Hallo Sebastian,
ich habe eine Frage zu allgemeiner Rechnerarchitektur: es gibt
ja 32-Bit Betriebssysteme, 32-Bit Prozessoren und 32-Bit
Dateisysteme. Was genau haben diese 32 Bit miteinander zu tun?
Geht es dabei nur um die Verwaltung des virtuellen
Adressraumes, oder gibt es noch andere Zusammenhänge? Und
ändert sich bei einem 64-Bit Betriebssystem mehr als nur der
Adressraum?
Bei den CPUs ist das teilweise eine Streitfrage. Die einen nehmen die ALU und die Anderen den Daten-Bus als Massstab. Der 8088 hatte zwar eine 16-Bit ALU aber, im Gegensatz zum 8086, nur einen 8-Bit breiten externen Datenbus.
Heutige 32-Bit CPUs haben aber einen 64-Bit Datenbus.
Durch den komplexen internen Aufbau mit mehreren parallel arbeitenden ALUs, der Zerlegung der Befehle in mehrere interne usw. ist eine definition auf Grund von Hardware-Details mittlerweile recht schwierig geworden.
Intel, und auch AMD, spricht heute von IA-32 (IA = Intel Architektur) und IA-64. Damit wird eigentlich nur noch der Befehlssatz bezeichnet, egal wie die Befehle jetzt intern verarbeitet werden.
32-Bit Betriebssysteme nutzen die ganzen Möglichkeiten z.B. der IA-32 Architektur, wohingegen ein 16-Bit Betriebssystem nur diejenigen nutzt welche die alte 16-Bit Architektur zur verfügung stellte.
Bei 32-Bit Dateisystemen geht es darum in wieviele Verwaltungsblöcke eine Disk unterteilt werden kann.
Hier ist noch zu erwähnen, dass dies auch ein Image-Problem von MS ist, welches mit der Werbung aufgebauscht wurde. Unix hatte schon vor über 20 Jahren eine 32-Bit Dateiverwaltung.
MfG Peter(TOO)