In unserem Keller (der ein Schimmelproblem hatte) ist heute
ein Ausgleichs-Estrich aufgebracht worden, auf den
anschließend eine Abdichtungsfolie und danach der
richtige Estrich kommen soll.
Hi!
Ich würde erst eine dünne Sandschicht einbringen, dann eine Folie, und dann den Estrich darauf. Und diesen dann gleich ordentlich machen, damit man darauf Fliesen kann, oder glatt verreiben.
Für diesen Ausgleichs-Estrich wurde einfach Zement, Sand und
Wasser auf den Boden geschüttet, mit den Händen durchgemischt
und anschließend gleichmäßig verteilt.
Hoffentlich mit einer Schaufel in den Händen??
Jetzt habe ich folgende Fragen:
- Ist dies eine fachmännische Art, solchen Estrich zu
verlegen?
Früher hat man das oft so gemacht.
Heutzutage ist das eigentlich Blödsinn, ab so einem halben / dreiviertel Kubikmeter lasse ich mir Beton vom Mischwerk fahren, der ist besser und auch nicht teurer. Im Idealfall gleich mit einem Rohr vom Fahrmischer aus durch ein Kellerfenster in den Keller lassen, Verflüssiger rein, mit einem Rüttler durchziehen, mit der Schwimmpatsche glattziehen, fertig.
Eine Person, eine Stunde, das war’s. Vorher noch einen Meterstrich an die Wand gemacht, damit das gerade wird.
- Ist es ein Problem, dass das Mischungsverhältnis nicht
abgewogen wurde, sondern nur „pi mal Daumen“ geschätzt
wurde?
Wenn das jemand macht, der weiss, was er tut, kann das schon OK sein.
- Ist es ein Problem, wenn der Estrich nicht ganz
gleichmäßig gemischt ist? (Dies lässt sich ja kaum
vermeiden, wenn man Estrich nur per Hand auf dem
Boden verrührt.)
Naja, wenn man das trocken paarmal umschaufelt und gut mischt, und dann Wasser zugibt,und nochmals gut mischt kann das auch Ok sein.
Aber sowas ist in der heutigen Zeit ehr unüblich. Ich schaue auch immer mal, was die Bauarbeiter so anstellen, wenn ich unterwegs bin,
ich habe so eine Arbeitsweise bis jetzt nur in Jamaika gesehen. Da haben die den Sandhaufen aber auch gleich auf der Hauptstrasse zu Beton gemischt…
Aber wenn Du Feuchtigkeitsprobleme im Keller hattest, wird das keine gute Wahl gewesen sein, das so zu machen. Die Betonschicht wird schon nicht kaputtgehen, bei der geringen Belastung,
ich denke aber ehr, dass der zementhaltige Beton die Kellerwände berührt,
da hätte eine Folie oder ein Fugenband als Isolierung reingehört. Und natürlich auch unter den Beton.
Wenn ich das so lese, war da wohl eine Hartz-4 Senioren-Baubrigade tätig?
Grüße, Steffen!