Vererbung nach vielen Generationen

Von: , Frage gestellt am So, 12. Feb 2012

Man hat ja 48 Chromosomen und man gibt davon 24 an ein Kind weiter und ein Enkelkind hat dann nur noch 12 Chromosomen von der Ausgangsperson.
Nach 6 Generationen haben die Nachfahren dann rein rechnerisch weniger als 1 Chromosom der Ausgangsperson. Bedeutet das, dass es eine "Glückssache" ist, wenn die Nachfahren in der 6. Generation von der Ausgangsperson überhaupt noch ein Chromosom haben?
Das würde ja bedeuten, dass von einer Person an die Nachfahren in der 6. Generation unter Umständen überhaupt im Endeffekt keine Gene weiter gegeben wurden, oder?
Oder ist mein Gedankenspiel falsch?

18 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 37 Minuten 0 hilfreich
    Grob gesagt: Ja

    Abgesehen davon, dass ich 46 Chromosomen habe: http://de.wikipedia.org/wiki/Chromosom Man hat ja 48 Chromosomen und man gibt davon 24 an ein Kind
    weiter und ein Enkelkind hat dann nur noch 12 Chromosomen von
    der Ausgangsperson.
    Im statistischen Mittel!
    Im Einzelfall kann das völlig anders sein. Oder ist mein Gedankenspiel falsch?
    Hmm. Ich bin mir nicht sicher, ob die Genvererbung über Chromosomen oder über einzelne Gene über die Keimdrüsen läuft.

    Aber selbst wenn es komplette "unsterbliche" Chromosomen sind, ist es nur eine Frage der Statistik, die eben im Einzelfall nicht beschreibend ist.


    Gruß

    Stefan

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re: Grob gesagt: Ja

      Danke!
      Also ist das eher unwahrscheinlich, dass ein Nachfahre in 1000 Jahren überhaupt noch Gene von mir trägt?

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^2: Grob gesagt: Ja

        Hallo

        So würde ich das nicht sagen.

        Angenommen, Du wärst ein totales Unikat und 999 Mitmenschen jeweils auch.
        Dann wäre bei absolut gleichmäßiger Vermehrung(Paare mit gleichviel Kindern, gute Vermischung) nach 1000 Jahren in jedem dieser Menschen etwa 1/1000 stel Deiner Gene.
        Also, Du hättest Dich dann sozusagen als Ersatz zur Wiedergeburt in allen anderen verteilt.

        MfG
        Matthias

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^3: Grob gesagt: Ja

          Dann wäre bei absolut gleichmäßiger Vermehrung(Paare mit
          gleichviel Kindern, gute Vermischung) nach 1000 Jahren in
          jedem dieser Menschen etwa 1/1000 stel Deiner Gene.
          Hallo Matthias,

          das wäre ja deprimierend, aber ich vermute mal, du meinst 1000 Generationen? Damit könnte ich mich abfinden.

          Gruss Reinhard

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^4: Grob gesagt: Ja

            Hallo
            Ist klar, in 1000 Jahren nicht ganz einfach zu schaffen.
            Aber mir gings halt nur ums rechnerische Prinzip.
            MfG

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^5: Grob gesagt: Ja

              Das bedeutet, dass nach sehr vielen Generationen die Chance sehr gering ist, dass überhaupt noch meine Gene in den Nachfahren sind.
              Nehmen wir an man hat jetzt (so fürs Modell stark vereinfacht)4 Gene, dann haben die Kinder 2 Gene von der mir und die Enkelkinder 1.
              Das die Urenkel überhaupt noch eines von mir haben ist dann nur noch eine 50% Chance, denn halbe Gene werden ja nicht vererbt, oder?
              Liege ich da richtig?

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^6: Grob gesagt: Ja

              Hallo nochmal
              Das bedeutet, dass nach sehr vielen Generationen die Chance
              sehr gering ist, dass überhaupt noch meine Gene in den
              Nachfahren sind.
              Nein, das bedeutet es nicht.
              Ich wollte beschreiben, wie durchaus bleibend Gene vererbt werden. Nehmen wir an man hat jetzt (so fürs Modell stark
              vereinfacht)4 Gene, dann haben die Kinder 2 Gene von der mir
              Bei 2 Kindern wurden in diesem Schema insgesamt 4 von 4 Genen vererbt.
              Ob es 4 verschiedene Gene sind, ist glaub ich etwas Glücksache. Es gibt aber nichts außer dem Zufall, was Dich direkt diskriminieren könnte, und allen anderen Beteiligten geht es genauso.
              Dieses Schema umfasst auch nicht in den anderen Artikeln genannte Sonderfälle. und die Enkelkinder 1.
              Das die Urenkel überhaupt noch eines von mir haben ist dann
              nur noch eine 50% Chance, denn halbe Gene werden ja nicht
              vererbt, oder?
              Liege ich da richtig?
              Irgendwie stimmt das auf keinen Fall.
              Stell Dir vor, Deine Gene würden verschwinden, weil es die Mathematik vorhersagt. Wieso sollte die Mathematik Unterschiede bei den Mitmenschen machen?
              Oder anders gesagt, wenn Deine Gene verschwinden müssten, müssten das die Gene der anderen Menschen auch, und das gäbe Menschen ohne Gene, rein mathematish gesehen, und das wiederum erscheint mit dann sehr unlogisch.

              MfG
              Matthias

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^7: Grob gesagt: Ja

              Nein ich meine nicht das alle Gene verschwinden, aber in meinem Modell wo jeder nur 4 Gene hat, wäre es so, dass dein Urenkel nur mit 50%iger Wahrscheinlichkeit auch ein Gen von dir hat.
              Weil er 8 Urgroßeltern mit je 4 Genen hat (gesamt also 32 Gene), aber er selbst nur 4 Gene hat. Also es werden schon Gene weiter gegeben, aber es ist unwahrscheinlich, dass die Gene einer gewissen Person X bis in sehr viele Generationen weiter gegeben werden, oder nicht?

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^4: Grob gesagt: Ja

            Hallo! Dann wäre bei absolut gleichmäßiger Vermehrung(Paare mit
            gleichviel Kindern, gute Vermischung) nach 1000 Jahren in
            jedem dieser Menschen etwa 1/1000 stel Deiner Gene.
            Hallo Matthias,

            das wäre ja deprimierend, aber ich vermute mal, du meinst 1000
            Generationen? Damit könnte ich mich abfinden.
            1000 Jahre sind ungefähr 40 Generationen. Nach 40 Generationen bleiben rein statistisch 2-40 = ca. 10-12, also ein Billionstel der "Gene" übrig.

            Nach 1000 Generationen sind es rein statistisch 2-1000 = ca. 10<sup>-301. (Eine Zahl mit 300 Nullen kann ich leider nicht aussprechen).

            Das gilt natürlich nur für den völlig ausgeschlossenen Fall, dass es in diesen 1000 Generationen nie zu einer Paarung von Verwandten kommt. (Dafür gibt es freilich viel zu wenige nicht verwandte Menschen).

            Michael



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