Hallo,
ich hatte vor ein paar Tagen in /t/zeit-absitzen-im-arbeitsamt-ueblich/5348829
Nachdem nun einige Tage vergangen sind und einige Termine stattgefunden haben, habe ich das Prinzip verstanden:
-
Die Agentur für Arbeit übergibt neu gemeldete Arbeitslose ohne Verzögerung an eine private Arbeitsvermittlungsagentur. --> Dadurch verschwinden diese Personen angeblich aus der Statistik und werden unter „Maßnahme“ geführt.
-
Die private Vermittlungsagentur wiederum kassiert für ein halbes Jahr Geld für die Betreuung der Arbeitslosen. Diese Betreuung besteht aus 4 Wochen Gruppengesprächen mit Anwesenheitspflicht und geht dann in Kurse über.
Der Witz ist: Wer keinen Kurs findet oder zu oft dabei war, fängt einfach wieder von vorne an und macht die Einführung noch mal.
Man könnte meinen, dass da auf dem Rücken der Steuerzahler eine ziemliche Verar… läuft.
Naja, meine hyptothetische Bekannte wird in nächster Zeit wohl mal Niederländisch lernen, weil sie da eh gerne in den Urlaub möchte. Dann noch ein bisschen Arbeitsrecht (Wo sitzt das Bundesarbeitsgericht? Wichtige Frage!). Das sind doch Themen, die sie weiterbringen.
Nur zur Info…
Hallo,
Bekannte von mir, die seit Anfang das Monates Zeit im
Arbeitsamt absitzt.
- Die Agentur für Arbeit übergibt neu gemeldete Arbeitslose
ohne Verzögerung an eine private Arbeitsvermittlungsagentur.
- Die private Vermittlungsagentur wiederum kassiert für ein
halbes Jahr Geld für die Betreuung der Arbeitslosen. Diese
Betreuung besteht aus 4 Wochen Gruppengesprächen mit
Anwesenheitspflicht und geht dann in Kurse über.
Also ich denke dies ist von Fall zu Fall, vielleicht sogar von Amt zu Amt / Bundesland unterschiedlich.
Ich zum Beispiel musste mich im dieses Jahr arbeitslaos melden und wurde sehr höflich und zuvorkommend behandelt.
Ich wurde nicht schikaniert, nicht an irgend welche Agenturen vermittelt, noch wurden mit Kurse aufgezwungen.
Ich wurde lediglich gefragt, ob ich Interesse an diversen Kursen hätte und wenn ich das wolle, könne man mich dazu anmelden.
Gut, die Wartezeiten im Amt waren immer eine Qual … aber ich hatte ja eh nichts anderes vor …
Natürlich wurden mir ausgeschriebene Stellen weiter geleitet, auf die ich mich bewerben sollte bzw. bestätigen sollte ob und wenn nicht warum nicht beworben wurde.
Allerdings waren diese Vermittlungen oft so sehr verzögert bei mir angekommen, so dass ich mich auf die Stelle sowieso 1 oder 2 Wochen davor bereits beworben hatte.
Ansonsten waren die Mitarbeiter, insbesondere die Vermitlerin des Amtes wirklich immer sehr nett zu mir. Sehr höflich und immer freundlich.
Ich hatte nur gute Erfahrungen.
LG Jasmin
Och, freundlich sind da wohl auch alle 
Mich ärgert nur diese Scheinbeschäftigung. Das ist aber tatsächlich auch von Amt zu Amt wohl verschieden.
Och, freundlich sind da wohl auch alle 
Mich ärgert nur diese Scheinbeschäftigung. Das ist aber
tatsächlich auch von Amt zu Amt wohl verschieden.
Ja ist ist möglich, ich tippe da auch eher auf Unterschiede in Bundesländern oder Gemeinden.
