Genealogie/. Ahnenforschung

Von: , Frage gestellt am Di, 24. Jun 2008

Hallo,
ich bin neu hier in der Runde und sah gerade, dass ihr über die Ahnenforschung schreibt.
Mit der Genealogie habe ich sehr früh angefangen und besitze jetzt ganz viele Ordner. Aus meiner Erfahrung:
Als erstes würde ich mir ein Programm herunterladen, um die
Daten und Namen zu ordnen. Ich selbst habe mir das PAF 5 -Programm
bei wwww.familysearch.org heruntergeladen. Das Programm wird es immer geben,höchstens verändert, aber andere Programme "sterben" mit den Jahren aus.

Dann würde ich alle Daten - bei mir angefangen - eingeben. Das Programm ist so aufgebaut, dass es bei evtl. auftretenden Fehlern nachfragt.
Es gibt sogar eine Seite bei www.genealogy.net, die Interessierte, die mit dem PAF-Programm arbeiten, Gelegenheit gibt, sich auszutauschen.
Dann würde ich mir die alten Familienfotos anschauen und gleich die noch lebenden Verwandten fragen. Wenn gestattet, die Geschichten etc. aufnehmen. Man arbeitet immer gegen die Zeit. Neulich ist der Cousin meines (verstorbenen) Vaters gestorben.... ich ärgere mich noch heute. Wir hatten uns schon verabredet, aber immer wieder den Termin verschoben.
Weiter würde ich alle Urkunden auswerten, die man schon hat oder von Verwandten kopieren kann. Habe schon erlebt, dass ich Urkunden "erbte", weil sie niemand wollte.
Es gibt in der (entfernten) Familie immer jemanden, der auch forscht oder sich dafür interessiert oder alle möglichen Daten im Kopf hat.
Ein ausgewandertet Deutscher (passt bitte auf, welche Seiten ihr bei der Ahnenforschung aufruft!!! Es gibt auch Abzocker, die mit Preisrätseln werben, das tut ein guter Forscher nie!!!!!) hat die
Seite www.kartenmeister.com ins Leben gerufen.
Er hat alle möglichen östlichen Gebiete zusammengefaßt. Man kann auch dort seine eigene Mail-Adresse hinterlassen und seine Namenssuche angeben.
Dann würde ich immer mit anderen Forschern zusammen arbeiten.
Wie erwähnt, gibt es die Seite www.genealogy.net. Dort sind unter den Mailinglisten die einzelnen Gebiete aufgezählt. Die offenen Listen sind kostenlos, die geschlossenen kosten so um 30 Euro im JAHR. Das ist auch geschenkt!!! Z.B. gibt es eine Pommern-Liste.
In die Listen kann man dann eingeben, was man sucht.
Man hat übrigens das Recht auf Urkunden in direkter Linie, ansonsten braucht man eine Vollmacht.
Ich hoffe, ich habe schon mal geholfen.
Lg
Lilly

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Genealogie/. Ahnenforschung

    Hallo Lilly,
    leider funktioniert der Link zum "Kartenmeister" nicht. Schade - hätte mich auch interessiert.
    Ich bin ebenfalls seit Jahren aktiv in der Ahnenforschung und kann nur bestätigen, was du geschrieben hast. Möglichst umgehend ältere Verwandte befragen, Fotos zusammentragen, mit anderen Familienforschern aus der Verwandschaft austauschen.
    Mein Großvater hat Ende der 30er Jahre mit der Ahnenforschung angefangen (die mussten damals einen Nachweis bringen und darauf hat sich dann mehr entwickelt).
    Es ist ein Schriftstück (Rede für ein Familientreffen) überliefert, auf dem er sich wünscht, dass zukünftige Generationen seine Arbeit fortführen. Die Unterlagen wurden nach seinem Tod weitergegeben. Und es hat ca 50 Jahre gedauert, bis jemand (3 Nachkommen inkl. meiner Wenigkeit) den Faden wieder aufgegriffen hat. Was würde er sich freuen, wenn er das wüsste :-))

