Fragen zur Innen-Dämmung

Hallo!

Erstmal eine kurze Beschreibung des Hauses:
Bj. 1915, sehr guter Bauzustand, alles trocken, keinerlei Schimmelprobleme.
Aussenwände sind 36cm Ziegelwände, innen mit so altem Kalk-Ascheputz verputzt,
aussen wurde mal vor 45 Jahren komplett mit Kalk-Zement-Putz neu geputzt.

Aussen ist in den nächsten Jahren mal wieder fällig, das wird mit dem Maxit IP 18E gemacht.
Wenn es da irgendwelche Vorschriften zur Wärmedämmung gibt,
ist Fakt, aussen kommt mir nichts aus Styropor ran, auch nichts anderes,
das ignoriere ich einfach.
Wenn ich hier so lese, bin ich wohl so fast der einzige, bei dem es in der Wohnung nirgendwo schimmelt, ohne dass ich mich an die Regeln des Lüften und Heizens halte.
Und das soll auch so bleiben.

So, zur Frage:
Ich denke über eine Innenraumdämmung nach, die dann so nach und nach bei den anfallenden Renovierungsarbeiten mit gemacht werden soll.

Ich habe da kürzlich in einer Zeitung ein neues Dämmsystem eines bekannten deutschen Baustoffherstellers gelesen, aber mir das leider nicht abkopiert und inzwischen auch vergessen, glaue aber, es war Maxit.
Internetsuche bei Maxit, Schwenk usw. hat jetzt leider keinen Erfolg gebracht.

Und zwar sind das so wie Platten, sah auf dem Bild aus wie so ca. 5cm dick, aus einer Art Schaumbeton, die dann wohl an die Innenwand geklebt und gedübelt werden. Das soll athmungsaktiv sein, ist für denkmalgeschützte Altbauten vorgesehen, und soll solche Kondenswasser-Schimmelprobleme vermeiden.

Ich will in den nächsten Wochen mal einen bisher ungenutzten Raum vorrichten, und das an der Aussenwand von 10 m² mal ausprobieren.
Wenn das klappt, und ich Erfahrung habe, soll das dann mal im ganzen Haus so nach und nach gemacht werden.

Kennt Jemand das System? Ev. Link?

Auch für alle Hinweise, Anregungen, Kritik usw. wäre ich sehr dankbar.

Grüße, Steffen!

Hallo!
Was Du suchst ist wahrscheinlich
das http://www.roefix.com/fileadmin/images/products/DC00…

Gruß sepp.

Hallo

Bin selber kein Freund von Innenwanddämmung, außer sie wurde ordentlich geplant und mit Dampbremse versehen. Die Gefahr ist einfach zu groß wg. Taupunktverlagerung und Schimmel.
Würde zur Außendämmung raten, ist auf jeden Fall sicherer als von innen.

Aber einfach nur mal so „drauf losdämmen“ geht nicht, denn es muß dabei auch die EnEV berücksichtigt werden. Je nach Wandaufbau muß eine ganze Menge an Dämmung drauf um den geforderten U-Wert zu erreichen und das bedeutet unter Umständen auch Raumverlust; nicht extrem viel aber es geht was verloren.
Auf jeden Fall vor den Arbeiten einen Fachmann zu rate ziehen.

Gruß
nelsont

Hallo Steffen,

lass Dich mal von dem ganzen Dämmwahn nicht irre machen.

Wir haben auch ein sehr altes Haus und ein Glück im letzten Winter eine Wärmebidlaufnahem machen lassen - das alte Ding ist auf Grund seiner Bauart super gedämmt! Was die Wände anbelangt.

Innendämmung macht nur Sinn, wenn Du komplett alle Balken, auch vom Mauerwerk entkoppelst, da Du sonst die Gefahr der Wasserbildung an den Stellen hast, wo die tragenden Balken auf den Mauern aufliegen - das macht man nicht nach und nach, sondern bevor man einzieht, da man dann natürlich auch alle Dielen raus nehmen muss.

Du verschiebst mit einer Dämmung den Taupunkt im Mauerwerk. Diesen musst Du genau berechnen lassen. Zwar hast Du es dann schön warm im Inneren, aber wenn es draußen friert, dann ggf in der Mauer, was Dir die Mauer auf Dauer zerstört.

Du kannst ein derart altes Gebäude ggf. von der Energiesparverordnung befreien lassen - frag mal beim Denkmalschutz an.

Bei uns hat die Dämmung der Rolladenkästen geholfe, eine neue Tür demnächst irgendwann mal das ein oder andere neue Fenster, da die jetzigen in manchen Räumen nicht fachgrecht eingebaut sind und man daher das Gefühl hat, die Fenster stehen den ganzen Tag offen.

