Sanierungsarbeiten - einige Fragen

Ich habe mehrere Fragen zu Sanierungsarbeiten im Altbau:

Eine Holzbalkendecke (30er Jahre) soll ersetzt werden durch eine Ziegeleinhängedecke.

  • Wie kommt man am günstigsten an die Statischen Berechnungen/Verlegungspläne?

  • Mit welchen Preisen muss man für das Material rechnen und für den Einbau. (ca. 88 qm verteilt auf 5 Räume zwischen 8 und 40 qm)

  • Wieviel Zeit braucht man dafür? Insbesondere wann ist das Geschoss darunter wieder begehbar?

Thema Entwässerung im mehrgeschossigen Haus

Wir überlegen, ob wir die Entwässerung vom Bad aus dem 1. Stock in den Keller durch ein Gußrohr führen oder Kunstoffrohre verwenden sollen. Wir wollen das davon abhängig machen, ob man das Abwasser hört oder nicht. Wir können uns nicht so recht vorstellen, ob es noch andere Alternativen gibt. In dem Haus um dass es geht fällt das Wasser vom OG bis zum Keller etwa 5 Meter. Was macht das kostenmäßig für einen Unterschied?

Das Haus hat einen Vorbau für den Hintereingang (als Windfang). Nun wollen wir aber den Keller wärmedämmen. Wie bekommt man das hin, ohne den Vorbau untergraben zu müssen?

Vielen Dank für Antworten - ich bin für jeden Tipp dankbar!

Telly

Hallo!

Eine Holzbalkendecke (30er Jahre) soll ersetzt werden durch eine :Ziegeleinhängedecke.
Wie kommt man am günstigsten an die Statischen :Berechnungen/Verlegungspläne?

Alternativlose Möglichkeit: Wende Dich an einen Statiker, der sich zuvor die baulichen Verhältnisse vor Ort ansieht.

…ob wir die Entwässerung vom Bad aus dem 1. Stock in den Keller durch :ein Gußrohr führen oder Kunstoffrohre verwenden sollen. …fällt :das Wasser vom OG bis zum Keller etwa 5 Meter

Für so geringe Fallhöhe sind Kunststoffrohre die geeignete Wahl. Im Interesse geringer Geräuschentwicklung sollten 87°-Bögen vermieden werden. Statt dessen je 2 45°-Bögen verwenden. Befestigungsschellen sollten eine Gummieinlage zur Entkopplung von Schwingungen zur Wand besitzen. Die Gummieinlage ist aber auch aufgrund des hohen Temperaturkoeffizienten der Kunststoffrohre erforderlich. Die Längenänderung mit der Temperatur ist beträchtlich. Deshalb sollten Kunststoffrohre nicht bis zum Anschlag zusammengesteckt werden. Lasse ca. 1 cm Luft in den Muffen.

Das Haus hat einen Vorbau für den Hintereingang (als Windfang). Nun :wollen wir aber den Keller wärmedämmen. Wie bekommt man das hin, ohne :den Vorbau untergraben zu müssen?

Vermutlich gar nicht. Thermische Kellerisolierung muss von außen geschehen. Was auch immer man in dieser Richtung von innen probiert - häufig gehörter Rat sind irgendwelche hinterlüfteten Konstruktionen - ist entweder thermisch ohne Effekt oder bringt Schimmel ins Haus. Der Keller ist diesbezüglich kritischer als die nur von Außenluft berührten Wände der darüber liegenden Geschosse, weil der Wärmeübergangswiderstand vom Feststoff Erde zur Kellerwand um Größenordnungen kleiner ist, als von einer Wand zur Luft. Die Kellerwand wird also von außen isoliert, gefolgt von einer Schicht Anfüllschutz und die Verfüllung geschieht nicht mit Erdreich, sondern mit sehr grobem Kies. Grober Kies enthält viel Luft und speichert kein Wasser. Idealerweise liegt ganz unten eine Drainage. Die Kiesschicht sorgt dabei für eine von außen trockene Wand mit geringem Wärmekontakt zum umgebenden Erdreich und beugt außerdem der Durchwurzelung vor.

Gruß
Wolfgang