Laminat-Abschluss 'verfugen' ?

Hallo,
auf einem uralten Dielenfußboden wurde Laminat verlegt. Der Abschluss zur Wand besteht (überwiegend) aus Leisten.
Nur bei den (verwinkelten) Türrahmen hat der Verleger es sich leicht gemacht : da sind Spalte bis maximal 1cm Breite. Ich denke daran, diese Spalte zu verfugen, zB mit farbig anpepasstem Acryl. Kann man dazu raten ?
Gruß
Karl

Halo Karl,
diese angegebene Fugenbreite ist nicht zu akzeptieren!
Solltest Du also noch etwas gegen den ausführenden Handwerker in der Hinterhand haben (z.B. eine noch nicht vollständig beglichene Rechnung), dann wäre das erst einmal ein Rückbehaltungsgrund.
Allerdings darfst Du dann das Gewerk noch nicht abgenommen haben. Das wäre aber bei Zahlung des Werklohnes erfolgt.
-.-.-
Ist zwischenzeitlich Geld geflossen, zeige diese Ausführung schriftlich dem Unternehmer/Handwerker an und fordere mit dem Argument der Gewährleistung eine Nachbesserung (mit Fristsetzung).
Wurde die Verlegung auf der Grundlage einer „Nachbarschaftshilfe“ durchgeführt, dann hast Du tatsächlich „schlechte Karten“.
Das Abdichten mit einem Acryl wäre eine Variante. Aber man wird diese Stelle mit Sicherheit auch ohne großes Suchen finden, da sie optisch auffällig sein wird.
Du hättest früher reagieren müssen (am Besten noch am Tag der Verlegung).
-.-.-.-
Gruß: Klaus

Hallo Klaus,
danke für die Antwort.

Wurde die Verlegung auf der Grundlage einer „Nachbarschaftshilfe“ durchgeführt, dann hast Du tatsächlich „schlechte Karten“.

Das Laminat hat ein Mieter auf eigene Kosten und unter meiner Zustimmung selbst verlegt. Ist jetzt ausgezogen, und für den Nachmieter sähe ein Spalt eher „abschreckend“ aus.

Das Abdichten mit einem Acryl wäre eine Variante. Aber man
wird diese Stelle mit Sicherheit auch ohne großes Suchen
finden, da sie optisch auffällig sein wird.

Ich werd’s mal an einer Stelle probieren.
Gruß: Karl

Hallo Karl,
ich lese aus Deinen Zeilen heraus, dass Du der Vermieter bist?
Eine weitere Möglichkeit der Korrektur (neben der Acryl-Lösung) ergäbe sich dadurch, die betroffene Elementreihe (es ist ja zwischen einer Türlaibung, wie ich gelesen habe) wieder zurück zu bauen.
Danach mit neuen Elementen sach- und fachgerecht neu verlegen und ordnungsgemäß an den Zargen kürzen. Dazu bedarf es ggf. einer Schmiege, um die Konturen der Zarge auf die Laminatbodenoberfläche übertragen zu können. Werkzeug, über welches jeder Boden- und Parkettleger verfügt.
Der beste Weg, wie ich denke!
-.-.-.-.
Gruß: Klaus

Danach mit neuen Elementen sach- und fachgerecht neu verlegen
und ordnungsgemäß an den Zargen kürzen. Dazu bedarf es ggf.
einer Schmiege, um die Konturen der Zarge auf die
Laminatbodenoberfläche übertragen zu können. Werkzeug, über
welches jeder Boden- und Parkettleger verfügt.
Der beste Weg, wie ich denke!

Ich nicht.
Der Beste Weg ist immer noch mit einer Schattenfugensäge die Zarge zu kürzen und das Laminat einfach dadrunter zuschieben. So einen sauberen Übergang bekommt man mit keiner anderen Methode hin.

lg, mabuse

Das Verfugen ist nicht fachgerecht. Laminat wird schwimmend verlegt, und das bedeutet, dass es über die ganze Fläche arbeitet. Das kann nur durch die Überlappung von Fußleiste und Bodenbelag aufgefangen werden.
Die Kürzung der Zarge ist ein starker Eingriff und nicht optimal. Ich empfehle, wenn eine Neuverlegung an der betreffenden Stelle zu aufwendig erscheint, mit Fußleisten zu arbeiten. Die natürlich nicht am Boden befestigen, sondern an der Zarge.
bumi
Schreiner und Holztechniker