Energietechnisch hat sich bei uns ein Kamin im Wohnraum gelohnt, so kann man an kälteren Tagen schnell beiheizen. Wenn die Heizung mal den Geist auf gibt und das Dach neu gemacht werden muss, dann denken wir noch über Brauchwassererwärmung nach etc.

Dämmung kann - muss aber nicht das Raumklima verbessern. Gerade die alten Häuser leben auch von einer gesunden Luftzirkulation.

Rechne Dir mal aus was so eine Dämmung kostet und wann sie sich amortisiert - Entsorguung ist in 20 Jahren über Sondermüll nötig - Das was Du jetzt an Energie benötigst um bestimmte Dämmstoffe herzustellen hättest Du auch in den Tank gekippt - in vielen Fällen eine Geldvernichtungsmaschine ohne größeren ökologischen Nutzen, wenn man auch den Herstellungs- und Entsorgungsprozess der Dämmaterialien einbezieht und eine Dauerbaustelle für Dich.

Ich würde Dir raten jetzt die Tage eine Wärmebildaufnahme machen zu lassen - dann siehst Du wirklich was nötig ist und kann Dir sehr viel Geld sparen - frag mal bei der Volksbank an, die hatten im letzten Jahr für kleines Geld so eine Bildermachaktion.

Gruß,
Alexandra

Hallo Steffen,

also wenn du dein Haus schimmelfrei halten möchtest, würde ich dir dringend von irgendwelcher Innendämmung abraten.
Überhaupt bei 36 cm Ziegelwänden würde ich mir über Dämmung nicht den Kopf zerbrechen.

Das hier viele Leute Schimmelprobleme haben, hat hauptsächlich mit (halbherzigen) Renovierungen zu tun, wie z.b. hochdämmende Fenster bei unisolierten, schlechten Aussenwänden.

MfG

Und zwar sind das so wie Platten, sah auf dem Bild aus wie so ca. 5cm dick, aus einer Art Schaumbeton, die dann wohl an die Innenwand geklebt und gedübelt werden. Das soll athmungsaktiv sein, ist für denkmalgeschützte Altbauten vorgesehen, und soll solche Kondenswasser-Schimmelprobleme vermeiden.

Calciumsilikat-Platten
Ist aber nicht gerade billig.

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Calciumsilikat-Platte
http://www.klimaplatte.de/index.php
http://www.casiplus.de/calcium-silikat-platten.htm

lg, mabuse

Calciumsilikat-Platten
Ist aber nicht gerade billig.

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Calciumsilikat-Platte
http://www.klimaplatte.de/index.php
http://www.casiplus.de/calcium-silikat-platten.htm

Hallo!

Danke für die Links!
Ja, so was ist das schon,
eigentlich war ich ja der Meinung, egal was es kostet, bin ja nicht arm,
aber das finde ich preislich doch etwas sehr übertrieben.
Da lasse ich das besser so, wie es ist.

Grüße und danke,
Steffen!

Hallo Alexandra!

Vielen Dank für Deine Antwort.

lass Dich mal von dem ganzen Dämmwahn nicht irre machen.

Ja, besser ist das wohl.

Wir haben auch ein sehr altes Haus und ein Glück im letzten
Winter eine Wärmebidlaufnahem machen lassen - das alte Ding
ist auf Grund seiner Bauart super gedämmt! Was die Wände
anbelangt.

Ein Fachwerkhaus, soweit ich mich erinnere.

Du verschiebst mit einer Dämmung den Taupunkt im Mauerwerk.
Diesen musst Du genau berechnen lassen. Zwar hast Du es dann
schön warm im Inneren, aber wenn es draußen friert, dann ggf
in der Mauer, was Dir die Mauer auf Dauer zerstört.

Ja, das wollte ich wissen. Wenn solche Schäden möglich sind, werde ich das eben alles so lassen, wie es seit fast 100 Jahren ist,
und funktioniert hat. Es nützt mir ja auch nichts, wenn ich irgendwelche Architekten bestelle, die irgendwelche Taupunkte ausrechen, die auf ungenauen Ausgangswerten beruhen.

Du kannst ein derart altes Gebäude ggf. von der
Energiesparverordnung befreien lassen - frag mal beim
Denkmalschutz an.

Naja, fragen, ehr nicht,
höchstens mal über Freunde dumm ranfragen lassen und einfach machen,
bei uns in der Kommune haben die andere Probleme, da kann man so ziemlich machen wass man will.

