Personensicherungen bei Dacharbeiten

Hi

Wir haben uns ein Wohnhaus gekauft und muß in Zukunft öfters mal auf´s Außendach. Das Dach wurde praktisch nur mit Dachpappe (laufende Bahnen und Papp-Schindeln) verkleidet.
Da ich aber nun nicht wegen jeder schadhaften Stelle einen Dachdecker rufen will, muss ich mir selber auf das Dach steigen.
Jedes mal ein Baugerüst aufzustellen, ist auch zu übertrieben.

Da ich aber auf meine Gesundheit nicht verzichten möchte, würde ich nicht gerne ohne Sicherung auf den Schrägen herumklettern.
Für diesen Zweck gibt es u.a. Auffanggurte. Allerdings gibt es wieder so viele Preisunterschiede, was mir aber nichts dazu sagt, welches Teil für mich ausreichend ist. Außerdem könnte ich mir vorstellen, das ich noch div. Spezialseile und Zubehör bräuchte. Notfalls müsste man sich ja auch allein von Dach abseilen können? Oder es gibt vielleicht auch andere Möglichkeiten zur Eigensicherung?

Wer hat da einen guten Tipp für mich?

Gruß Nino

Hi!

Naja, das ist immer erst die Frage, wie steil das Dach ist.
Bei steilen Dächern sind oben normalerweise solche Dachhacken, wo der Dachdecker sich daran mit einem Seil abseilt, oder seine Dachböcke befestigt.

Das ist blos bei den Schindeldächern immer bischen problematisch, weil man da als Laie verkrampft und ungeschickt mit falschen Schuhen manchmal mehr Schaden anrichten kann, wenn man darauf rumklettert.

Ich frage mich eh, was Du da genau machen willst.
Ein Schindeldach ist normalerweise 100% dicht. Es sollten riesige Dächer auch nicht mit Schindeln gedeckt werden, so maximal ein Eigenheim geht gerade noch.

Das liegt daran, dass die Schindeln sich im laufe der Jahre zusammenkleben, und in den Dachstühlen setzt sich das Holz immer etwas, und wenn es kalt ist, kann dann diese ganze zusammengekleisterte Schindelplatte reissen.
Da kannst Du eh nichts weiter machen, als das notdürftig irgendwie zukleistern, und sobald als möglich neu decken lassen.
Was ich schrieb, bezieht sich auf die DDR-Schindeln, was bei Dir offenbar zutreffen sollte.
Die aktuellen Schindeln sind da nicht mehr so empfindlich, die haben so eine Trennfolie, damit die nicht so verkleben.
Hab selbst erst vor 3 Wochen ein 50m² Schindeldach selbst frisch eingedeckt.

Grüße, Steffen!

Essentiell beim Hauskauf sollte wohl ein gut funktionierendes Dach ( sprich dichtes Dach)gewesen sein, demzufolge du die nächsten 20 Jahre nicht auf die Dachschräge müsstest. Eingedenk der Tatsache, dass exact vor 4 Monaten einer meiner Nachbarn von der Dachschräge runtergerutscht ist, weil er sich a nicht gesichert, b sich zu weit hinausgewagt hatte und er sich bei dem Unfall vier gebrochene Rippen und einen Lungenriss zuzog, frage ich mich, was noch alles passieren muss, damit Männer auf ihre Heldenhaftigkeit verzichten und die Sicherheitsvorschriften nicht mehr ignorieren.
Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich auf dem Land lebe und ein Mann erst ein rechter Mann ist, wenn er freihändig auf dem Dachfirst balanciert.
Wie auch immer, ein Baugerüst aufzustellen wäre nicht gar zu übertrieben, wenn es um dein Leben geht. Somit sollte man gut abwägen, ob man alle paar Wochen rauf muss, weil es wiedermal reinpisst, oder nur einmal im Jahr, weil man nun die Möglichkeit sieht, 4 oder gar 5 undichte Stellen, oder Reparatueren auf einen Rutsch zu erledigen.
Wichtig ist auch zu wissen, wie schräg die Dachneigung ist, je steiler, desto größer die Rutschgefahr
Es gibt Sicherheitsvorrichtungen, die bestehen aus Bauch- und Schultergurt ( werden auch zum Klettern verwendet). Daran ist ein kurzes Seil mit einer Fallbremse durch einen Karabiner zu befestigen. Durch diese Seilbremse lässt du ein relativ langes Seil laufen (Sicherheitsseil nach DIN), welches am Ende ebenso einen eingearbeiteten Karabiner hat. Dieses Ende befestigst du an einem sicheren Balken, einem Sparren etc. das lange Seil dient als Führungsseil, indem du die Fallbremse zusammendrückst und am Seil z B runtersteigen kannst. Diese Bremse verhindert auf jeden Fall einen Absturz, wenn du ausrutschst.

