Anbau geplant - Kosten? Vorgehen?

Hallo zusammen,

wir planen einen Anbau an unser Reihenendhaus und würden gern eine Vorstellung davon bekommen, welche Kosten dabei auf uns zukämen und vielleicht auch noch ein paar Tipps, wie man da am besten vorgeht.

Was soll gemacht werden? Der Anbau soll eine Grundfläche von ca. 6 x 3 m haben, 2-geschossig + flaches Pultdach (sofern das hier zulässig ist), nicht unterkellert. (Das alte Haus ist unterkellert.) Er sollte bis auf die Grundstücksgrenze (Straße) gehen, was laut den Vorbesitzern auch so von der Stadt genehmigt wird. Den Abstand zu den Nachbarn würden wir natürlich einhalten. Auf jedem Stockwerk hätten wir gern 2 Fenster. Vom alten Haus hätten wir auf jeder Etage gern zwei Durchbrüche zum Anbau. Innenwände würde ich selbst in Leichtbauweise einziehen.

Das Haus, an das angebaut werden soll, ist (falls das für die Beurteilung wichtig ist) voll unterkellert, „energiesparendes Reihenhaus“, Außenwände 24 cm Kalksandstein, Wandputz 8 cm Wärmedämmverbundsystem mit mineralischem Putzauftrag, …

Welche Kosten kommen da wohl in etwa auf uns zu? Und womit fange ich an? Erstmal Anfrage an die Stadt, ob ein Anbau bis an die Grundstücksgrenze grundsätzlich möglich ist? Dann Architekten suchen? Alle Sachen einzeln vergeben? Oder lieber gleich einen zentralen Bauunternehmer, der alles für mich erledigt? Wie sehr würden sich die Kosten dabei unterscheiden? Wie finden wir einen geeigneten Architekten/Bauunternehmer?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Schöne Grüße,
greulix

Moin,

Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Er sollte bis auf die Grundstücksgrenze
(Straße) gehen, was laut den Vorbesitzern auch so von der
Stadt genehmigt wird.

bevor irgend welche Aktionen und Berechnungen getätigt werden, muß dieser Punkt eindeutig geklärt werden, sprich erst klären ob dem wirklich so ist und dann erst weiterplanen!
Auf Aussagen eines Vorbesitzers würde ich nichts geben, es kann sich z.B. etwas an der Rechtslage geändert haben.

Gandalf

Welche Kosten kommen da wohl in etwa auf uns zu? Und womit
fange ich an? Erstmal Anfrage an die Stadt, ob ein Anbau bis
an die Grundstücksgrenze grundsätzlich möglich ist? Dann
Architekten suchen? Alle Sachen einzeln vergeben? Oder lieber
gleich einen zentralen Bauunternehmer, der alles für mich
erledigt? Wie sehr würden sich die Kosten dabei unterscheiden?
Wie finden wir einen geeigneten Architekten/Bauunternehmer?

Indem du die Lösung deines Problemes einem Architekten überlässt, der sich mit kleineren Gewerken herum schlägt und dir demnach einen dfetaillierten Kostenvoranschlag unterbreitet.
Es dürfte nicht so schwer sein, in deiner Umgebung so jemanden zu finden.

Grüßle
Bernd Stephanny

Tach auch,
Gandalf hat die grundsätzliche Problematik bereits angesprochen.
Was du ohne Architekt vorbereiten kannst: Auszug Flurkarte besorgen, Grundriss mit Abmessungen und Abstandsmaßen einzeichnen.
Kurze Baubeschreibung erstellen, also beschreiben was man beabsichtigt z.B. " 2-gesch. Anbau mit Pultdach an ein best. Wohngebäude", jeweils Einzeiler zu Gründung, Aussenmauerwerk, Geschossdecken, Dach und Eindeckung, Entwässerung, Zugänge und Fensterausrichtung und mit diesen Unterlagen zum Bauamt. Freundlich das Anliegen vorgetragen, erfahrt ihr, ob man dem ganzen wohlwollend…, ablehnend…, wie auch immer gegenübersteht. Und ihr erfahrt: ohne Voranfrage, oder Anzeige, oder Bauantrag, geht garnichts. Dann erst Architekt.
Im Vorfeld: Kostenermittlung
Mache es dir einfach: rechne Fläche ( 6x3 m) x Höhe (von UK Gründung bis OK Dach) = cbm umbauter Raum x 250,–€

  • 10% Arch. und Ingenieurleistungen
  • 5% sonstige Kosten
  • 1 Pfund noch als Sicherheit

Alles grobe Werte und immer grosszügig nach oben runden. Es ist besser, ausreichend finanzielle Mittel in Reserve zu haben, als das euch unterwegs die Luft ausgeht.

Gruss

B

Hallo,
beim Verband beratender Ingenieure findest du ein sehr großes Verzeichnis über autorisierte Planungsbüros.
Suche dir einen aus und vereinbare ein Beratungsgespräch.
In der Regel sind solche Erstgespräche kostenfrei.
Bei diesem Gespräch kannst du mit dem Planer deines Vertrauens genau absprechen, welches Honorar er bekommen soll und welche Leistungen du erbringen kannst, um die Gesamtplanung so kostensparsam wie möglich zu halten.
Der Planer wird für dich den Bauantrag einreichen, die Zeichnungen erstellen, eine Ausschreibung machen und auch eine Bauüberwachung durchführen.
An der Stelle solltest du auf keinen Fall mit einsparen anfangen, weil dich ein guter Bauingenieur immer vor Fehlern schützt und zwar bevor das Kind im Brunnen liegt.
Leia

Hallo Gandalf

bevor irgend welche Aktionen und Berechnungen getätigt werden,
muß dieser Punkt eindeutig geklärt werden, sprich erst klären
ob dem wirklich so ist und dann erst weiterplanen!
Auf Aussagen eines Vorbesitzers würde ich nichts geben, es
kann sich z.B. etwas an der Rechtslage geändert haben.

Ja, das fürchte ich auch. Mittlerweile habe ich mal das Bauamt angeschrieben und auch schon in den Bebauungsplan reingesehen. Nach dem Bebauungsplan sieht es schlecht aus. Da sind Baugrenzen eingezeichnet, die so eine Bebauung verhindern würden. Keine Ahnung, wie bindend solche Baugrenzen sind oder ob die Stadt ohne großen Aufwand Ausnahmen zulassen kann. Ich bin mal auf die Antwort vom Bauamt gespannt - allerdings nicht sehr optimistisch.

Anbau hinten raus müsste laut Bebauungsplan zulässig sein. Wäre zwar nicht ganz nach unserem Geschmack. Aber wenn es nicht anders geht …

Gruß,
greulix