Hallo Lisa,
Frau Mustermann hatte vor der Ehe nichts, warum soll sie am Ende der Ehe etwas haben? So sind im Normalfall die Gesetze. Oder möchte Frau Mustermann im umgekehrten Fall, also wenn sie alles hat und vom Ehemann verlassen wird, diesem Möbel, Geld, Wohnung usw. schenken als Dank für…? Ja, für was denn?
Hier handelt es sich vermutlich noch um eine kurze Ehe, also hat sie kaum einen Unterhaltsanspruch - selbst wenn man das neue Unterhaltsgesetz außer acht lässt.
Vermögensteilung und Hausratsteilung ist nur für die Sachen, die während der Ehe angeschafft wurden, WENN sie KEINE sogenannte Ersatzbeschaffung sind. Beispiel: Mann hatte einen Fernseher schon vor der Ehe, der ging während der Ehe kaputt, also gehört der etwa wertgleiche neue Fernseher dem Mann. So gilt das auch für Kaffeetassen, Vorhänge, Tulpen im Garten und eben alles was er vor der Ehe hatte.
Was er während des vorehelichen Zusammenlebens und angeschafft hatte, gehört ihm auch.
Einen kleinen Vorteil hat Frau Mustermann: sie bekommt für die Ehejahre ein paar Rentenpunkte übertragen.
Wie kommt Frau Mustermann zu Geld und damit zur Möglichkeit Anschaffungen zu leisten? Nun vielleicht macht ja Frau Mustermann das, was vermutlich auch Herr Mustermann macht um an Geld zu kommen: arbeiten! Sorgt auch dafür, dass sie im Alter ein paar mehr Rentenpunkte als die Hälfte von seinen aus zwei Jahren hat.
Frau Mustermann sollte sich immer in die Situation von Herrn Mustermann versetzen und sich vorstellen, sie wäre er. Ob sie dann Herrn Mustermann weiter vollen Zugriff auf das Konto lassen würde, ihm Wohnungseinrichtung usw. finanzieren? Um so mehr, wenn sie ihn nicht verlässt, sondern er sie?
Also mein Ex ging so weg, wie er zu mir gezogen ist: mit seinen Koffern, seinen Schallplatten und den Sachen die ihm persönlich bei diversen Anlässen geschenkt wurden. Meine Möbel, mein Geschirr, meine Vorhänge usw. habe ich behalten und das nachdem wir 14 Jahre lang verheiratet gewesen waren.
Gruß
Ingrid
Völlig überflüssiges Vollzitat gelöscht. [Mod. X]