LG Jasmin
Nachdem nun einige Tage vergangen sind und einige Termine
stattgefunden haben, habe ich das Prinzip verstanden:
- Die Agentur für Arbeit übergibt neu gemeldete Arbeitslose
ohne Verzögerung an eine private Arbeitsvermittlungsagentur.
–> Dadurch verschwinden diese Personen angeblich aus der
Statistik und werden unter „Maßnahme“ geführt.
Hier sind wohlwollend geurteilt zwei dicke Fehler drin:
1.) Die AfA „übergibt“ nicht pauschal neue Arbeitslose in Maßnahmen.
2.) Es handelt sich nicht um private Arbeitsvermittlungsagenturen sondern um Maßnahmeträger unterschiedlichster Art
Richtig ist, daß die Personen dann nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenzahl mit aufgeführt werden.
- Die private Vermittlungsagentur wiederum kassiert für ein
halbes Jahr Geld für die Betreuung der Arbeitslosen. Diese
Betreuung besteht aus 4 Wochen Gruppengesprächen mit
Anwesenheitspflicht und geht dann in Kurse über.
Auch das ist natürlich Quark. Anhand eines Einzelfalles zu behaupten, man habe das Prinzip verstanden und ein generelles Bild von Integrationsmaßnahmen zu zeichnen, ist natürlich Kokolores. Im Übrigen „kassieren“ Maßnahmeträger nicht einfach so mal Kohle. Ganz im Gegenteil ist aufgrund eines harten Wettbewerbes in den meisten Maßnahmen auch eine Vermittlungsquote (also eine erfolgreiche Integration in den ersten Arbeitsmarkt) gefordert. Erst wenn diese erreicht wird, „rechnet“ sich das Ganze für den Maßnahmeträger.
So einfach ist das alles eben nicht.
Gruß,
LeoLo
Nachdem nun einige Tage vergangen sind und einige Termine
stattgefunden haben, habe ich das Prinzip verstanden:
- Die Agentur für Arbeit übergibt neu gemeldete Arbeitslose
ohne Verzögerung an eine private Arbeitsvermittlungsagentur.
–> Dadurch verschwinden diese Personen angeblich aus der
Statistik und werden unter „Maßnahme“ geführt.
Hier sind wohlwollend geurteilt zwei dicke Fehler drin:
1.) Die AfA „übergibt“ nicht pauschal neue Arbeitslose in
Maßnahmen.
2.) Es handelt sich nicht um private
Arbeitsvermittlungsagenturen sondern um Maßnahmeträger
unterschiedlichster Art
Richtig ist, daß die Personen dann nicht mehr in der
offiziellen Arbeitslosenzahl mit aufgeführt werden.
Naja, wie die Dinger heißen macht ja keinen Unterschied.
- Die private Vermittlungsagentur wiederum kassiert für ein
halbes Jahr Geld für die Betreuung der Arbeitslosen. Diese
Betreuung besteht aus 4 Wochen Gruppengesprächen mit
Anwesenheitspflicht und geht dann in Kurse über.
Auch das ist natürlich Quark. Anhand eines Einzelfalles zu
behaupten, man habe das Prinzip verstanden und ein generelles
Bild von Integrationsmaßnahmen zu zeichnen, ist natürlich
Kokolores.
Naja, der Veranstalter selbst ließ durchblicken, dass von den Anwesenden 30 maximal 4 dort sinnvoll weitergebildet werden könnten. Der Rest sitzt dort wohl auch nach Ansicht des „Trägers“ seine Zeit ab.
Im Übrigen „kassieren“ Maßnahmeträger nicht einfach
so mal Kohle. Ganz im Gegenteil ist aufgrund eines harten
Wettbewerbes in den meisten Maßnahmen auch eine
Vermittlungsquote (also eine erfolgreiche Integration in den
ersten Arbeitsmarkt) gefordert. Erst wenn diese erreicht wird,
„rechnet“ sich das Ganze für den Maßnahmeträger.
