Dunkler Fahrradfahrer auf dunkler Strasse

Hallo zusammen,

man stelle sich folgende Situation vor: unbeleuchtete, kurvige Landstrasse am frühen Morgen, kurz: zapfenduster. Nun ist das eine dieser Strassen wo immer ein Stück weit der rechte Rand gestrichelt als Radweg markiert ist, so ähnlich wie hier: http://adfc-rodgau.de/imgadfcr/stvo/rschutz-k.jpg (sorry für das kleine Bild). Diese Markierung ist da, wenn die Strasse breit genug ist, wird die Strasse enger, so hört die Markierung kommentarlos auf (Das kann man schlau oder doof finden, ist halt so). Es gibt an diesen Stellen auch nicht überall eine Ausweichmöglichkeit für die Radler, aber das soll eigentlich gar nicht das Thema sein.

Mir geht’s vielmehr um einen Radler, der ein völlig unbeleuchtetes Radel hat, keine Beleuchtung ausser einer Funzel nach vorne, keine Reflektorstreifen - nix. Zudem pflegt sich der Kerl ganz in schwarz zu kleiden. Sodele, Morgen für Morgen überhole ich ihn immer, und Morgen für Morgen erschrecke ich mich mehr, weil ich ihn wirklich erst sehr spät sehe. Und ich glaub halt, dass das nicht nur mir so geht, sondern dass alle anderen Autofahrer ähnliche Probleme haben.

Was aber kann ich tun? Den Kerl anhalten? Morgens auf dunkler Strasse, je nachdem wo ich ihn treffe womöglich noch in der Kurve bzw. hinter der Kuppe scheint mir das keine schlaue Idee zu sein. Die Polizei rufen? Hmm, ich will ja nicht, dass der fiesen Ärger kriegt, sondern nur dass er sich ein Rücklicht und vielleicht 1-1000 Reflektorstreifen für seine Jacke kauft. Ihn einfach umnieten? Ist blöd wegen der Blutspritzer, die man ja so schlecht weggewischt kriegt. (Für die Berufsgutmenschen: das ist ironisch gemeint) A

ber wie gesagt, ich hab echt Schiss, dass ich oder sonstjemand den Kerl einfach mal zu spät sieht und es dann einen ganz schlimmen Unfall gibt.

*wink*

Petzi

Die Polizei rufen? Hmm, ich will ja nicht, dass der
fiesen Ärger kriegt, sondern nur dass er sich ein Rücklicht
und vielleicht 1-1000 Reflektorstreifen für seine Jacke
kauft.

Mehr wird die Polizei von ihm auch nicht wollen.

ermutigenden Gruß,

Malte

Hallo Petzi,

ich denke die Polizei zu verständigen wäre das beste. So bekommt er vielleicht eine kleine Verwarnung oder ein kleines Bußgeld und die Auflage von der Polizei sein Fahrrad verkehrsgerecht auszustatten. Die Verwarnung ist allemal besser, als wenn er wirklich eines Tages umgefahren wird, weil er nicht zu sehen ist.

Gruß

Phoebe

Hallo Petzi,

man stelle sich folgende Situation vor: unbeleuchtete, kurvige
Landstrasse am frühen Morgen, kurz: zapfenduster. Nun ist das
eine dieser Strassen wo immer ein Stück weit der rechte Rand
gestrichelt als Radweg markiert ist, so ähnlich wie hier:
http://adfc-rodgau.de/imgadfcr/stvo/rschutz-k.jpg (sorry für
das kleine Bild). Diese Markierung ist da, wenn die Strasse
breit genug ist, wird die Strasse enger, so hört die
Markierung kommentarlos auf (Das kann man schlau oder doof
finden, ist halt so).

nor so kurz zur Info, das ist dann ein sogenannter „Schutzstreifen“. Aufhören sollte der zumindestens in deutschen Landen nie, die unterbrochene Linie zeigt ja sowieso an, dass sie bei Bedarf (und Platz) auch überfahren werden darf. (Die Linie, nicht der RadfahrerDu weißt ja, wer dies hier schreibt).

