Hallo allerseits!!!
Ich kaufe mir eventuell eine Eigentumswohnung mit dazugehörigem Rohdachboden. (spätere Wohnfläche ca. 75m²)
Jetzt ist für mich klar das ich mir die Wohnung nur leisten will wenn ein Dachbodenausbau auch wirklich funktioniert.
Meine grösste Sorge ist die Isolatuion des Daches.
Welche Dämm- Materialien sind zu verwenden? Wie dick sollte so eine Dämmung sein?
Ich habe auch wo gelesen das man den Dachboden Luftdicht machen sollte. Ist das wahr?
Ist sonst noch auf etwas zu achten?
Hat vielleicht jemand erfahrungswert über die reinen Materialkosten?
Im Link sind die Fotos zum Dachboden, damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt.
Viel hilft viel! Normalerweise hält man einfach einen Zollstock an die Sparren und nimmt dann die Sparrentiefe.
Idealerweise kommt dann anschließend über die Dampfbremse noch eine Querlattung mit einer 50er Untersparrendämmung, um die Sparren als Wärmebrücke auszuschließen.
Ich habe auch wo gelesen das man den Dachboden Luftdicht machen sollte. Ist das wahr?
Njein.
Die Dämmung muss nach innen hin mit einer Dampfbremse luftdicht gemacht werden, damit da von innen keine Feuchtigkeit eindringen kann, denn das würde 1.) die Dämmwirkung herabsetzen und 2.) langfristig zu Schimmelproblemen führen.
Ist sonst noch auf etwas zu achten?
Sorfältig arbeiten. Die Sache mit „Luftdicht zum Innenraum hin“ sollte man ernst nehmen, ein einziges kleines Löchlein ist schon zuviel. Heisst auch: später keine Nägel oder Schrauben in die Wand, denn die verletzen alle die Dampfbremse.
Und die Übergänge (Querbalken und die Rohre) mit flexiblem Band sorgfältig verkleben. Und die Anschlüsse (am Ende an die Wand und evtl. Fenstern) super sorgfältig machen. Und egal, wie sehr der Hersteller der Klebemasse sein Produkt anpreist, ich würd immer eine Konterlattung auf die Klebewurst aufschrauben.
Hat vielleicht jemand Erfahrungswert über die reinen Materialkosten?
je nach Dicke: Baumarkt so grob ab 25-30 € pro qm, Schnäppchenjäger auf eBay schaffens auch schon für 5-10.
Aber grundsätzlich sollte das jeder (mit etwas Hilfe von handwerklich begabten Leuten, alleine ist das mangels dritter, vierter und fünfter Hand kaum zu machen) hinbekommen.
wenn Du den Dachboden ausbauen willst, dann brauchst Du auch Fenster. Hier erfoglt aber der Eingriff in das Gemeinschaftseigentum und die Gemeinschaft muß ihre Zustimmung geben.
Zweitens würde ich an Deiner Stelle einen örtlichen Bauingenieur das ganze zeigen (Themen: Schallschutz, Feuchteschutz, Wärmedämmung etc). Bauingenieure sind eigentlich ganz nette Leute und die erklären Dir vor Ort, ob Deine Wünsche realisierbar sind. Kostet ein bisschen, bringt aber viel.
was ist hinter /über dem Holz?
Direkt die Dachpfannen oder eine diffusonsoffene Unterspannbahn?
Die Isolierung nutzt Dir gar nichts, wenn sie von oben durch eine kaputte Pfanne versiffen kann.
Dann isoliert da nichts mehr, der Schimmel feiert fröhliche Urstände nud wenn Du Pech hast und richtig viel Wasser kommt durch, hast Du einen üblen Feuchtigkeitsschaden.
Der Aufbau von oben nach unten muß folgendermaßen sein.
ich gehe davon aus, dass es VOR einer solchen Massnahme mehr als sinnvoll erscheint, einen FACHMANN VOR ORT hinzuzuziehen. Was nützen Dir Ferndiagnosen, wenn ggf. vor ort vom Fachmann Details entdeckt werden, die es zu beachten gilt und auf die hier niemand eingehen KANN.
Dieser Fachmann/Diese Fachfrau kann Archtitekt oder Bau-Ing. sein, ggf. Bautchniker, Energieberater oder kompetenter Handwerker (also Dachdecker, Zimmerer, Innenausbauer ggf. Schornsteinfeger odgl.).
also die Isolierung des Dachstuhls ist keine so schwierige Massnahme. Normalerweise für jemanden, der keine 2 linken Hände hat, zu tun.
Aber die Dachbalken haben Feuchtigkeitsflecken. Wurde das Dach erst später verschalt? Wenn nicht, würde ich das nochmal genau anschauen. Denn dann müsste erst einmal das Dach richtig dicht gemacht werden. D.h. Dachziegel runter, Lattung runter und neue wasserdichte, aber dampfdurchlässige Folie auf die Schalung verlegen.
Ausserdem muss Dir klar sein, dass die 75 qm ab 1,50 m Höhe gerechnet sind. D.h. die Fläche, die wirklich benutzt werden kann ist viel kleiner.