Entscheidung Hausfrau zu sein

Hallo Allerseits,

nehmen wir an, da wäre eine große Familie, bei der Vater einen so geringen Verdienst heimbringt, dass die Familie auf ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen ist.

Welche Rolle spielt es nun bei den Hilfen, ob die Mutter nun aussagt arbeitssuchend zu sein, oder ob die Mutter sagt, dass sie keine Arbeit sucht sondern Hausfrau ist und bleibt?
Bekommt sie als Arbeitslose mehr Geld?

Gruß
Carlos

Kommt zunächst einmal auf das Alter der Kinder an! Natürlich steht es einer Frau in einem gewissen Rahmen zu, sich um die Kinder zu kümmern.

Wenn man angibt, arbeitssuchend zu sein muss man außerdem damit rechnen, in einen 1€-Job vermittelt zu werden, bzw. man hat die Pflicht sich zu bewerben etc.etc.

nehmen wir an, da wäre eine große Familie, bei der Vater einen
so geringen Verdienst heimbringt, dass die Familie auf
ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt angewiesen ist.

Welche Rolle spielt es nun bei den Hilfen, ob die Mutter nun
aussagt arbeitssuchend zu sein, oder ob die Mutter sagt, dass
sie keine Arbeit sucht sondern Hausfrau ist und bleibt?
Bekommt sie als Arbeitslose mehr Geld?

Jein.

Grundsätzlich ist ALG2 anders als ALG1 nicht an die Verfügbarkeit geknüpft, sondern (u.a.) an die Bedürftigkeit und die Erwerbsfähigkeit (vgl. § 7 SGB II).

Nach SGBII-Recht ist man verpflichtet, alle Möglichkeiten zu ergeifen, um diese Bedürftigkeit ganz oder wenigstens teilweise aufzuheben bzw. zu mildern. (Vgl. § 2 SGB II).

„Alle Möglichkeiten“ ist jedoch nur der Grundsatz und wie wir alle wissen gilt: kein Grundsatz ohne Ausnahme.
Von zentraler Bedeutung ist die Frage, ob das Wahrnehmen dieser Möglichkeiten zumutbar im Sinne des § 10 SGB II ist.

Wenn zum Beispiel die Kinderbetreuung nicht sicher gestellt werden kann oder ein Partner zu Hause gepflegt werden muss, dann können dieses gewichtige Gründe sein, die einer Arbeitsaufnahme oder z.B. einer Maßnahmeteilnahme entgegenstehen. Man steht also faktisch dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, hat aber dennoch ggf. einen ALG2-Anspruch.

„Ich habe keine Lust“ oder „ich möchte lieber Hausfrau sein“ sind naheliegenderweise keine Gründe, die die Zumutbarkeit tangieren.

Hallo

Ist der Ehemann so ein schlechter Vater, daß man ihn mit den Kindern nicht alleine lassen kann? Dann wäre das auch ein Fall für’s Jugendamt.

Gruß,
LeoLo

Ist der Ehemann so ein schlechter Vater, daß man ihn mit den
Kindern nicht alleine lassen kann? Dann wäre das auch ein Fall
für’s Jugendamt.

Fantastisch: polemische Antworten, die Aussagen des Fragestellers ignorieren (Mann hat Verdienst! Folgerungen: hat also Arbeitsplatz und steht also im Zweifel zur Betreuung nicht zur Verfügung), sind immer wieder gerne gesehen.

3 „Gefällt mir“

Hallo Angulimala

Dein Einwand überrascht kaum. Ich habe die Beschäftigung des Ehemanns sehr wohl zur Kenntnis genommen. Ich setze aber mal keck voraus, daß es sich nicht um eine unterbezahlte 24-Stunden-Tätigkeit handelt. Im Gegensatz scheinbar zu Dir, halte ich es daher nicht für unmöglich, daß man die Betreuung aufteilt. Was spricht denn aus deiner so unpolemischen und sachlichen Betrachtungsweise heraus dagegen, Verdienst zu erzielen, während der Ehemann zuhause ist?

Angulimala, mal prinzipiell, was mir bei Dir so auffällt: Ungeachtet dessen, daß man von Dir weder minimale kommunikative Grundanforderungen wie eine freundliche Anrede oder eine Verabschiedung erwarten darf, lese ich von Dir in der Regel nur Gepolter und Stimmungsmache. Lösungen scheinst Du offensichtlich nicht zu haben. Ganz im Gegenteil prognostizierst Du schon Probleme da, wo noch keine sind. Das nennt man problemorientiertes Denken, was bekanntlich destruktiv ist.

Gruß,
LeoLo

8 „Gefällt mir“

Was spricht denn aus deiner so unpolemischen und
sachlichen Betrachtungsweise heraus dagegen, Verdienst zu
erzielen, während der Ehemann zuhause ist?

