Hallo,
wenn man das Arbeiten von VISTA versteht, macht auch es für den „Experten“ wenig Sinn, VISTA-Dienste zu deaktivieren. VISTA startet nämlich nur dann einen Dienst, wenn es meint, ihn auch wirklich zu benötigen. Es gibt aber Dienste, die insbesondere nach dem Umstieg von XP auf VISTA den Nichtwissenden ganz schön irritieren können. Das sind im wesentlichen:
Indizierung (Desktopsuche)
Defragmentierung
Windows Defender
Systemwiederherstellung
Die Indizierung erlaubt es, nach Eingabe es Suchbegriffes (z.B. „Tante Erna“)alles Texte und E-Mails, die diesen Begriff enthalten innerhalb weniger Sekunden anzuzeigen, auch wenn hunderte Dokumente mit vielen Seiten sich auf dem OC befinden. Hierzu müssen diese Dokumente einmal analysiert und die Ergebnisse in einer Datenbank abgepeichert werden, was erheblich Zeit kostet. Dabei wird diese Arbeit im wesentlichen in den Ruhezeiten durchgeführt; wer natürlich den Rechner immer direkt ausschaltet, braucht sich nicht zu wundern, dass dieser Prozess eigentlich nie abgeschlossen wird, bzw. die Begriffe nicht gefunden werden und die Festplatte in jeder Arbeitspause ihr Lied singt.
Die Defragmentierung der Festplatte startet einmal die Woche und soll die Zugriffszeiten verkürzen, indem es Dateifragmente zu einer Kette neu ordnet. Auch das kann bei einer großen Datenmenge erstmals sehr lange dauern. Auch dieser Prozess wird beim Arbeiten mit dem PC unterbrochen und findet im wesentlcieh nur in den Arbeitspausen statt.
Windows Defender ist ein Hintergrundprogramm, das den Computer vor Sicherheitsrisiken, Popups und Beeinträchtigungen der PC-Leistung schützen soll, die durch Spyware oder andere unerwünschte Software verursacht werden. Natürlich werden auch hierdurch zeitweise Systemresourcen verbraucht.
Täglich bei Systemstart und beim Installieren neuer Software wird ein sogenannter Wiederherstellungspunkt erstellt. Damit ist es sehr einfach möglich, das System auf einen früheren Zeitpunkt zurückzusetzen, wenn z.B. ein Virus oder eine Softwareinstallation es beschädigt hat.
Microsoft hat dies alles integriert nicht um uns zu ärgern, sondern um uns das Arbeiten mit dem PC zu erleichtern. Für Spielefreaks ist das natürlich alles Ballast, den es abzuwerfen gilt.
Wenn man einmal die Woche den PC nach getaner Arbeit einfach mal weiterrödeln lässt (bei deaktiviertem Ruhezustand) bis er sich von alleine beruhigt, dann hat man in der Regel immer ein flottes System, mit dem man wirklich gut arbeiten kann.
Grüße Culles