Es gibt an diesen Stellen auch nicht
überall eine Ausweichmöglichkeit für die Radler,

Hinter dem Radler ist eigentlich immer Platz auf der Straße. "aber das soll eigentlich gar nicht das Thema sein."©Petzi

Was aber kann ich tun? Den Kerl anhalten? Morgens auf dunkler
Strasse, je nachdem wo ich ihn treffe womöglich noch in der
Kurve bzw. hinter der Kuppe scheint mir das keine schlaue Idee
zu sein. Die Polizei rufen? Hmm, ich will ja nicht, dass der
fiesen Ärger kriegt, sondern nur dass er sich ein Rücklicht
und vielleicht 1-1000 Reflektorstreifen für seine Jacke
kauft.

Da bin ich mit den Vorschreibern einer Meinung, dass die Polizei von ihm wohl auch nicht viel anderes will. Übrigens: Ist das nicht ein Schweizer Radler? Der müsste dann doch ein Kennzeichen haben! Damit könntest Du ihn doch auch vor der Polizei identifizieren.

ber wie gesagt, ich hab echt Schiss, dass ich oder sonstjemand
den Kerl einfach mal zu spät sieht und es dann einen ganz
schlimmen Unfall gibt.

Diese Bedenken hast Du zu Recht. Also nichts wie hin zu den Freunden und Helfern.

Gruß, Karin

nor so kurz zur Info, das ist dann ein sogenannter
„Schutzstreifen“. Aufhören sollte der zumindestens in
deutschen Landen nie

Das hab ich aber schon oft gesehen, dass der aufhört, mindestens eine Stelle mit zwei wenige hundert Meter aufeinanderfolgenden aufhörenden Streifen fallen mir prompt ein. Oder ist das so gemeint, dass die Linie zuerst gestrichelt sein muss, bevor sie dann aufhört? Das kann auch sein, dass das da so ist…

Gruß,
-Efchen

Hi Karin,

Hinter dem Radler ist eigentlich immer Platz auf der Straße.

Klar, wenn man ihn denn (rechtzeitig) sieht. Das heisst, sonst auch, aber dann bringts ja nix - das ist dann so wie mit dem Baum im Wald der umfällt aber kein Geräusch macht weil’s ja keiner hört. Aber wir schweifen ab :wink:

*wink*

Petzi

Hi!

Solche Probleme lösen sich früher oder später von selbst.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

ich dachte schon, du würdest dich hier garnicht beteiligen…g…
Wir sind aber einer Meinung. Natürliche Auslese im Straßenverkehr.
Grüsse

Jörg

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Aber hallo!

Solche Probleme lösen sich früher oder später von selbst.

Grüße,

Mathias

Wir sind aber einer Meinung. Natürliche Auslese im
Straßenverkehr.

natürliche Auslese kann man das aber erst dann nennen, wenn die Sicherheitseinrichtungen für Autoinsassen, besonders für die Fahrer, die in den letzten 20 Jahren oder noch länger eingeführt wurden, wieder rückgängig gemacht werden.

SCNR,
Karin

Aber hallo!

Solche Probleme lösen sich früher oder später von selbst.

Grüße,

Mathias

Wir sind aber einer Meinung. Natürliche Auslese im
Straßenverkehr.

natürliche Auslese kann man das aber erst dann nennen, wenn
die Sicherheitseinrichtungen für Autoinsassen, besonders für
die Fahrer, die in den letzten 20 Jahren oder noch länger
eingeführt wurden, wieder rückgängig gemacht werden.

Ich meine den Radfahrer, der in seine Suizidversuche arme Autofahrer einbezieht.

Grüsse

Jörg

SCNR,
Karin

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Hallo!

Solche Probleme lösen sich früher oder später von selbst.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

ich dachte schon, du würdest dich hier garnicht
beteiligen…g…

Ich hatte den Thread zunächst nicht gesehen.

Wir sind aber einer Meinung. Natürliche Auslese im
Straßenverkehr.

Ja, Verkehrsdarwinismus ist unvermeidlich, wenn der Unterlegene seinen Überlebenswunsch ablegt.
Genau dies unterstelle ich Verkehrsteilnehmern, welche sich auf die beschriebene Art und Weise verhalten.

