Hallo, ich möchte ein Haus kaufen, bei dem im Wohnzimmer der Fußboden uneben ist. Auf etwa 3 Meter sind z.T. 10mm Höhenunterschied. Kann man diesen kostengünstig ausgleichen, z.B. mit Bodenausbesserungsmasse oder muss ich Beton anmischen? Besteht ggf. die Möglichkeit beim Verlegen von Parkett diese Höhenunterschiede auszugleichen? Die Fläche beträgt etwa 50qm. Im Obergeschoss ist das ebenfalls so. Dort ist der Höhenunterschied bei 10mm auf 2 Meter. Wer kann mir einen Tipp geben. Danke!
Hi,
ich kann dir nur eine Lösung anbieten, die ich selber schon mit Erfolg angewendet habe. Zunächst mal: Grundierung ist das A & O. Vor jedem Arbeitsschritt. Grobe und grössere Unebenheiten zunächst mit preiswertem Flexkleber ( habe 8,-- €/Sack bezahlt)ausspachteln. Ausreichend durchtrocknen lassen. Danach die Gesamtfläche dünn ( weil im Vergleich zum Kleber extrem teuer) mit einer Bodenausgleichsmasse (z.B. Perriplan) auf Endhöhe bringen. Ist nach 4 Std. begehbar.
Ausgleichsmasse
Auf die würde ich verzichten. Lieber besondere Sorgfalt und Zeit dem Fliesenkleber widmen. Ist nicht schwer und nicht teuer: Man justiert ein Richtscheit vom höchsten Punkt bis zu einigen Tiefpunkten (z.B. mit Bodenlegerkeilen) und spachtelt (teuren) schnellen Fliesenkleber drunter, wenn der hart ist, hat man ebene Schienen auf dem Boden, zwischen die man normalen Fliesenkleber schmeißt und mit dem Richtscheit abzieht
Die teuren Ausgleichsmassen sind schwer zu verarbeiten und gasen aus.
Für krummen Dielenboden wird auch Ausgleichsmasse angeboten - der gleiche Schmarren. Ich würde die dielen rausnehmen, zum Ausgleichen auf die Balken dünne Sperrholzstreifen tackern und da dann wieder die Dielen (oder halt neue) drauf.
Gruß
Marzeppa
Auf die würde ich verzichten. Lieber besondere Sorgfalt und
Zeit dem Fliesenkleber widmen. Ist nicht schwer und nicht
teuer: Man justiert ein Richtscheit vom höchsten Punkt bis zu
einigen Tiefpunkten (z.B. mit Bodenlegerkeilen) und spachtelt
(teuren) schnellen Fliesenkleber drunter, wenn der hart ist,
hat man ebene Schienen auf dem Boden, zwischen die man
normalen Fliesenkleber schmeißt und mit dem Richtscheit
abzieht
so einfach geht es nicht. Der Fliesenkleber lässt sich nicht ohne weiteres glatt abziehen, da er wie Kaugummi an den Abziehlatten haftet und sich nicht wie Estrich glätten lässt.
Die teuren Ausgleichsmassen sind schwer zu verarbeiten und
gasen aus.
Liegt einzig an dem richtigen Werkzeug. Die Ausgleichsmassen sind selbstverlaufend. Dies muss man mit dem entsprechenden Werkzeug unterstützen. Die meisten Hersteller nennen als Werkzeug einen Abzieher o.ä. Mein Rat: Nadelwalze, verhindert das Ausgasen da mögliche Lufteinschlüsse während des Verteilvorgangs aufgestochen werden.
Für krummen Dielenboden wird auch Ausgleichsmasse angeboten -
der gleiche Schmarren. Ich würde die dielen rausnehmen, zum
Ausgleichen auf die Balken dünne Sperrholzstreifen tackern und
da dann wieder die Dielen (oder halt neue) drauf.
So mancher Handwerker und besonders der Marktführer in diesen Produkten kann über so etwas nur den Kopf schütteln.
Gruß
A
Für krummen Dielenboden wird auch Ausgleichsmasse angeboten -
der gleiche Schmarren. Ich würde die dielen rausnehmen, zum
Ausgleichen auf die Balken dünne Sperrholzstreifen tackern und
da dann wieder die Dielen (oder halt neue) drauf.So mancher Handwerker und besonders der Marktführer in diesen
Produkten kann über so etwas nur den Kopf schütteln.
hallo Anja,
wieso das denn?
Ist doch die sauberste Lösung, danach hat man wenn man gut gearbeitet hat einen planen, ebenen Holzuntergrund.
Sicher, es macht Arbeit und Arbeit=Zeit=geld, aber diese neumodischen Ausgleichsmassen mit Namen wie „Kipp hin und glatt“ sind schweineteuer =Geld.
Gruß
Reinhard
Man nehme dann halt nicht den zähen Flexkleber, wozu auch?, sondern den ganz billigen Fliesenzement, der läßt sich so glatt abziehen, daß es ausreichend ist, und steinhart genug wird der auch, man kann auch ein bissi Schweißsand dazwischentun.
Mit „Ausgasen“ der Ausgleichsmasse habe ich nicht deren Neigung zur Blasenbildung gemeint (die würde ich eher unter „schwer zu verarbeiten“ subsumieren), sondern - wenn man die nicht genug isoliert - gibt sie dauerhaft einzelne große Moleküle an die Luft ab, die sich im Zimmer als eine Art Ruß absetzen und lungengängig, also gesundheitlich nicht von vornherein als ganz unproblematisch anzusehen sind.
Bei mir jedenfalls kommt solcher sündhaft teurer Schadstoff nicht ins Haus, solange ich es verhindern kann.
Gruß
Marzeppa
Ist doch die sauberste Lösung, danach hat man wenn man gut
gearbeitet hat einen planen, ebenen Holzuntergrund.Sicher, es macht Arbeit und Arbeit=Zeit=geld, aber diese
Soviel Arbeit ist das gar nicht.
Man läßt sich im Baumarkt eine Tafel 3-mm-Sperrholz in 8-cm-Streifen sägen. Diese Streifen kann man ohne Werkzeug knicken/ablängen. Mit Richtscheit, Elektro-Tacker und Wasserwaage hat man ruckzuck die eingesunkenen Balken/Trammeln ins Wasser aufgedoppelt und das kostet kaum Geld.
Stattdessen alles so lassen und die Senke von oben her mit „Läuft-rein-und-ist-eben“ für hunderte Euros auffüllen und dann Asthma kriegen … wers mag.
Gruß
Marzeppa
Hallo!
Also das sind ja recht geringe Höhenunterschiede. Ist bei mir in der Bude viel schlimmer.
Ich weiss, dass wir hier im Forum einen Sachverständigen für Fussbodenkonstruktionen haben,
und wenn ich mich recht erinnere, hat der kürzlich mal die tolerierbaren Abweichungen geschrieben.
Schau mal, ob Du den Beitrag findest,
kann sein, dass das bei Dir noch OK ist.
Grüße, Steffen!
Höhenunterschiede
Normal sagt man, bis zu drei Millimeter ist gut, das sollte jeder Fußbodenbelag abkönnen.
Gruß
Marzeppa
Meinst Du das funktioniert, wenn die Fläche auch über 40qm uneben ist?
Unebene Turnhalle
Zum Auffinden des Gipfels kann eine Laserwaage hilfreich sein.
Marzeppa