Re: Wurzelspitze und Kopfschmerzen
Hallo!
Folgender Fall: Siftzahn, es wurde schon einmal eine
Wurzelresektion gemacht, nun ist die Wurzel des Schneidezahns
wieder entzündet (außen gerötet).
1. Frage: Wie oft kann eine Zahnwurzelresektion durchgeführt
werden?
Servus Anwärter,
eine Antwort hast Du ja schon. Nur . . .
Es liegt nahe, daß mit der Resektion die Ursache nicht behoben wurde. Sonst käme ja die Entzündung nicht wieder. Es sitzen also noch Bakterien in der Wurzel, gegen die Dein Körper sich mit einer Entzündung wehrt. Nachdem ein Stift im Zahn ist, ist eine Revision der Wurzelbehandlung schwierig bis unmöglich. Trotzdem wäre sie wohl der richtige Weg.
Wenn jemand sich an eine erneute Resektion begibt, sollte sie/er auf jeden Fall versuchen, einen retrograden Verschluß der Wurzel vorzunehmen
http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/9_04/pages2/tite...
(Wenn der Artikel zu lang und zu speziell sein sollte, mit der Suchfunktion des Browsers nach 'retrograde Wurzelfüllung' suchen.)
Wenn zwischen Stift und Wurzelkanalwand ein Spalt sein sollte, kann man den Zahn so lange resezieren, bis er herausfällt - die Entzündungen kommen doch immer wieder.
2. Frage: Kann es sein, dass durch die Entzündug Kopfschmerzen
entstehen?
Meine Antwort ist hier 'eher nicht'. Im Falle einer Reinfektion im Zahnwurzelbereich halten sich die Schmerzen IMO meist streng begrenzt. Aber für unmöglich würde ich es auch nicht halten.
3. Frage zu anderem Thema (kieferorthopädisch): Der Zubiß
"passt" nicht mehr richtig, da die Zähne gekippt sind. Können
sich dadurch die Kiefergelenke entzünden?
Das kann nur jemand beantworten, der die Situation statisch und dynamisch vorgeführt bekommt UND der etwas davon versteht (Kieferorthopäde).
Im übrigen rate ich Dir dazu, vor dem Wochenende in eine Fachpraxis für Gesichts- und Kieferchirurgie zu gehen. Diese KollegInnen haben heutzutage oft ein OP-Mikroskop und sind meist auf die Durchführung einer retrograden WF eingestellt. Vorher Kosten klären!
Viel Glück!
Kai Müller