Jetzt verstehe ich, worauf du abstellst. Papa kommt zuverlässig um 17:00 nach Hause und Mama sucht sich einen der zahlreichen Jobs, die nach 17:open_mouth:O Uhr beginnen.
Wenn du es als Kommunikationsfachfrau so (oder ähnlich) formuliert hättest, hätte es sogar ich als einfacher Mensch verstanden.

Bevor ich es vergesse: Und nun das Ganze nochmal unter realismusnahen Annahmen …

Angulimala, mal prinzipiell, was mir bei Dir so auffällt:
Ungeachtet dessen, daß man von Dir weder minimale
kommunikative Grundanforderungen wie eine freundliche Anrede
oder eine Verabschiedung erwarten darf, lese ich von Dir in
der Regel nur Gepolter und Stimmungsmache.

Stimmt, Höflichkeits-Floskeln sind nicht mein Ding; die spare ich mir für Kunden und Leute auf, an denen mir persönlich etwas liegt, und nicht für anonyme Nick-Names.
Das, was du als Stimmungsmache bezeichnest, sind für mich in der Regel legitime Zuspitzungen.

Lösungen scheinst Du offensichtlich nicht zu haben. Ganz im Gegenteil
prognostizierst Du schon Probleme da, wo noch keine sind. Das
nennt man problemorientiertes Denken, was bekanntlich
destruktiv ist.

Der eine nennt es destruktv (was wird denn genau zerstört?), der andere rational.
Problem sind im Übrigen nicht schon deshalb inexistent, weil man sie selbst momentan nicht sieht. Und in der Tat betrachte ich es zumindest hier im Forum als erstrebenswerte Aufgabe, User auf Probleme hinzu weisen, die sie selbst ggf. nicht erkennen wollen oder können.

1 „Gefällt mir“

Stimmt, Höflichkeits-Floskeln sind nicht mein Ding; die spare
ich mir für Kunden und Leute auf, an denen mir persönlich
etwas liegt, und nicht für anonyme Nick-Names.

im gegensatz zu dir ist leolo aber nicht anonym, sondern seit 8 jahren hier als kompetenter ratgeber bekannt.

6 „Gefällt mir“

Hallo Angulima

Was spricht denn aus deiner so unpolemischen und
sachlichen Betrachtungsweise heraus dagegen, Verdienst zu
erzielen, während der Ehemann zuhause ist?

Jetzt verstehe ich, worauf du abstellst. Papa kommt
zuverlässig um 17:00 nach Hause und Mama sucht sich einen der
zahlreichen Jobs, die nach 17:open_mouth:O Uhr beginnen.

Bevor ich es vergesse: Und nun das Ganze nochmal unter
realismusnahen Annahmen …

Du hast Recht. Es war vermutlich menschenverachtend und realitätsfremd von mir, von einem Hartz IV - Empfänger etwas zu erwarten, was für Unzählige von Doppelverdienern mit Kindern oder Alleinerziehenden tagein tagaus normal ist.

Gruß,
LeoLo

6 „Gefällt mir“

Stimmt, Höflichkeits-Floskeln sind nicht mein Ding; die spare
ich mir für Kunden und Leute auf, an denen mir persönlich
etwas liegt, und nicht für anonyme Nick-Names.

im gegensatz zu dir ist leolo aber nicht anonym, sondern seit
8 jahren hier als kompetenter ratgeber bekannt.

Mir nicht! Und nu?

1 „Gefällt mir“

Du hast Recht. Es war vermutlich menschenverachtend und
realitätsfremd von mir, von einem Hartz IV - Empfänger etwas
zu erwarten, was für Unzählige von Doppelverdienern mit
Kindern oder Alleinerziehenden tagein tagaus normal ist.

Du willst ernsthaft begaupten, dass das normale Arbeitszeit-Modell - oder zumindest ein weit verbreitetes - in Doppelverdienerhaushalten mit Kindern lautet:
Der eine Partner - die Frau (!) -, der sich den ganzen Tag erholen konnte, geht ggf. abends arbeiten, nachdem der andere Partner nach Hause gekommen ist?
Bei uns? In Deutschland?
Und da sage einer, dass man alte Leute wie mich nicht mehr überraschen kann.

Was mich noch mehr überrascht ist, dass es scheinbar User gibt, die ein solches Modell, welches in der Realität durchaus vorkommen mag, nicht für menschenverachtend halten: angefangen beim Zerstören familiärer Bindungen, endend bei Arbeitstagen - ich weiß, zu Hause bei den Kindern sein, gleicht Eier schaukeln - von 12 oder warum nicht 15 Stunden. möglich ist alles.

1 „Gefällt mir“