So und jetzt stellst du dir mal vor, du hängst mit dieser Vorrichtung am oder auf dem Dach, deine Kräfte schwinden und du kommst nicht mehr alleine hoch. Genauso verhällt es sich, wenn du dich am Haus abseilen willst. Das sieht vielleicht alles einfacher aus, als es ist. Wichtig in dem Zusammenhang ist, sich vorher darüber zu informieren, damit es nach dem Absturz kein böses Erwachen gibt ( wenn überhaupt), da die Versicherung nicht zahlt. Solche Arbeiten sollten nicht alleine ausgeführt werden, es sollte grundsätzlich jemand in Rufweite sein.

Ich habe übrigens mit einer solchen Sicherheitseinrichtung gute Erfahrungen gemacht. Aber ich nutze sie nur, wenn ich auf eine 10 mtr hohe Leiter steige, oder tatsächlich auf dem Dach arbeitet und vorher alle Ziegel entfernt habe, so dass ich „mit Sicherung“ bequem auf den Dachlatten sitzen kann.

Grüßle
Bernd Stephanny

Hallo

Jedes mal ein Baugerüst aufzustellen, ist auch zu übertrieben.

Ja, in der Tat, da wäre das Geld besser investiert, indem man das Dach gleich so ausführt, dass man für zehn Jahre seine Ruhe hat.

Da ich aber auf meine Gesundheit nicht verzichten möchte,
würde ich nicht gerne ohne Sicherung auf den Schrägen
herumklettern.
Für diesen Zweck gibt es u.a. Auffanggurte. Allerdings gibt es
wieder so viele Preisunterschiede, was mir aber nichts dazu
sagt, welches Teil für mich ausreichend ist. Außerdem könnte
ich mir vorstellen, das ich noch div. Spezialseile und Zubehör
bräuchte.

Ein Anseilgeschirr kostet so etwa 300 Euro.

Notfalls müsste man sich ja auch allein von Dach
abseilen können?

Das kannst Du vergessen, wenn du aus ein paar Metern Höhe in die Seilbremse gestürzt bist, machst du überhaupt nicht mehr. Das Stichwort lautet Hängetrauma. Wichtig ist, dass jemand dabei ist, der ggfls. den Sturz mitbekommt und die Feuerwehr ruft, die dich - natürlich kostenpflichtig - da rausholt, bevor es nach etwa 45 Minuten letal endet.

Oder es gibt vielleicht auch andere
Möglichkeiten zur Eigensicherung?

Prinzipiell sind Gerüste mit Fangnetzen immer bevorzugt einzusetzen, wenn sie eingesetzt werden können. Kosten spielen da eine Nebenrolle. Sonst sähe man Dachdecker nur noch mit Anseilschutz herumspringen.

Wer hat da einen guten Tipp für mich?

Die Arbeiten gleich richtig ausführen lassen.

Gruß
smalbop

die DDR-Schindeln, was bei

Dir offenbar zutreffen sollte.
Die aktuellen Schindeln sind da nicht mehr so empfindlich, die
haben so eine Trennfolie, damit die nicht so verkleben.
Hab selbst erst vor 3 Wochen ein 50m² Schindeldach selbst
frisch eingedeckt.

Grüße, Steffen!

