Re: Firewall mit Linux Open Suse 11 ?
Als Einstieg würde ich yast2 verwenden (das ist die Grafik-Version des Konfigurationstools von openSUSE).
Unter "Sicherheit und Benutzer" findest Du den Menüpunkt "Firewall". Vieles ist selbst erklärend.
Wenn Du die Firewall verwenden willst, um den Server selbst abzuschotten, ist alles, was über die Netzwerkschnittstelle (wahrscheinlich "eth0") läuft in der "Externen Zone" (nur der Rechner selbst ist "Intern"). Also stellst Du in "Schnittstellen" für eth0 (oder, wie deine Netzwerkkarte heißt) "Externe Zone" ein. Die "Externe Zone" ist die "gefährliche" Zone, vor der Du den Rechner schützen musst.
Zusätzliche Zonen sind dann sinnvoll, wenn Du mehrere Netzwerkschnittstellen hast. Typische Zonen sind die "Interne Zone", der man vertraut und aus der ungeschützt zugegriffen werden kann und die "Entmilitarisierte Zone", eine dritte Zone, auf die man sowohl aus der "externen", wie auch aus der "internen" Zone nur geschützt über die Firewall zugreifen kann.
Aber nun zur Konfiguration des einfachen Falles mit nur einer "Externen Zone". Im Menüpunkt "Erlaubte Dienste" stellst Du ein, mit welchen Diensten (gemeint sind ip-ports) Du vom Netzwerk aus auf den Server zugreifen darfst, nachdem die Firewall gestartet ist. Im Menü "zu erlaubender Dienst" wählst Du z.B. "Secure Shell Server" aus und klickst auf "Hinzufügen". Dann kannst Du per ssh (port 22) auf den Server zugreifen. Wenn Du danach mit "Weiter" die Konfiguration speicherst und die Firewall startest, kannst Du nur mehr per SSH auf Deinen Server zugreifen. Das gilt natürlich nicht für die Konsole des Servers selbst, auf der Du arbeitest, sondern für Zugriffe aus dem Netzwerk. "Telnet", "pop", "http" gehen alle nicht.
Auf diese Weise kannst Du gezielt die Dienste freigeben, die Du benötigst.
"Masquerading" ist das, was bei Windows die "ip-Weiterleitung" ist. Das ist nur für Router gedacht, die zwei echte Netzwerkkarten haben (Wenn Du z.B. einen Internet-Anschluss auf 10 Rechner in Deinem Netzwerk verteilen willst). Für Deine Teststellung scheint es mir nicht sinnvoll zu sein.
"Broadcast" habe ich noch nicht benötigt, ebensowenig IPsec (das wird für VPNs benötigt)
"Individuelle Regeln" sind die Spielwiese für alles Andere, also auch, um Deinem Server den Zugriff nach außen zu verbieten. Oder um gezielt nur einem bestimmten Rechner den SSH-Zugriff zu erlauben.
Viel Spaß beim Experimentieren!