Hallo!
Das Haus wurde 1914 /15 gebaut, ein Bauernhaus.
Toll, wenn man es mag und erhalten möchte.
Naja, ich habe keine andere Wahl.Ich finde es aber gut, ich hab Platz ohne Ende.
Unten ist ein Ziegelgewölbe, (war mal Stall),
dann 20 cm nichts.
Dann kommen Deckenbalken, in der halben Höhe der Deckenbalken
sind Dachlatten angenagelt, darauf liegen liederlich
Holzschwarten, und darauf ist Schlacke gefüllt.
So 5 cm, ganz liederlich, ein Teil davon ist schon
runtergefallen.
Dann kommt eine Diele.
Eine solide und bewährte Konstruktion, mit Ausnahme der
heutigen Anforderungen an Wärmeschutz.
Die Diele hab ich mal mit einer langen Metallschiene
durchgemessen, ist relativ eben, so 1-2 cm Abweichung konnte
ich auf 3 Meter feststellen.
Es gibt da eine auffällig hohe Stelle, da will ich vielleicht
bischen wegstemmen oder hobeln.
Gut so. Ist ein altes Bauernhaus, die Einhaltung von Normen
etc. halte ich für unpassend. Ich nehme an, du möchtest den
Stil eines alten Bauernhaus bewahren.
Ja. Und nicht allzuviel Aufwand treiben.
Es ist alles sehr trocken, und das Holz sieht auch gesund aus.
Die Deckenbalken ebenfalls. Die Diele quitscht nicht.
Das wäre meine einzige Sorge gewesen. Ein wenig marode,
Probleme mit Holzbalken, Feuchtigkeit, Schimmel, …
Nein, das ist alles voll staubtrocken.
Ich habe mir dann vorgestellt, 2 Lagen Trittschalldämmung zu
verlegen, und die neumodischen ESB ?
Eine Lage würde wegen Trittschall auch reichen. Wozu benötigst
du eigentlich Trittschall nach unten? Wenn, dann Mineral- oder
Steinwolle. Und du hattest geschrieben: Die Diele quietscht
nicht. Also wieder einbauen.
Nein, nicht falsch verstehen:
Ich habe nur eine kleine Ecke der Diele aufgemacht, um das Rohr zum Wandheizkörper anzuschliessen.
Trittschalldämmung brauche ich im Prinzip nicht, ich will damit blos erreichen, dass die ESB- Platten nicht auf den Dielenbrettern klappern.
Aber ich muss was auf die Diele legen, weil die Bretter gewölbt sind.
Platten, also ähnlich
OSB, zu verlegen, und die dann an den Wandanschlüssen ringsum
einzuschäumen,
Never. Bewegungsspielraum muss sein. Offene Fugen, Leisten
ringsum.
Gut, Du sagst Nein.
In fast allen anderen Räumen bei mir hab ich das vor 5 Jahren so gemacht.
Das Ziel war, den Raum gegen die kältere Luft aus der Hohldiele zu sperren.
Probleme gab es da bisher nicht.
Ich hatte halt keine andere Idee, wie ich das zugluftfrei bekomme.
und diese dann zu lackieren. Sozusagen als Nutzoberfläche.
Wenn es denn unbedingt sein muss, ich kenne die geplante
Nutzung schließlich nicht.
Das soll mal ein Kinderzimmer werden,
vorerst Abstellraum, Archiv, Gästeschlafzimmer.
Bezüglich der von Klaus angesprochenen Dampfbremse: Sofern du
nicht Unmengen von Isolierung einbringen möchtest, kannst du
darauf verzichten.
Isolierung ist nicht geplant.
Die Konstruktion ist ohne schädlichen
Befund. „Luftige“ Fußbodenkonstruktion, Luftzwischenraum,
Gewölbe. Ist der darunterliegende Bereich eine Art Kellerraum?
Hat er eine Temperatur von konstant ca. 8°-12°C.? Diese
Konstruktion wäre dann sicher. Und hinsichtlich Wärmeschutz
auch zumutbar, wegen der geringen Temperaturdifferenz. Eine
Dampfbremse würde dann eher Schäden verursachen als der
Verzicht auf diesselbe.
Mein Vorschlag: Öffne den Bereich, den du für die Verlegung
der Rohre benötigst und schließe ihn dann wieder.
Ist klar.
Und du solltest mal etwas genaueres zu dem darunterliegenden
Raum schreiben. Hinsichtlich Nutzung. Vielleicht vermute ich
völlig falsch.
Also:
Unter den Holzbalken ist ein Ziegelgewölbe,das hab ich schon geschrieben.
Darunter dürfte dann noch mal so ein halber Meter Hohlraum sein,
dann darunter ist eine Decke eingezogen, so Sauerkrautplatten, von unten verputzt,
und das ist die Decke für den Hauseingangsbereich, Gästetoiletten, Gästeschlafzimmer, Umkleideraum.
Also ein Bereich, der nicht wirklich ständig beheizt wird,
wir haben ein warmes Haus,
also unter 10 ° geht das dort auch im kältesten Winter nicht.
Grüße, Steffen!