Hallo,
wir haben ein wirklich altes Haus (ca. 100 Jahre - kein Denkmalschutz) von den Großeltern, das wir eigentlich gerne renovieren wollten. Das Haus, ein Zweifamilienhaus, hat eine Grundfläche von ca. 75-80 qm, zwei Vollgeschosse und dann eben das Dachgeschoss mit den Schrägen. Es hat noch überhaupt keine Heizung (Keller ist nicht vorhanden, Heizungsanlage könnte in einem angrenzenden Nebengebäude eingebaut werden). Ansonsten müsste so ziemlich alles saniert werden (Fenster, Heizung, Wände versetzen, Fassadendämmung…) - Dach ist noch i. O.
Prinzipiell wollten wir das Haus gerne erhalten, allerdings haben wir jetzt die ersten Kostenschätzungen auf dem Tisch, die ab 280.000 € beginnen. Da wir selbst auch leider wenig handwerklich machen können, stellt sich jetzt wirklich die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, soviel Geld reinzustecken, denn meiner Meinung nach, bleibt ein altes Haus nun auch ein altes Haus. Und für diese Beträge kann man ja schon was neues bauen, da ist allerdings das Problem, dass es sich bei diesem Objekt um eine Grenzbebauung handelt, wo sich dann das Problem ergibt, dass der Grenzabstand von 3 m eingehalten werden muss.
Könnt ihr mir weiterhelfen, bis zu welcher Höhe die Kosten für eine Renovierung gerechtfertigt sind bzw. ab wo man sich von dem Gedanken der Sanierung besser verabschieden sollte???
Vielleicht hatte auch jemand schon mal das gleiche Problem und kann uns etwas weiterhelfen…
Vielen Dank!!!
haben wir jetzt die ersten Kostenschätzungen auf dem Tisch,
die ab 280.000 € beginnen
Das ist immer eine Frage des Standpunktes. Wer erwartet, aus einem alten Haus eine Hütte mit „moderner“ Raumaufteilung zu bekommen, hat den Schuss nicht gehört. Akzeptiert man hingegen, daß ein altes Haus nun mal ein altes Haus ist und geht behutsam an die Sache, wird es gleich einiges billiger.
Gut, kein Keller ist nicht gerade prickelnd, da wäre eine gute Bodendämmung fällig, kommt aber auch auf den Zustand an. Ob eine Außendämmung überhaupt finanziell sinnvoll ist, kann man ohne weitere Infos nicht sagen, nicht selten ist es aber rausgeworfenes Geld. Das Dach ist noch OK, zwei Stockwerke nutzbar, schon mal nicht sooo schlecht. Neues Bad, neue Heizung, Elektro neu, statt neuen Außenputz Holzverschalung…
Mit einigen Eigenleistungen (Putz abkopfen kann jeder, oder auch Schlitze klopfen oder 'nen Graben für neue Abwasserleitung usw…) kommt man da auch weit unter 100.000.- hin. Hat man keine Zeit und keine Lust - würde ich die Hütte verkaufen.
Will man „Neubau-Flair“ mit 40qm-Wohnzimmer, ist abreißen billiger.
hallo ich hab selbst ein fachwerkhaus 10monate lang saniert und auf den „“ neuen stand gebracht " selbst wenn ich alles bereche komme ich nicht auf 70.000 euro aus diesem grund halte ich eure sanierungssumme viel zu übertrieben was man selbst machen kann ist auch günstiger und hilft sparen, noch eins alte häuser sind wesendliche gesünder als ein neubau deshalb allein schon lohnt sich eine sanierung immer grüße u.d.
Wenn die Kostenschätzung real ist, dann hast du kein altes Haus sondern eine Ruine. Dann ist es wirklich zu überlegen, ob mann es renovieren sollte oder nicht.
Wenn die Bausubstanz jedoch noch gut ist, dann würde ich auf alle Fälle Renovieren, dazu gibt es bei der KFW- Bank super Zinsgünstige Kredite (schon ab 1,42 %) Wir renovieren jetzt schon unser zweites Haus aber über 120000.- € brauchen wir für keins.
Gruß
Estrochef