Ermittlungsdienst und Jobsuche

Hi,

Willy Willig sucht per Inserat in Kleinanzeigen kleine Minijobs. Er möchte keinen sog. 1 €-Job machen, da er auf den 1. Arbeitsmarkt will. Willy hat dadurch einen 100,– €-Verdienst, also den Freibetrag.
Nun inseriert Willy weiter, weil er seine Hilfebedürftigkeit verringern oder sogar beseitigen will. Dazu ist er auch verpflichtet. Soweit so klar.

Jetzt hat Willy den begründeten Verdacht, dass der Ermittlungsdienst der ARGE Fake-Anrufe macht und sogar Vorstellungsgespräche fingiert, um zu testen, ob er schwarzarbeiten will.
Willy fühlt sich belästigt und zugleich in seiner Arbeitssuche behindert.

Muss Willy das hinnehmen?

Denn die Inserate kosten ihn ja auch Geld, wovon er nicht viel hat. Außerdem kosten ihn Fake-Vorstellungsgespräche Zeit, um echte Angebote zu prüfen.

Hat jemand eine Ahnung, wie Willy reagieren soll?

Hallo

Jetzt hat Willy den begründeten Verdacht, dass der Ermittlungsdienst der ARGE Fake-Anrufe macht und sogar Vorstellungsgespräche fingiert, um zu testen, ob er schwarzarbeiten will.

Ihm werden also Angebote zur Schwarzarbeit unterbreitet, und Willy hat den Verdacht, dass die Arge das macht? Kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, dass die soviel Zeit haben. Wie kommt Willy denn darauf?

Muss Willy das hinnehmen?
Denn die Inserate kosten ihn ja auch Geld, wovon er nicht viel hat.

Erstens: Kriegt er die Bewerbungskosten nicht wieder?
Zweitens: Angebote für Schwarzarbeit muss er natürlich nicht annehmen.

MfG

Hallo,

Ihm werden also Angebote zur Schwarzarbeit unterbreitet, und
Willy hat den Verdacht, dass die Arge das macht? Kann mir
eigentlich gar nicht vorstellen, dass die soviel Zeit haben.
Wie kommt Willy denn darauf?

Die sind natürlich etwas vorsichtiger im Vorgehen.Es wird einfach getestet ob er nicht von sich aus Schwarzarbeit anbietet.Jetzt kann man wohl sagen wenn er diese S Arbeit nicht von selbst anbietet dann kann er ja beruhigt weiter inserieren.
Hier geht es aber auch um Zeitverlust und Prüfung seriöser Angebote die er dann nicht mehr prüfen kann.
Um Zeit für Überprüfungen zu haben genügt heutzutage bereits ein anonymer Anruf eines böswilligen Nachbarn.
Im Bewerbungskostenverfahren hat Willy jetzt erfahren das diese Kosten im üblichen Rahmen übernommen werden. Das reicht zwar für die Inserate nicht hin aber Willy bewertet dies auch als Positiv.
Seine SB hat direkt darauf angesprochen auf Willys Verdacht nur rumgedruckst und keine klare Aussage gemacht.Jetzt möchte er gerne Akteneinsicht nehmen, sind solche Vorgänge in den Akten vermerkt?Willy hat das Gefühl das seine Eigeninitiativen mit Mißtrauen begegnet wird.
MfG

Hallo

Hier geht es aber auch um Zeitverlust und Prüfung seriöser Angebote die er dann nicht mehr prüfen kann.

Ach so, er hat selber ein Inserat geschaltet und bekommt häufiger Anrufe, die im Laufe eines längeren Gespräches mehr oder weniger deutlich darauf hinauslaufen, dass er dort schwarzarbeiten soll? Verstehe ich das richtig? Oder hat er da sogar noch mehr Aufwand als längere Gespräche?

Solche Anrufe können aber bestimmt von allen möglichen Leuten kommen. Die Mehrwertsteuer wollen sicher viele sparen. Vielleicht sollte man es direkt in das Inserat mit reinschreiben: Keine Schwarzarbeit.

Um Zeit für Überprüfungen zu haben genügt heutzutage bereits ein anonymer Anruf eines böswilligen Nachbarn.

Ach so, ja, das kann ich mir vorstellen.

Seine SB hat direkt darauf angesprochen auf Willys Verdacht nur rumgedruckst und keine klare Aussage gemacht.

Das finde ich gut, dass Willy das direkt angesprochen hat!

  • Keine Antwort ist ja oft auch eine Antwort.

Jetzt möchte er gerne Akteneinsicht nehmen, sind solche Vorgänge in den Akten vermerkt?

  • Das weiß ich nicht, ich denke aber mal, dass ja. Wenn allerdings ein böswilliger Nachbar angerufen hat, so darf dessen Name sicher nicht an den Betroffenen weitergegeben werden. Das gehört dazu, denn wenn man Denunziationen haben will, muss man den Denunzianten schützen. Das war schon bei den Hexenprozessen so.