    Liebe Grüße
    Angel

    • Antwort von nach 17 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Genealogie/. Ahnenforschung

      Hallo Lilly,
      leider funktioniert der Link zum "Kartenmeister" nicht. Schade
      - hätte mich auch interessiert.
      Ich bin ebenfalls seit Jahren aktiv in der Ahnenforschung und
      kann nur bestätigen, was du geschrieben hast. Möglichst
      umgehend ältere Verwandte befragen, Fotos zusammentragen, mit
      anderen Familienforschern aus der Verwandschaft austauschen.
      Mein Großvater hat Ende der 30er Jahre mit der Ahnenforschung
      angefangen (die mussten damals einen Nachweis bringen und
      darauf hat sich dann mehr entwickelt).
      Es ist ein Schriftstück (Rede für ein Familientreffen)
      überliefert, auf dem er sich wünscht, dass zukünftige
      Generationen seine Arbeit fortführen. Die Unterlagen wurden
      nach seinem Tod weitergegeben. Und es hat ca 50 Jahre
      gedauert, bis jemand (3 Nachkommen inkl. meiner Wenigkeit) den
      Faden wieder aufgegriffen hat. Was würde er sich freuen, wenn
      er das wüsste :-))

      Liebe Grüße
      Angel
      Hallo Angel!
      Oft bastelt der Uwe Krickhahn an der Seite. Ich würde es ab und an wieder versuchen, bis es klappt!
      Viel Erfolg und liebe Grüße!
      Lilly

  2. Antwort von nach 901 Tagen 1 hilfreich
    Re: Genealogie/. Ahnenforschung

    Guten Tag,

    Ich habe als erstes damit begonnen, alle Vorfahrendokumente, vor allem Geburtsscheine und Heiratsurkunden die ich finden konnte so zu erfassen, daß ich für jeden Namen die relevanten Daten auf Kartonblättchen geschrieben habe. Diese dann zueinander in richtiger Reihenfolge auf ein großes Kartonblatt geklebt habe. Damit war der Anfang übersichtlich geworden und ich konnte darauf aufbauen. Da wir eine Adelsfamilie sind, jedoch die meisten Urkunden und Papiere durch Kriegseinflüsse, vor allem in Tschechien, verloren gegangen waren, habe ich in den Öffentlichen Archiven weitergeforscht. Also "Der Adler" (Wien, Haarhof),
    Nationalbibliothek Wien 1030 usw., Habe dann auch, über andere Ahnenforscher, u.a. in der Ortschaft unseres ehemaligen Stammschlosses, Adressen, ganz entfernter Verwandter (ehemals Eigentümer dieses angeheirateten Schlosses) erhalten und so war es mir möglich unseren Stammbaum bis zurück bis zur Schlacht am Lechfeld wiederaufzu-finden-bauen.
    Jedenfalls ist es sehr interessant, wenn auch etwas mühsam. Bei nichtadeligen Familien ist es viel schwieriger, da es früher keine Geburtsurkungen gegeben hat sondern nur Eintragungen in die Kirchenbücher. Diese Kirchen wurden jedoch oft und meist im 30Jährigen Krieg gebrandschatzt, daher ist es sehr schwierig über diese Schwelle zu gelangen.
    Adelsgeburtsbriefe und Verleihungsurkunden überstanden diese Zeit meist, da sie in festen Burgen und Schlössern sicher verwahrt wurden, außerdem existieren überall Zweitschriften nun in den Staatsbibliotheken, die man auch dort billig photokopieren lassen kann. Ich erachte die Ahnenforschung als sehr wichtig, denn u.a. gibt es im praktischen Leben einen unerhörten moralischen Halt, da man mit Sicherheit erfassen kann, wie sich
    unsere Vorgänger verhalten hätten und man stellt daher auch die Ehre und Anständigkeit über jede Versuchung die einem das Leben so aufzwingen will.
    Grüße Helmut

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