Mag sein, aber wie rechnet es sich, Leute 2x die Einführung machen zu lassen, nur weil es eben keine Kurse für sie gibt? Entweder bekommen die Träger ihre Kohle eben doch pauschal pro Person aufgrund der Win-Win-Situation (Statistik geschönt vs. Geld verdient) mit dem AAmt (jaja Agentur…) oder meine Bekannte hatte einfach ganz viel Pech.
Da ich selber schon Ausbilder solcher Maßnahmen war (anderes Bundesland, anderes Thema) und erlebt habe, wie Leute da ohne jegliche Motivation in schön klingende Weiterbildungen gesteckt wurden, die sie brav absaßen, tendiere ich weiter zu meiner ursprünglichen Aussage.
So einfach ist das alles eben nicht.
Who said life is easy?
Natürlich ist alles pauschalisiert, aber wir sind ja in einem Fragemedium: Wer hat also ähnliches erlebt?
Hallo,
Moin Moin
ich hatte vor ein paar Tagen in
/t/zeit-absitzen-im-arbeitsamt-ueblich/5348829
gefragt, ob jemand ähnliche Erlebnisse kennt, wie eine
Bekannte von mir, die seit Anfang das Monates Zeit im
Arbeitsamt absitzt.
Nachdem nun einige Tage vergangen sind und einige Termine
stattgefunden haben, habe ich das Prinzip verstanden:
- Die Agentur für Arbeit übergibt neu gemeldete Arbeitslose
ohne Verzögerung an eine private Arbeitsvermittlungsagentur.
–> Dadurch verschwinden diese Personen angeblich aus der
Statistik und werden unter „Maßnahme“ geführt.
wie schon erwähnt ist das keine private arbeitsvermittlungsargentur sonder eine art *schule* und ja das ist leider wahr und eine frechheit das diese leute nicht in die statistik mit aufgenommen werden.
- Die private Vermittlungsagentur wiederum kassiert für ein
halbes Jahr Geld für die Betreuung der Arbeitslosen. Diese
Betreuung besteht aus 4 Wochen Gruppengesprächen mit
Anwesenheitspflicht und geht dann in Kurse über.
Richtig, z.b. person x wird von dieser art *schule* eingestellt als eine art lehrerin, im bereich abrechnung, person x ist zuerst iritiert weil sie sich dort nicht beworben hatte, aber nimmt job an weil gutes geld bezahlt wird und nur 1x wöchentlich je 7 Std. Person x bereitet sich für den unterricht vor, stellt aber fest das dort absolut keiner lust drauf hat und nur seine zeit absizten will. laut aussagen von den teilnehmern, werden sie sogar dazu gezwunden den kurs komplett zu besuchen auch wenn sie einen neuen job, selbständig gefunden haben. dieße maßnahme wird vom staat pauschal mit 2500 euronen bezahlt pro kopf versteht sich.
Der Witz ist: Wer keinen Kurs findet oder zu oft dabei war,
fängt einfach wieder von vorne an und macht die Einführung
noch mal.
richtig! und es werden wieder 2500 pro kopf kassiert und man ist wieder nicht in der staatistik mit drin.
Man könnte meinen, dass da auf dem Rücken der Steuerzahler
eine ziemliche Verar… läuft.
jep eine ziemlich große sogar! aber die arbeitslosenzahlen sinken ja.
Naja, meine hyptothetische Bekannte wird in nächster Zeit wohl
mal Niederländisch lernen, weil sie da eh gerne in den Urlaub
möchte. Dann noch ein bisschen Arbeitsrecht (Wo sitzt das
Bundesarbeitsgericht? Wichtige Frage!). Das sind doch Themen,
die sie weiterbringen.
ja zum beispiel das sind gute tehmen aber z.b werden auch leute in kurse medizin reingesteckt die vom bau kommen etc. und nie im leben was in dem beruf machn wollen. erscheinen tun eh nicht alle von 25 gemeldeten waren täglich dan 4-6 da.
Nur zur Info…