Hallo community,
ein Mann, gerade 64 Jahre alt geworden, ist seit 1975 selbstständig. Natürlich gab es immer wieder Höhen und Tiefen, jedoch hat die aktuelle wirtschaftliche Lage dazu geführt, dass der Unternehmer vor etwa drei Wochen Insolvenz angemeldet hat.
Vor 1975 hat er 15 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt, danach als geschäftsführender Gesellschafter nicht mehr.
Dummerweise hat er, um sein Unternehmen zu retten, auch komplett sein Privatvermögen inkl. Haus, den Banken als Sicherheit überschrieben, so dass voraussichtlich auch eine Privatinsolvenz ansteht.
Die Geschäftskonten sind mittlerweile gesperrt, so dass Löhne nicht mehr gezahlt werden können; ein Insolvenzverwalter ist noch nicht in den Betrieb gekommen. Lebensversicherungen, die als Altersvorsorge gedacht waren, wurden gekündigt. Als geschäftsführender Gesellschafter hat er einen Vertrag mit der GmbH gehabt, von dem Gehalt wurden nur Lohnsteuern und der Solidaritätszuschlag abgeführt.
Der Mann lebt in einer eheähnlichen Gemeinschaft mit einer 70-jährigen Frau, die eine Rente in Höhe von etwa 730,– € bezieht.
Da dieser Mann nun keinerlei Erfahrungen in Umgang mit dem Sozialamt hat und die Arbeitsagentur nur als Arbeitgeber kennt, stellen sich natürlich Fragen.
Mittlerweile haben beide die Notwendigkeit, aus ihren Haus auszuziehen, akzeptiert.
Wie wird der Lebensunterhalt gesichert? Was muss beachtet werden?
ALG 1 wird doch eher nicht in Frage kommen, oder?
Wie sieht es mit Grundsicherung im Alter aus?
Laut Rentenbescheid erwartet der Mann eine Rente in Höhe von 350,– €, allerdings erst mit 65 Jahren.
Steht ihnen überhaupt Unterstützung zu?
Für alle Tipps herzlichen Dank!