Piloten der LH 044 suspendiert

Die „Helden“ wurden nach einer Woche suspendiert.
Video und Fotos von der Landung und vom Flugzeug gab es vor kurzem hier.

Ein Bericht auf zdf:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/450126?inPopu…

Suspendierung?
Hi,

erstmal Dank an dich für den Link.

Dass das ZDF seine Seiten immer so total verspripten muss nervt mich allerdings total. Können die nicht einfach mal sein wie andere Videoportale auch? Dann hätte man auch mal was von der Player-Funktionaltiät (springen, Puffern usw…).

Leider geht’s in dem Video nicht wirklich um den o.g. Flug und von einer Suspendierung kam IMHO auch nix vor. Woher hast du diese Info?

Grüße,
J~

Leider geht’s in dem Video nicht wirklich um den o.g. Flug und
von einer Suspendierung kam IMHO auch nix vor. Woher hast du
diese Info?

Hallo J~,
die Suspendierung wird ganz kurz in einem Satz erwähnt. Das ist noch ziemlich am Anfang.
Ich habe es mir auch zweimal angehört, weil ich dachte, ich hätte mich verhört. Der Sprecher sagt, beide seien nach einer Woche, in der sie weiter normal Dienst getan hätten, vom Dienst suspendiert worden. Ich konnte es auch kaum glauben. Gefunden habe ich dazu leider keine bestätigenden Infos. Ich glaube daher, dass diese Info auch falsch sein kann und der Sprecher sich geirrt haben könnte.
Allerdings hält die Lufthansa auch absolut dicht.

Ansonsten fand ich interessant, dass der Pilot freie Wahl der Bahnen hatte und sich gegen den Vorschlag der Lotsen entschied. Diese nahm er erst im zweiten Anlauf.

Ich glaube, dass der Druck auf Piloten enorm ist, die Kosten niedrig zu halten. Das wird immer mal wieder von der PV Cockpit kritisiert. (A310 D-AHLB Notlandung in Wien http://versa.bmvit.gv.at/uploads/media/A310_GZ._8500…).

Gruß, Ingo

Hi,

die Suspendierung wird ganz kurz in einem Satz erwähnt. Das
ist noch ziemlich am Anfang.

OK, ich 'glaubs dir um nicht nochmal auf die nervige ZDF-Seite zu müssen :wink:

Ich habe es mir auch zweimal angehört, weil ich dachte, ich
hätte mich verhört.

Ich bin nicht vom Fach, aber was im Luftbrett so rüber kam klang nicht nach Fehlverhalten. In der BALD-„Zeitung“ waren große Bilder der Piloten, vielleicht hat da jemand zu schnell seine Zustimmung zur Veröffentlichung gegeben es gibt uU einen ganz anderen Grund

Gefunden habe ich dazu leider keine bestätigenden Infos. Ich
glaube daher, dass diese Info auch falsch sein kann und der
Sprecher sich geirrt haben könnte.

Bei DEM Bericht würde mich das nicht wundern :wink: Die „Hauptinformantin hat eine interessante Wohnungseinrichtung und Frisur“ ist das was mir hauptsächlich in Erinnerung blieb :wink:

Allerdings hält die Lufthansa auch absolut dicht.

Die hat andere Interessen als die Öffentlichkeit. Aber wenn ich mich recht erinnere gibt es eine Untersuchung des BFU. Dann wissen wir bescheid.

Ansonsten fand ich interessant, dass der Pilot freie Wahl der
Bahnen hatte und sich gegen den Vorschlag der Lotsen
entschied. Diese nahm er erst im zweiten Anlauf.

Der Flughafen in HH liegt ja mitten in der Stadt umgeben von Häusern bis zum Flughafenzaun. So richtig frei nach Laune kann da IMHO nicht angeflogen werden. Und hinter der „freien Wahl“ der Piloten können sich die anderen Beteiligten natürlich auch schön verstecken…

Cockpit kritisiert. (A310 D-AHLB Notlandung in Wien

Für dieses Fehlverhalten hat der Pilot eine Freiheitsstrafe (6M.aB) bekommen! Ist mit dem aktuellen Fall wohl „nicht ganz“ vergleichbar :smile:

Grüße,
J~

Hi,

Ich bin nicht vom Fach, aber was im Luftbrett so rüber kam
klang nicht nach Fehlverhalten.

Da habe ich ja eine ganz andere Meinung.

Die hat andere Interessen als die Öffentlichkeit. Aber wenn
ich mich recht erinnere gibt es eine Untersuchung des BFU.
Dann wissen wir bescheid.

Ja.

Ansonsten fand ich interessant, dass der Pilot freie Wahl der
Bahnen hatte und sich gegen den Vorschlag der Lotsen
entschied. Diese nahm er erst im zweiten Anlauf.

Der Flughafen in HH liegt ja mitten in der Stadt umgeben von
Häusern bis zum Flughafenzaun. So richtig frei nach Laune kann
da IMHO nicht angeflogen werden. Und hinter der „freien Wahl“
der Piloten können sich die anderen Beteiligten natürlich auch
schön verstecken…

Das ist genau das, was ich meine. Hatte der Pilot die freie Wahl, eine Landung abzulehnen und einen Ausweichflughafen anzufordern oder hätte er damit sein Können schlecht dargestellt oder lange Nachfragen provoziert oder zu hohe Kosten?