Noch eine nette Anekdote: letztes WE, Samstag morgen, schönes Wetter, ich gut drauf, habe ich den Wagen relativ nah an einer Kreuzung geparkt, es blieb noch genug Raum für andere Verkehrsteilnehmer, hinter dem Auto die Straße zu überqueren. Als ich nach einem Blick in den Rückspiegel aussteige, kommt ein Radler mit ordentlich Geschwindigkeit und Jan-Ullrich-mäßiger Schräglage auf der Straße um die Kurve und beschimpft mich. Aufgrund anderer parkender Autos konnte ernicht sehen, ob nicht vielleicht ein Kind den Radweg neben ihm benutzt (dafür war er sich zu fein) und geradeaus weiterfahren möchte, während er ja rechts abbog in die Straße, in der ich dann auch gleich rechts parkte.
Ich rief ihm nach, es gäbe keinen Grund zu weinen, so schlimm wäre das ja alles nicht. Er dreht um und bedrohte mich. Ein kleiner Mann Ende 40. Ich sagte ihm dann „nimm nichts in den Mund was Du nicht schlucken kannst“ und ging.

Er bekommt einen Platz im Schwarzbuch der „Münchner Arschlöcher im Straßenverkehr“, Seite 10567.

Grüße,

Mathias

Hallo Jörg,

natürliche Auslese kann man das aber erst dann nennen, wenn
die Sicherheitseinrichtungen für Autoinsassen, besonders für
die Fahrer, die in den letzten 20 Jahren oder noch länger
eingeführt wurden, wieder rückgängig gemacht werden.

Ich meine den Radfahrer, der in seine Suizidversuche arme
Autofahrer einbezieht.

unf ich meine die Autofahrer, die wie z.B. Mathias selber als einzige wissen, welche Geschwindigkeit für sie die angemessene sei. Wer da mit Hilfsmitteln wie Gurt und Airbag im Auto rumpfuscht, hat nicht von „natürlicher Auslese“ zu faseln.

Gruß, Karin

unf ich meine die Autofahrer, die wie z.B. Mathias selber als
einzige wissen, welche Geschwindigkeit für sie die angemessene
sei. Wer da mit Hilfsmitteln wie Gurt und Airbag im Auto
rumpfuscht, hat nicht von „natürlicher Auslese“ zu faseln.

Hallo Karin,

mein Hilfsmittel im Straßenverkehr ist mein Fahrradhelm.
Der Ursprung vom „Verkehrdarwinismus“(danke Mathias) ist das unnötig selbstgefährdende Verhalten einiger Vehrkehrsteilnehmer.
Das einseitige Verhältnis zwischen Blechbüchsen und Fleischklopsen war überhaupt nicht gemeint.

Grüsse

Jörg

Hall Jörg,

unf ich meine die Autofahrer, die wie z.B. Mathias selber als
einzige wissen, welche Geschwindigkeit für sie die angemessene
sei. Wer da mit Hilfsmitteln wie Gurt und Airbag im Auto
rumpfuscht, hat nicht von „natürlicher Auslese“ zu faseln.

mein Hilfsmittel im Straßenverkehr ist mein Fahrradhelm.

Und der hilft gegen Milzrisse, Schlüsselbeinbruch oder Quetschung beider Beine? Toll, den möcht ich mal sehen.

Der Ursprung vom „Verkehrdarwinismus“(danke Mathias) ist das
unnötig selbstgefährdende Verhalten einiger
Vehrkehrsteilnehmer.

Ahja, weil „andere gefährden“ da nicht dazu gehört, ich verstehe.

Das einseitige Verhältnis zwischen Blechbüchsen und
Fleischklopsen war überhaupt nicht gemeint.

Also, da musst Du mich missverstanden haben. Da ich mich nicht als Fleischklops sehe, kann ich auf diese Diskussion nicht eingegangen sein.

Was ich aus einer Diskussion herauslese, und wie ich sie weiterführen möchte, musst Du mir allerdings selber überlassen.

