Mahlzeit,
d.h. dass die Säure den Kunststoff nicht "angreift" sondern
viel mehr wie ein Lösemittel wirkt.
so in etwa.
Gilt das eigentlich für alle Kunststoffe? Oder gibt es auch
Kunststoffe, die durch Säuren richtig depolymerisiert werden?
Nimm bestimmte Polyester wie z.B. die Polylactide. Die sind speziell so konzipiert, daß sie nach einiger Zeit hydrolysiert werden (Stichwort Bioabbaubarkeit). Da ist dann auf dem Komposthaufen selbst Wasser ausreichend, um das Zeug abzubauen. Ein anderes Beispiel wäre (lösliche) Stärke, die auch ohne Einwirkung von Mikroorganismen rein Chemisch mit Wasser und erst recht mit Essig- oder Ameisensäure hydrolysiert.
Aber werden denn
Kunststoffe die beispielsweise keiner Hydrolyse unterliegen
durch Säuren irreversibel geschädigt?
Was verstehst Du unter 'geschädigt'?
Wenn eine sog. polymeranaloge Reaktion dazuzählt (= eine Reaktiion, die die Kette unangetastet läßt, aber z.B. an einer Seitenkette eine Reaktion macht) dann gbt es so was.
Denn das "lösen" verändert ja den Kunststoff chemisch nicht,
oder?
Meistens nicht.
Meines Wissens bewirken Lösemittel ja eigentlich nur
eine physikalische veränderung (milchig werden, weich werden,
lösen eben^^) die den Kunststoff aber nicht chemisch
verändert.
Das kann man grob so sagen.
Klar?
Gandalf