Hallo, ich hoffe für dich, das du die Trennfolie entfernt hast. Sonst flattern dir die Pappschindeln im Wind herum. Gruß Klaus

Hallo, ich hoffe für dich, das du die Trennfolie entfernt
hast. Sonst flattern dir die Pappschindeln im Wind herum. Gruß
Klaus

Hallo!

Nein, ich hab den Folienstreifen nicht entfernt,
erstens, weil das mein beratender Nachbar, (Dachdecker) mir verboten hat,
und 2. weil da ganz deutlich in allen Spachen der Welt draufsteht " nicht entfernen".

Und vor genau 3 Jahren hab ich noch ein anderes Dach ebenfalls mit Schindeln eingedeckt,
und auch die Folie drangelassen, da flattert nichts, und es ist auch alles dicht.

Grüße, Steffen!

…Wichtig ist, dass jemand dabei ist, der ggfls. den Sturz mitbekommt und die Feuerwehr ruft, die dich - natürlich kostenpflichtig - da rausholt, bevor …,

Warum sollte DAS kostenplichtig sein ???
Ein Einsatz der Feuerwehr bei Gefahr für Leib und Leben ist kostenlos…nur wenn die Aufgabe von einer Fachfirma übernommen werden könnte (z.B. Baum fällen, Ölspur entfernen, Wasserschaden beseitigen…) ist der Einsatz der Feuerwehr kostenpflichtig.
Gruß von JMP

…Wichtig ist, dass jemand dabei ist, der ggfls. den Sturz
mitbekommt und die Feuerwehr ruft, die dich - natürlich
kostenpflichtig - da rausholt, bevor …,

Warum sollte DAS kostenplichtig sein ???
Ein Einsatz der Feuerwehr bei Gefahr für Leib und Leben ist
kostenlos…nur wenn die Aufgabe von einer Fachfirma
übernommen werden könnte (z.B. Baum fällen, Ölspur entfernen,
Wasserschaden beseitigen…) ist der Einsatz der Feuerwehr
kostenpflichtig.

Der Einsatz ist genau dann kostenpflichtig, wenn die Feuerwehrsatzung der Gemeinde das so bestimmt. Bei grober Fahrlässigkeit kann da schon was kommen.

Gruß
smalbop

Hallo,

Wichtig ist, dass jemand
dabei ist, der ggfls. den Sturz mitbekommt und die Feuerwehr
ruft, die dich - natürlich kostenpflichtig - da rausholt,
bevor es nach etwa 45 Minuten letal endet.

das wäre mir (langjähriger Feuerwehrmann) neu! Zumindestens in den Bundesländern, in denen ich einigermaßen Überblick habe.
Hast Du da irgendwelche §§ oder Bestimmungen dazu, bzw. in welchem Bundesland ist das so?!

Sonst müssten bei wohl jedem zweiten PKW-Unfall die Verursacher blechen.

Gandalf

OT Hängetrauma

Ein Anseilgeschirr kostet so etwa 300 Euro.

Notfalls müsste man sich ja auch allein von Dach
abseilen können?

Das kannst Du vergessen, wenn du aus ein paar Metern Höhe in
die Seilbremse gestürzt bist, machst du überhaupt nicht mehr.
Das Stichwort lautet Hängetrauma.

Hallo smalbop,

das Wort und was dahintersteckt kannte ich nicht.

*hmmh* vor einiger Zeit lief im TV ein Bericht wo sie zeigten wie Bergsteiger da ihre „Routen“ mit so Haken sichern, sodaß dann nachfolgende Kletterer sich da auf diese „Wegen“ einhaken können.

Sehr viel früher waren das wohl nur einfache Haken die mittels hammer eingeschlagen wurden. Heutzutage wird da ein Loch gebohrt und ein Hakendübel eingeklebt.

Weil die ja den Akkuschrauber, den Klebstoff und die Haken/Dübel mit sich führen während sie da in der Wand hängen würde mich interessieren, welche Akkuschrauber benutzen die denn?
Welchen Kleber, welchen Dübel.