Willy hat das Gefühl das seine Eigeninitiativen mit Mißtrauen begegnet wird.

Das kann sehr gut sein. Ich denke, dass auf Ämtern leider viel zu oft sowieso alles, was nicht so ganz in die schematischen Abläufe hineinpasst, mit Misstrauen betrachtet wird, und bei diesen Argen anscheinend ganz besonders. Da soll man wohl seine 3 oder 4 Bewerbungstrainings machen, die immer loben, und ansonsten in seinen obligatorischen Flachbildfernseher schauen, dann ist man dort zufrieden. (Das gilt natürlich NICHT für JEDE Arge, aber für zu viele).

MfG Simsy Mone

Hallo Simsy Simone,

Ach so, er hat selber ein Inserat geschaltet und bekommt
häufiger Anrufe, die im Laufe eines längeren Gespräches mehr
oder weniger deutlich darauf hinauslaufen, dass er dort
schwarzarbeiten soll? Verstehe ich das richtig? Oder hat er da
sogar noch mehr Aufwand als längere Gespräche?

Natürlich hast Du hier recht, alles andere wäre gegen jede Erfahrung des wirklichen Lebens.Telefonisch wird das natürlich nicht gesagt, nur ganz nebenbei im Gespräch.So wie viele Handwerker nach der Arbeit auch fragen ob eine Rechnung nötig wäre.

Solche Anrufe können aber bestimmt von allen möglichen Leuten
kommen. Die Mehrwertsteuer wollen sicher viele sparen.
Vielleicht sollte man es direkt in das Inserat mit
reinschreiben: Keine Schwarzarbeit.

Hast Du schon mal ein Inserat gelesen wo das so drinsteht?Das setzen ehrbare Bürger natürlich voraus.Umso Ehrbarer umso Scheinheiliger.

Um Zeit für Überprüfungen zu haben genügt heutzutage bereits ein anonymer Anruf eines böswilligen Nachbarn.

Ach so, ja, das kann ich mir vorstellen.

Wenn dem Denunziantentum durch Gesetze verholfen wird dann frage ich mich schon „was soll das?“ Anstand und Moral werden so sicher nicht gefördert.Die Leute die Gestern für die Stasi gespitzelt haben Spitzeln natürlich weiter.

Seine SB hat direkt darauf angesprochen auf Willys Verdacht nur rumgedruckst und keine klare Aussage gemacht.

Das finde ich gut, dass Willy das direkt angesprochen hat!

  • Keine Antwort ist ja oft auch eine Antwort.

Auch hier sehr zutreffend.
Der Mann im Glassarg(Lenin) hat ja auch gesagt "Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser.Wohin das führt sieht wohl jeder.

Jetzt möchte er gerne Akteneinsicht nehmen, sind solche Vorgänge in den Akten vermerkt?

  • Das weiß ich nicht, ich denke aber mal, dass ja. Wenn
    allerdings ein böswilliger Nachbar angerufen hat, so darf
    dessen Name sicher nicht an den Betroffenen weitergegeben
    werden. Das gehört dazu, denn wenn man Denunziationen haben
    will, muss man den Denunzianten schützen. Das war schon bei
    den Hexenprozessen so.

Ich dachte die Zeit der Hexenprozesse sei vorbei.Anscheinend bastelt man mit Hilfe von Hatz neue Arten.

Willy hat das Gefühl das seine Eigeninitiativen mit Mißtrauen begegnet wird.

Das kann sehr gut sein. Ich denke, dass auf Ämtern leider viel
zu oft sowieso alles, was nicht so ganz in die schematischen
Abläufe hineinpasst, mit Misstrauen betrachtet wird, und bei
diesen Argen anscheinend ganz besonders. Da soll man wohl
seine 3 oder 4 Bewerbungstrainings machen, die immer loben,
und ansonsten in seinen obligatorischen Flachbildfernseher
schauen, dann ist man dort zufrieden. (Das gilt natürlich
NICHT für JEDE Arge, aber für zu viele).

Will man Menschen die auch unkonventionell ihre Misere bekämpfen oder Gartenzwerge züchten die zu allem ja und Amen sagen?
So kann es je wohl keinen Erfolg in der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit geben.Wenn ich jetzt SB wäre würde ich diese Eigeninitiative loben und dem nächsten Kunden diese Eigeninitiative sogar weiterempfehlen.Und diese noch mit Mitteln die In Bewerbungstrainigs fließen fördern. Kreativität und Intelligente Eigeninitiative wird hier ja noch verhindert wenn einem so begegnet wird.
Wie wärs mal eine Schulung für SB`s anzusetzen die neue Wege in der Arbeitssuche zur Zielordnung hat.
PS. Hab jetzt meinen Minijob gefunden (Keine S Arbeit)

Lieben Gruß