Hallo,
ich habe gerade von einem Fall gehört, den ich so garnicht glauben will.
Ein junges Ehepaar hat nur Anspruch auf 30,00 € Hartz 4!
Zum Fall:
Sie ist Jura Studentin, erhält aber kein Bafög, da der Antrag schon seit Dez. 2008 in Bearbeitung ist. Ihre Mutter leistet Ihre Unterschrift nicht, dass Sie kein Einkommen hat.Bereits 3 Härtefallanträge wurden abgelehnt! Sie erhält nur Kindergeld.
Er ist seit Januar Hartz 4 Empfänger, bemüht sich aber ständig um eine Lehrstelle (ca 5 Bewerbungen in der Woche). Mitlehrweile verteilt er sogar Flyer zur Suche eines Einstiegsqualifizierungsjahres (Langzeitpraktikum). Seine Leistungen betrugen 359,50€ + 164 € Kindergeld.
Nun hat die männliche Person aber einen Fehler gemacht, den er bitter bereut. Er wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, wo er auch erschienen ist. In diesem Vorstellungsgespräch konnte man aber schon bald von Mobbing reden. Die beiden Chefs haben ihm vorgehalten, dass sein Zeugnis viel zu schlecht ist und er damit keine Chancen haben wird und und und. Zuletzt teilten Sie ihm mit, dass Sie „Sowieso nur eine billige Arbeitskraft suchen“, deshalb wäre auch nur ein Praktikum für ein halbes Jahr möglich. Für diese Stelle zum Praktikum wollten Sie dann ein Einwöchiges Praktikum zur Sicherheit haben, dass man sich auch dafür geeignet ist.
Ganz davon abgesehen, dass ich es unmöglich finde ein Praktikum für ein Praktikum zu machen, kann soetwas meiner Meinung nach nicht angehen. Deutschland versichert immer, wie engagiert Sie sind, dass Jugendliche gefördert werden. Nun muss die weibliche Person sogar Ihr Studium abbrechen, da Sie (selbst wenn ein Studienkredit für die Studiengebühren da ist) noch 220 Euro jedes halbe Jahr an Sozialbeitrag an die Uni überweisen muss, sonst verfällt Ihr Studienplatz.
Weiterhin soll Sie laut Bescheid der Gemeinde 289€ an Ihren Mann zahlen. Die Gemeinde hat bei Ihr ein Einkommen von 489 € festgestellt (wo niemand weiß, wo diese herkommen).
Ebenfalls sind noch 350 € Miete + 60 € Strom zu zahlen.
Einen Einspruch haben die beiden bereits eingelegt (warum man das Praktikum nicht angetreten hat), dieser wurde aber nicht als begründet angesehen.
Beide sind aber am Tag des eigentlichen Praktikumsbeginnes herumgefahren und haben ca 10 Betriebe persönlich gefragt, ob man ein Langzeitpraktikum bei ihnen im Betrieb absolvieren kann. Desweiteren laufen jetzt Bewerbungen in ganz Deutschland (insoweit es noch geht Bewerbungen ohne Geld zu schreiben, denn das Amt erstattet diese nur, wenn es auch Absagen erhält, und welcher Betrieb macht sich schon solche Mühe).
Somit sitzt man doch in so einer Situation in einem Teufelskreis, meiner Meinung nach.
Der Kürzung folgt gleich noch ein Termin beim Service-Punkt-Arbeit für BEIDE. Wo auch beide ihre Bewerbungsunterlagen mitbringen sollen und sonstige Nachweise, dass man sich bemüht.
Ganz davon abgesehen, dass ich die Situation so nicht ganz glauben kann, muss es doch irgendwie eine Möglichkeit geben, aus der Situation rauszukommen.
Er hatte früher eine GmbH hat jetzt über 150.000 € Schulden, will sein Leben wieder in den Griff bekommen, und das Amt hat anscheinend kein Interesse daran.
Gab es bei Euch auch schon einmal so Fälle? Und was habt Ihr dagegen gemacht? Denn so schlecht kann es in Deutschland doch nicht wirklich sein.