenfrage: Was ist, wenn das „Kind“ einfach
auszieht und mit 23 einen eigenen Haushalt aufmacht? Oder ist
das nicht mehr möglich, weil es diese U25-Regelung gibt (was
ich mir so nicht vorstellen kann, immerhin kann man sich mit
1.600€ brutto sehr gut allein versorgen)?

Pssst! Sonst kommen die Politiker noch auf die Idee, dass Eltern ihre Kinder unter 25 in der elterlichen Wohnung anketten müssen, oder ihnen sonst das ALG II gekürzt wird. Dann ginge das nämlich nicht mehr.

Hi!

Pssst! Sonst kommen die Politiker noch auf die Idee, dass
Eltern ihre Kinder unter 25 in der elterlichen Wohnung
anketten müssen, oder ihnen sonst das ALG II gekürzt wird.
Dann ginge das nämlich nicht mehr.

Na dann will ich nichts gesagt haben. Nicht dass noch jemand auf dumme Gedanken kommt… :wink:)

Grüße!

Hallo,

Das ist ja wohl ein abartiger Gedanke:

Natürlich bleibt das gesamte Familieneinkommen nicht gleich,sondern ist etwas mehr.

Und ob nun ein Erwachsener oder ein angebliches Kind arbeitet ist insoweit unerheblich
da die Berechnung die gleiche ist.
Natürlich wird angerechnet,unterm Strich wird diese Familie aber etwas mehr haben.

Gruß

Überflüssiges Vollzitat entfernt [Mod X.]

Der Betrag von 1600 bleibt gleich, nur braucht das Amt weniger
zuzahlen.

lG
Mikesch

Heißt das, das Kind arbeitet umsonst?

Hallo!
Nein, es bekommt ja schließlich Lohn, der auch in entsprechender Höhe ausgezahlt wird. Entgegen landläufiger Meinung erhält der Staat hier nur den üblichen Steueranteil. Damit arbeitet das Kind genauso viel oder genauso wenig umsonst wie jeder andere, der in Lohn und Brot steht, statt ALG2 zu erhalten. Sonst noch Verständnisfragen?

Bommel

Gruß Horst Schneider