Zurück zum Thema. Anscheinend sind die Haken heute so sicher, natürlich auch die Seile dehnbarer und anders als viel früher, sodaß sich da einer im freien Fall locker 30-50m in die Tiefe stürzte und nur noch an einem Haken hing.

Der hatte kein Hängetrauma sondern winkte fröhlich in die Kamera.

Vielleicht sollte sich der Anfrager dessen Haltegurtsystem besorgen.

Gruß
Reinhard

Moin,

Heutzutage wird da ein Loch
gebohrt und ein Hakendübel eingeklebt.

aha, interessant.

würde mich interessieren, welche Akkuschrauber benutzen die
denn?

Genau, mich auch!

Der hatte kein Hängetrauma sondern winkte fröhlich in die
Kamera.

Nun ja, man muss nicht alles glauben, was im Fernsehen passiert. Man kann auch schon mal was inszenieren!
Ich bin mal aus gut einem halben Meter! in ein Klettergeschirr ‚geknallt‘. Das muss ich wahrlich nicht noch mal haben.

Gandalf

Hallo Reinhard,

Weil die ja den Akkuschrauber, den Klebstoff und die
Haken/Dübel mit sich führen während sie da in der Wand hängen
würde mich interessieren, welche Akkuschrauber benutzen die
denn?
Welchen Kleber, welchen Dübel.

Gegenfrage Woher die Gewissheit, ich sei Bergsteigerausrüstungsexperte?

Zurück zum Thema. Anscheinend sind die Haken heute so sicher,
natürlich auch die Seile dehnbarer und anders als viel früher,
sodaß sich da einer im freien Fall locker 30-50m in die Tiefe
stürzte und nur noch an einem Haken hing.

Der hatte kein Hängetrauma sondern winkte fröhlich in die
Kamera.

Vielleicht sollte sich der Anfrager dessen Haltegurtsystem
besorgen.

Das kann er schon tun, vorausgesetzt, die Fassade unter seinem Schindeldach gewähleistet dann die notwendige freie Fallhöhe von so etwa 60 Metern. Sonst winkt er vermutlich nicht mehr.

Und Hängetrauma heißt ja nicht, dass man immer sofort bewusstlos ist. Aber man wird es recht schnell.

Gruß
smalbop

Hi

Ich habe jetzt das Wochenende darüber nachgedacht, was ich von euren Antworten zu halten habe. Genau genommen wurde meine Frage nicht beantwortet. Da schreibt einer: Wann man ein Haus zu kaufen hat, dann muss das Dach… Ein Anderer gibt Tipps, was man beim Dachdecken zu beachten haben sollte und mit welchen Material gedeckt wurde.

Am Ende kam noch die Feuerwehr ins Spiel dazu.

Das ich nicht allein auf´s Dach steige, ist wohl klar. Zumindest ist das bei mir so, wie das bei euch ist weiß ich leider nicht.
Auch diese genannte Leiter kommt zum Einsatz.
Das es aber auch andere Möglichkeiten zur Nachbesserung auf einem Dach gibt, dürfte auch bekannt sein. (Z.B. Regenrinnen, Satellitenschüssel, Dachfenster, Schornsteine und sicherlich noch vieles mehr.)
Wenn ich so unüberlegt wäre, dann würde ich mir eine Wäscheleine um den Bauch binden und auf dem Dach rumstürzen, nach dem ich das andere Ende der Leine an einem Fensterkreuz verknotet habe.

Ich dachte eigentlich, das ich allein mit dem Begriff „Auffanggurt“ klar gemacht habe, das ich mir im vornherein Gedanken dazu gemacht habe. Unter anderem auch, wie ich benötigtes Werkzeug gegen versehentliches Abstürzen sichere.
Das wurde merkwürdiger Weise von keinem Schreiber erwähnt.

