Folgender Sachverhalt:
Bernhard fährt mit dem Wagen seines Vaters Paul 17 Kmh zu schnell außerorts und wird geblitzt aus einem Radarwagen.
Folglich passiert das Übliche: Vater Paul erhält von der Behörde einen Zeugenfragebogen (nicht mit Anhörungsbogen verwechseln) und antwortet natürlich nicht. Dem Zeugenfragebogen liegt ein Überweisungsträger an die Behörde über 30,00 EUR bei.
Frage ist was passiert jetzt.
a) wird der Sohn von der Behörde auch angeschrieben ?? Er wohnt nicht im Haus der Eltern.
b) machen die Bullen Passbildabgleiche mit Verwandten und Söhnen oder befragen gar die Nachbarn von Vater Paul oder Sohn Bernhard ??
c) Der Vater hat im Zeugenbogen bereits Bilder der geblitzten Person gesehen. Im Hintergrund des Fotos sind auch andere Autos sichtbar. Kann man da nicht einen später möglichen Einwand ansetzen ???
d) Sohn Bernhard war 77 Kmh in der 60 Zone gefahren. Der Tacho zeigte zum Zeitpunkt des Blitzens 80 Kmh an. Der Tacho ist so geeicht, dass bei 100 Kmh auf der Anzeige tatsächlich nur 90,45 kmh gefahren werden. Rechnet man die 80 Kmh auf der Tachoanzeige runter, kommt man auf 73 kmh minus Toleranz = 70 Kmh (aber nicht 77 kmh !!!). Kann man da irgendwie ansetzen ??
e) Sollte man lieber gleich einen Anwalt einschalten ?
Vielen Dank für Antworten zu diesem Fall.
