Hallo Filip
Da ich gehört habe, dass Spiele viel Speicher benötigen, so um
die 4 Gigabyte, wollte ich deshalb das Windows Vista x64
kaufen, damit alle 4 Gigabyte addresiert werden können.
Du unterliegst da mehreren Fehlinformationen. Der Reihe nach:
Windows in 32bit (egal ob XP, Vista oder auch 2000) haben einen Adressraum von 4GB. Da aber ein Teil dieses Adressraums von Windows für MMIO-Operationen verwendet wird, sind von 4GB verbautem RAM in der Praxis nur ca. 3,5GB (der genaue Wert kann schwanken, je nach der verbauten Hardware…) nutzbar.
In aller Regel ist bei Windows in 32bit-Version ab 2GB RAM aufwärts keine oder nur eine minimale Performance-Steigerung zu bemerken. Auch für Spiele macht es keinen wirklich nennenswerten Unterschied.
Ein 64bit-Betriebssystem macht bei ‚nur‘ 4GB RAM nicht wirklich Sinn, da der vermeintliche Vorteil, die ca. 512MB RAM auch noch nutzen zu können, dadurch relativiert wird, dass das 64bit-OS ‚fetter‘ ist. Ebenso jede 64bit-Software, die Du installierst. Erst wenn mehr RAM ins Spiel kommt, wird es u.U. interessant.
Echte 64bit-Software für Windows ist aber noch relativ dünn gesät. Und 32bit-Software, soweit sie überhaupt läuft, hat keinen Vorteil von einem 64bit-Windows, sie läuft ebenso schnell oder langsam.
Mein Vater meint aber, dass ich das alte Betriebstsystem
behalten soll, weil erstens: es die neusten Spiele doch nur
2-3 Gigabyte brauchen, und zweitens, weil Vista keine guten
Treiber hat, usw.
Beim ersten Teil stimme ich Deinem Vater zu. Was die Treiber angeht, ist Vista inzwischen durchaus gut versorgt. Zumindest die 32bit-Version. Wie es mit 64bit-Treibern aussieht, müsstest Du mal abklären, indem Du bei den Herstellern der von Dir bevorzugten Hardware (z.B. bei AMD/ATI oder NVidia für die Grafikkartentreiber) nachschaust, was es da schon gibt.
Bleib erstmal bei XP. Auf Vista umsteigen kannst Du später immer noch. Oder evt. kannst Du ja auch Vista überspringen und gleich auf Windows 7 wechseln, wenn es denn mal erscheint. Investier das gesparte Geld dafür in gute Komponenten für den neuen Rechner.
CU
Peter