Es gibt Sicherheitsvorrichtungen, die bestehen aus Bauch- und :Schultergurt ( werden auch zum Klettern verwendet). Daran ist ein :kurzes Seil mit einer Fallbremse durch einen Karabiner zu :befestigen. Durch diese Seilbremse lässt du ein relativ langes Seil :laufen (Sicherheitsseil nach DIN), welches am Ende ebenso einen :eingearbeiteten Karabiner hat. Dieses Ende befestigst du an einem :sicheren Balken, einem Sparren etc. das lange Seil dient als :Führungsseil, indem du die Fallbremse zusammendrückst und am Seil z :B runtersteigen kannst. Diese Bremse verhindert auf jeden Fall einen :Absturz, wenn du ausrutschst.

Genau! Danach habe ich gefragt, bzw. welcher für mich am geeignetsten ist, da es so viele verschiedene Preisunterschiede gibt.
Vielleicht findet sich doch noch jemand, der einen geeigneten Artikel nennen oder zeigen kann. (Ich muss mich ja nicht vom Dach abseilen können.)

Gruß Nino

Hallo Gandalf,

Heutzutage wird da ein Loch
gebohrt und ein Hakendübel eingeklebt.

aha, interessant.

ja, ich fand den Bericht sehr spannend, wie sie früher mit armseligen Mitteln da so Haken eingeschlagen haben die im worst case zwar nicht halten, also nicht sofort *schätz*, man fällt ins Seil, der erste Haken hält das nur kurz auf, nimmt aber Energie weg, dann der nächste usw.

Wenn man Pech hat reißt man dann so eine ganze hakenkette ab und das wars dann.
Oder aber nach k.A. 15 haken hält mal einer dich. Dann bist du immer noch in einer blöden Lage. Erstens waren die Seile „damals“ nicht dehnbar, das Gurtsystem war nicht gut, Körperlich hattest du dann sicher von der Zuschnürung der Seile o.ä. um deinen Körper Probleme.

Jetzt baumelst du da. Rettung per Hubschrauber wäre möglich, sofern es schon Hubschrauber gab, andrerseits fliegen die sehr ungern an Bergflanken wegen Fallwinden u.ä.

Irgendwie gibt es reichlich viel bessere Lebenslagen :smile:

würde mich interessieren, welche Akkuschrauber benutzen die
denn?

Genau, mich auch!

Ja. Ich sah nur daß der Typ so einen beutel umhängen hatte, daraus nahm er den Akkuschrauber, dann die Spritze um den Klebstoff einzubringen, dann setzte er daß ein was ich als Hakendübel bezeichnete.

Kann auch eine Öse mit Metallschaft gewesen sein, war leider nicht so genau zu sehen.
Wahrscheinlich war es so, ich habe noch mal drüber nachgedacht, irgendwas reingeschraubt=Dübel hat er nicht.

Der hatte kein Hängetrauma sondern winkte fröhlich in die
Kamera.

Nun ja, man muss nicht alles glauben, was im Fernsehen
passiert. Man kann auch schon mal was inszenieren!

Das glaube ich in dem Fall nicht, dieser Bericht über Klettertourwegabsteckerösensetzer oder wie das heißt wirkte seriös.

Ich bin mal aus gut einem halben Meter! in ein Klettergeschirr
‚geknallt‘. Das muss ich wahrlich nicht noch mal haben.

Tut mir leid. Mir kann das nie passieren. Dahin wo ich sowas brauche gehe ich nicht :smile:

Gruß
Reinhard

Moin Nino,

Ich dachte eigentlich, das ich allein mit dem Begriff
„Auffanggurt“ klar gemacht habe, das ich mir im vornherein
Gedanken dazu gemacht habe. Unter anderem auch, wie ich
benötigtes Werkzeug gegen versehentliches Abstürzen sichere.

das Problem ist schlicht und ergreifend, daß der Umgang mit diesen Geschirren alles andere als trivial ist.
Bei unserer Feuerwehr dauert die Grundausbildung Höhenrettung für einen voll ausgebildeten Feuerwehrmann zwei komplette Wochenenden. Da wird vorausgesetzt, daß man mit Leitern, Seilen, Knoten etc. vorher schon umgehen kann.
Anschließend ist man alles andere als versiert, das kommt günstigstensfalls mit einer weiteren Schulung und regelmäßigem üben. Wir haben eine eigene Gruppe, die sich auf Höhenrettung spezialisiert hat.
Für das Geld, daß eine gute Sicherheitsausrüstung kostet, kannst Du den Dachdecker einige male aufs Dach schicken, zumal Seile aber auch das Geschirr altern und irgendwann ihren ‚TÜV‘ verlieren und eigentlich erneuert werden müssten.

