Hallo,
ich hätte da mal ne Frage:
Also, eine Studentin, 26 Jahre alt, wohnt bei den Eltern, bekommt nun kein Kindergeld mehr und dass Studium wird in den nächsten 3 Monaten beendet sein. Sie hat über die Regelstudienzeit Bafög erhalten, ein 21 jähriger Bruder lebt ebenfalls bei den Eltern und wird von denen finanziert.
Leider hat sie noch keinen festen Job in Aussicht. Die Eltern sind so nett und lassen sie weiter kostenlos wohnen und bezahlen auch das Essen im Großen und Ganzen. Für alles andere, Fahrkosten, Medikamente, Kosmetika, Kleidung, Krankenkasse ect. soll die Studentin nun selbst aufkommen.
Gerne möchte die Studentin jobben bzw. qualifizierende Praktika absolvieren. Aber auch diese müssen zunächst gefunden werden, zudem sieht sie einfach Probleme mit der Krankenversicherung, die ja nun bald richtig Geld kostet (insgesondere wenn sie nur einen 400€-Job findet, bzw. schlecht bis gar nicht bezahlte Praktika).
Wie sieht es mit einem Alg II-Anspruch aus? Besteht die Chance hier Gelder zu erhalten? Oder sind die Eltern gezwungen, die Studentin weiter zu finanzieren?
Wär echt supi wenn mit hier jemand weiterhelfen könnte!
Grüße Nina
Ab zum Arbeitsamt - sofort!
Leider hat sie noch keinen festen Job in Aussicht.
Schon „richtig“ gesucht? Links für Stellenbörsen gibt’s hier:
http://klafuenf.de/links_arbeit.shtml
Gerne möchte die Studentin jobben bzw. qualifizierende
Praktika absolvieren. Aber auch diese müssen zunächst gefunden
werden, zudem sieht sie einfach Probleme mit der
Krankenversicherung, die ja nun bald richtig Geld kostet
Warum? Wer kein Einkommen hat wird (aber NUR auf Antrag) von der Allgemeinheit finanziert (ALG 1 & 2, Beihilfe zum Lebensunterhalt, Rente, …) und kann so sogar (geringe) Rentenansprüche ansammeln.
Und wg. möglichen Sperrzeiten ist mein Tipp: SOFORT zum Arbeitsamt und zwar gleich in die andere Etage für die Jungakademiker (zumindest in MA hat es extra ein Hochschulteam). Oder noch besser vorher anrufen und gleich einen Termin geben.
Wie sieht es mit einem Alg II-Anspruch aus? Besteht die Chance
hier Gelder zu erhalten? Oder sind die Eltern gezwungen, die
Studentin weiter zu finanzieren?
Sie ist über 25 und darf sich sogar auf eigene Beine stellen. Könnte also auch Wohngeld zum Auszug erhalten. Auf jeden Fall zum Umzug wg. Arbeitsplatz.
Gruß
Stefan
Hallo!
Warum? Wer kein Einkommen hat wird (aber NUR auf Antrag) von
der Allgemeinheit finanziert (ALG 1 & 2, Beihilfe zum
Lebensunterhalt, Rente, …) und kann so sogar (geringe)
Rentenansprüche ansammeln.
Wie sieht es mit einem Alg II-Anspruch aus? Besteht die Chance
hier Gelder zu erhalten? Oder sind die Eltern gezwungen, die
Studentin weiter zu finanzieren?
Sie ist über 25 und darf sich sogar auf eigene Beine stellen.
Könnte also auch Wohngeld zum Auszug erhalten. Auf jeden Fall
zum Umzug wg. Arbeitsplatz.
Damit wäre ich sehr vorsichtig. Auf eine Anfrage bei der ARGE (Person 24, lebt aber seit 6 Jahren nicht mehr daheim), ob sie denn im Anschluss an das Studium während der Übergangszeit (2 Montate!) Anspruch auf ALGII oder Krankenversicherung hätte, sagte man, man müsse erst prüfen, ob die Eltern nicht weiterhin für den Unterhalt zuständig seien, da man sich ja Zitat „freiwillig in eine Notsituation begebe“ (man kann ja einfach bis zum Ende des Semesters immatrikuliert bleiben und fällt damit aus dem Zständigkeitsbereich der ARGE heraus). Wovon der ‚freiwillig immatrikulierte Student‘ leben soll, haben sie nicht erklären können (Kindergeld, wenn es denn noch welches gibt, vielleicht. Ach ja, und die Eltern - und Job, ist klar).
Auch die Übernahme der Krankenversicherung ist nur als „Paket“ (also entweder ALG II inkl. Versicherung oder gar nichts) drin.
Deshalb bleibt die Noch-Studentin bis zum Ende des Semesters freiwillig immatrikuliert, bekommt noch Kindergeld (ist ja noch jünger), bleibt familienversichert und macht sich wegen zweier Monate nicht vorm Amt nackig.
Ach so, die Erfahrung lehrte mich: Nicht anrufen, hingehen, am besten mit einem ordentlichen Katalog der Fragen, die einen interessieren. Aber am Ende ist es ja eh „Einzelfallentscheidung“.
Grüße!
Gruß
Stefan