Gruß, Karin

Moin,

es geht aber, wie immer, um Gleichberechtigung.
Ein Radfahrer ist bei Dunkelheit ebenso verpflichtet die Beleuchtung einzuschalten wie es der Autofahrer muss.
Ich muss gestehen, diese Handlungsweise kann ich bei Radfahrern nicht verstehen. Gerade zur Beleuchtung gibt es für Fahrräder zwischenzeitlich tolle Sachen. Kein kraftfressender Dynamo mehr, lichtstark und bequem zu bedienen.
Wer da noch im Dunklen ohne Licht fährt handelt grob fahrlässig.
Aber es scheint immernoch bei einigen Radfahrern die Illusion vorzuherrschen dass man gesehen werde, sofern man selbst etwas sieht.
Ich achte jedenfalls bei meinem Fahrrad auf eine betriebsfähige Beleuchtung und schalte diese bei Dämmerung auch ein.
Richtig ist sicherlich, dass der Radfahrer ausser dem Helm nicht viele Möglichkeiten hat sich zu schützen.
Gegen bösartige oder unfähige Autofahrer gibts erst garkeine Schutzeinrichtung.
Aber ich stelle immer wieder in diesem Brett fest:
Wenn sich alle an die Regeln halten würden, dann wären viele Postings hier überflüssig.

Gruss Jakob

Hallo Jakob,

Ein Radfahrer ist bei Dunkelheit ebenso verpflichtet die
Beleuchtung einzuschalten wie es der Autofahrer muss.

dies und die nachfolgenden Ausführungen werden von mir nicht bestritten. An meinem Alltagsrad fuhr ich schon einen Nabendynamo, als die Allgemeinheit noch glaubte, dass man in den im ausgeschalteten Zustand soviel Kraft reinstecken müsse, wie in einen schlechten Seitenläufer im Betrieb (seit 1994).

Wer da noch im Dunklen ohne Licht fährt handelt grob
fahrlässig.

Ich suche mir sogar auch immer die Hacken ab nach einer gelben oder orangenen Regen- und einer ebensolchen Winterjacke.

Aber ich stelle immer wieder in diesem Brett fest:
Wenn sich alle an die Regeln halten würden, dann wären viele
Postings hier überflüssig.

Eben. Und deshalb konnte ich mir die Forderung nach der Aufhebung von Schutzeinrichtungen für rasende Autofahrer nicht verkneifen, wenn ein bekennender die „verkehrsgerechte Geschwindigkeit“ selbst bestimmender Autofahrer (Mathias) im Zusammenhang mit sich falsch verhaltenden Radfahrern ovn „natürlicher Auslese“ schreibt.

Gruß, Karin

Moin!

unf ich meine die Autofahrer, die wie z.B. Mathias selber als
einzige wissen, welche Geschwindigkeit für sie die angemessene
sei.

Leider gibt es davon nur eine Minderheit, die weiß, wie ihr Auto bremst, sich in Kurven verhält und beschleunigt, wie breit es ist und wie weit die Beleuchtung reicht. Aber nur mit diesem Wissen kann man die unnötige Gefährdung anderer vermeiden.

Wer da mit Hilfsmitteln wie Gurt und Airbag im Auto
rumpfuscht, hat nicht von „natürlicher Auslese“ zu faseln.

mein Hilfsmittel im Straßenverkehr ist mein Fahrradhelm.

Jeder sollte sich bestmöglich schützen.
Auf dem Rad ist meine No. 1 Schutzmaßnahme eine vernünftige Fahrweise.

Und der hilft gegen Milzrisse, Schlüsselbeinbruch oder
Quetschung beider Beine? Toll, den möcht ich mal sehen.

Meine Maßnahme hilft dagegen.

Der Ursprung vom „Verkehrdarwinismus“(danke Mathias) ist das
unnötig selbstgefährdende Verhalten einiger
Vehrkehrsteilnehmer.

Genau so ist es. Darauf muss leider immer wieder hingewiesen werden. Man muss schon auch selbst ein wenig aufpassen und Gefährdungen wie das Fahren ohne Licht vermeiden.

Ahja, weil „andere gefährden“ da nicht dazu gehört, ich
verstehe.

Doch, aber eben auf allen Seiten.
Wenn ich mit dem Motorrad in den beschriebenen Gefährder hineinrausche, werde ich evtl. schwer verletzt.

Das einseitige Verhältnis zwischen Blechbüchsen und
Fleischklopsen war überhaupt nicht gemeint.

Also, da musst Du mich missverstanden haben. Da ich mich nicht
als Fleischklops sehe, kann ich auf diese Diskussion nicht
eingegangen sein.

Naja, Fleisch auf Blech ist das Thema, oder?
Grüße,

Mathias