Die Antwort wird Dich sicher nicht befriedigen (und die Feuerwehr ist schon wieder darin vorgekommen), aber genauso wenig wie ein Laie etwas an elektrischen Anlagen oder Gasinstallationen verloren hat, hat er etwas auf dem Dach verloren, das sind Sachen für Spezialisten.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hallo Gandalf!

Du hast die Vollkaskomentalität, wie ich das lese.
Das mag auch richtig und gut so sein,
aber der UP und ich sind da wohl auf einer anderen Wellenlänge.
Es gibt eben Leute, denen wird schon schlecht, wenn die nur zum Dachfenster raussehen. Andere, so wie ich haben da überhaupt kein Problem damit, auf dem Dachfirst rumzulaufen, ohne jedes Gerüst oder Seil.
Das muss jeder selbst für sich entscheiden, was er sich zutraut.

Ich selbst würde auf einem recht steilen Dach für meinen privaten Gebrauch auch mit einem Seil arbeiten. Irgendwo an einem festen Gegenstand anknoten, und das Seil als zusätzlichen Halt benutzen, an dem man sich ständig festhält. Das reicht schon, damit man nicht in’s rutschen kommt. Hab das auch schon so gemacht, weil das eine Dach doch etwas sehr steil war.

Und wer da bei dem Gedanken daran schon weiche Knie und Bluthochdruck bekommt, der soll das ganze lassen.

Als ich vor ca 17 Jahren unser Hausdach mit gedeckt habe, sagte mir der Dachdecker, es ist ja noch die Dachrinne ran, die hält Dich schon.
Auto oder Motorradfahren finde ich genauso gefährlich. Und immer daran denken, wer früher stirbt, ist länger tot.
In diesen Sinne,

Grüße, Steffen!

Moin Steffen,

Du hast die Vollkaskomentalität, wie ich das lese.

knapp daneben :wink:

Es gibt eben Leute, denen wird schon schlecht, wenn die nur
zum Dachfenster raussehen.

Und ich bin schon etliche male aus den dritten oder vierten Stock aus einem Fenster geklettert und habe mich von dort abgeseilt.
(Training Höhenrettung im Katastrophenschutz und Feuerwehr)

Andere, so wie ich haben da
überhaupt kein Problem damit, auf dem Dachfirst rumzulaufen,
ohne jedes Gerüst oder Seil.

Als ich mir ein neues Dach aufs Dach gesetzt habe, hab ich die Pfetten auf dem Firstbalken genagelt. (Sags nicht weiter, ohne Absturzsicherung, aber bis zum Boden des Speichers waren es auch nur gut drei Meter)

Das muss jeder selbst für sich entscheiden, was er sich
zutraut.

Eben, aber ich wuste was ich mache, weil ich einiges an Erfahrung und Training hatte (und wußte, daß ich wirklich schwindelfrei bin).

Ich selbst würde auf einem recht steilen Dach für meinen
privaten Gebrauch auch mit einem Seil arbeiten. Irgendwo an
einem festen Gegenstand anknoten, und das Seil als
zusätzlichen Halt benutzen, an dem man sich ständig festhält.

Tja, das täte ich eben nicht, weil mir da das Risiko zu hoch wäre.

Auto oder Motorradfahren finde ich genauso gefährlich.

Jain. Kommt wohl auf den Fahrstil an :wink:

Und
immer daran denken, wer früher stirbt, ist länger tot.

Tja, und diesen Spruch finde ich (entschuldigung) für ziemlich blödsinnig!
Mag aber auch damit zusammenhängen, daß ich schon zu viele Verletzte und Tote gesehen habe (Feuerwehr und Rettungsdienst).

Gandalf