Bei uns hat die Dämmung der Rolladenkästen geholfe, eine neue
Tür demnächst irgendwann mal das ein oder andere neue Fenster,
da die jetzigen in manchen Räumen nicht fachgrecht eingebaut
sind und man daher das Gefühl hat, die Fenster stehen den
ganzen Tag offen.

Das war bei uns nicht anders. Ich habe alle Zimmerdecken in der oberen Etage gedämmt,
neue Haustür, Kellerfenster, usw, so halbwegs daraufhingearbeitet, dass es nicht vom Keller bis in den Dachboden durchzieht,
das hat schon was gebracht, finde ich.

Energietechnisch hat sich bei uns ein Kamin im Wohnraum
gelohnt, so kann man an kälteren Tagen schnell beiheizen. Wenn
die Heizung mal den Geist auf gibt und das Dach neu gemacht
werden muss, dann denken wir noch über Brauchwassererwärmung
nach etc.

Darüber habe ich auch schon nachgedacht, und auch Erfahrungen von anderen Leuten gehört bzw. die Anlagen besichtigt und Erfahrungen gehört. Das lohnt sich, rein finanziell gesehen bei einer kleinen Familie nicht. Weil da halt einfach zuviel anfällige Technik drin ist.

Dämmung kann - muss aber nicht das Raumklima verbessern.
Gerade die alten Häuser leben auch von einer gesunden
Luftzirkulation.

Rechne Dir mal aus was so eine Dämmung kostet und wann sie
sich amortisiert - Entsorguung ist in 20 Jahren über
Sondermüll nötig - Das was Du jetzt an Energie benötigst um
bestimmte Dämmstoffe herzustellen hättest Du auch in den Tank
gekippt - in vielen Fällen eine Geldvernichtungsmaschine ohne
größeren ökologischen Nutzen, wenn man auch den Herstellungs-
und Entsorgungsprozess der Dämmaterialien einbezieht und eine
Dauerbaustelle für Dich.

Stimmt.

Ich würde Dir raten jetzt die Tage eine Wärmebildaufnahme
machen zu lassen - dann siehst Du wirklich was nötig ist und
kann Dir sehr viel Geld sparen - frag mal bei der Volksbank
an, die hatten im letzten Jahr für kleines Geld so eine
Bildermachaktion.

Ja, das werde ich mal versuchen, sowas zu organisieren.

Sehr vielen Dank für Deine Antwort,
Grüße, Steffen!

Hallo Steffen,

nein - Bruchsandstein in Kombi mit gebrannten Ziegeln.

Brauchwassererwärmung ist so teuer nicht. Im Prinzip benötigst Du den Pufferbehälter und das Dachelement. Freunde von uns wohnen in Norddeutschland und schalten von April bis November die Heizung komplett ab und das warme Wasser reicht für eine 4Köpfige Familie und Gäste. Wenn man natürlich Durchlauferhitzer hat macht das Ganze eher keinen Sinn, da man die Heizung dann ja auch so abschalten kann.

Man kann auch den Kamin nutzen, um Wasser zu erwärmen - ein netter Nebeneffekt, wenn man eh das kuschelige Feuer nutzen möchte. Wenn der Keller / Heizung zufällig direkt in Nähe des Kamins ist eine schöne Variante.

Gruß!
Alexandra

Hi-
wenn Du die neue Innenwanddämmung von Remmers meinst, musst aber erst im Lotto gewinnen, um das machen zu können.
Ich glaube, Innendämmung ist eines der kompliziertesten Sachen im Altbau.
Ohne vernünftige Berechnungen und Beratung geht da nix.
Es ist aber machbar, mit zB. Weichfaser in Lehm (Unger-Diffutherm)
oder Zellulose im Spray on Verfahren(Thermofloc).
Es dürfen auf keinen Fall hinter der Dämmung Taschen verbleiben, in denen sich Tauwasser sammelt.
Aber bevor ich mir Styropor ans Haus klebe würde ich sogar alte Socken an meine Innenwände nageln.
Liebe Grüße

Möchtest Du es richtig machen oder billig?
Mein Tipp: Geh die Sache richtig an und hol Dir einen Energieberater. Ich habe dafür 75 Euro gezahlt und sehr viele Infos bekommen, an die ich sonst vermutlich gar nicht gekommen wäre.
Viel Spaß. Und hör auf so eine Scheiße wie Innendämmung zu machen wenn Du es nicht musst…

Und hör auf so eine Scheiße wie Innendämmung zu
machen wenn Du es nicht musst…

Hallo!
Nein, ich muss es nicht, und werde es auch nicht tun. Alles geklärt.
Danke,
mfG, Steffen!