Cockpit kritisiert. (A310 D-AHLB Notlandung in Wien

Für dieses Fehlverhalten hat der Pilot eine Freiheitsstrafe
(6M.aB) bekommen! Ist mit dem aktuellen Fall wohl „nicht ganz“
vergleichbar :smile:

Bei diesem Fall wurde aus Kostengründen ein Flug nach Deutschland entschieden.
Das ist natürlich alles kein Problem, wenn dabei keine Risiken eingegangen werden. Doch in beiden Fällen wurden die Risiken falsch eingeschätzt.

Es erfordert ziemlich viel Mut, nicht zu landen, weil man im Gegensatz zu einer geglückten Landung, weil gerade keine Böe kam, eine Nicht-Landung und einen Ausweichflughafen begründen muss.
Mein Fluglehrer sagte mir mal:„Wenn Dir irgendetwas komisch vorkommt, hat Gott Dir hier einen Hebel hingebaut. Den drückst Du dann“. Das war der Schubhebel für das Durchstarten. Ich habe das immer wieder geübt - gegen meinen Stolz und wurde x-mal danach angequatscht.
Risikominimierung wird leider viel zu schnell als Nicht-Können verstanden, was leider auch nicht völlig auflösbar ist, denn natürlich wird ein erfahrener Pilot die Dinge anders beurteilen als ein Fluganfänger. Und ich möchte gar nicht wissen, was passiert, wenn der Pilot in Düsseldorf gelandet wäre. Anschlussflüge? Passagiere? Überführung? Kosten? Fragen?

Man muss sich mal überlegen, dass die Flugzeuge x-fach redundante Systeme haben und alle Parametern weit im „grünen Bereich“ bleiben. Nur beim Wetter darf der Pilot landen, was er sich zutraut. In EDDH-Forum wurde das als regelungsbedürftig angesehen.

Ich kenne einen Berufspiloten. Ich schreib Dir mal, wenn ich weiß, was er dazu meint.

Grüße,
J~

Viele Grüße,
Ingo

Hi,

Nur beim Wetter darf der Pilot landen, was
er sich zutraut. In EDDH-Forum wurde das als
regelungsbedürftig angesehen.

das Problem an diesem Tag war ja:
1.landen MUSS er auf jeden Fall
2.in GANZ Deutschland war Sturm

also einfach woanders hinfliegen war nicht und überhaupt kam er ja auch schon aus Deutschland. Die Alternative wäre also eher gar nicht fliegen gewesen.

Ich kenne einen Berufspiloten. Ich schreib Dir mal, wenn ich
weiß, was er dazu meint.

Ja, ggf auch im Luftbrett :smile:

Grüße,
J~

Ich muss doch noch antworten :smile:

das Problem an diesem Tag war ja:
1.landen MUSS er auf jeden Fall
2.in GANZ Deutschland war Sturm

also einfach woanders hinfliegen war nicht und überhaupt kam
er ja auch schon aus Deutschland. Die Alternative wäre also
eher gar nicht fliegen gewesen.

In der Luft ist ein Sturm schonmal kein Problem (von extremen Fallwinden abgesehen, denn die können schonmal die Flügel abknicken. Aber dahin muss man ja nicht fliegen). Unangenehm ist er nur, wenn die Geschwindigkeit schwankt, denn es ist die gleiche Wirkung, als würde der Pilot immer lustig die Schubhebel voll durchdrücken und wieder loslassen. Der Flieger hüpft - steigt und sinkt, ist aber nicht schlimm.

Schwierig wird es am Übergang der Medien Luft und Erde. Dort soll zum richtigen Zeitpunkt der Auftrieb an den Flügeln abbreißen. Mit den Flügelklappen lässt sich das aber gut bewerkstelligen. Diese knallen mit einem Ruck hoch, der Flieger fliegt nicht mehr.
Kommt der Wind also von vorne auf die Landebahn ist das ganze nicht so wild. Bei einer richtig steifen Brise kann ein kleines Flugzeug dann ja rückwärts fliegen :smile:. Aber egal. Das Problem ist der Seitenwind zur Landebahn, weil man den Flieger immer gegen den Wind halten muss, wenn man parallel zur Bahn fliegen will. Das kann man entweder mit hängendem Flügel oder mit der Nase im Wind. Ist die Landebahn nicht in Windrichtung, fliegt man schief an und muss unten kurz vor dem Aufsetzen den Flieger drehen, damit die Räder nicht abknicken. Zwischen drehen, aufsetzen und Strömung abreißen lassen ist der wackelige Punkt. Wind von vorne ist nicht schlimm und dieser kann ruhig ordentlich Stärke haben. Kommt noch eine Boe kurz vorm Aufsetzen fliegt er etwas länger und setzt, wenn die Böe durch ist, mit einem Rumms auf. Bei Wind von hinten kommt man mit so einem Affenzahn an, dass vielleicht die Landebahn zu kurz ist.

So ein „Rumms“ ist mir bei windigem Wetter ganz lieb, weil das heißt, wir fliegen nicht mehr, sondern lenken jetzt.

Ich kenne einen Berufspiloten. Ich schreib Dir mal, wenn ich
weiß, was er dazu meint.

Ja, ggf auch im Luftbrett :smile:

Ja. Ist aber auch einfach zu interessant.

Grüße,
J~

Grüße, Ingo