Bei unserem Reihenhaus (1966) würde ich gerne die
alten Metallkellerfenster austauschen (Dichtigkeit,
Dämmung, Einbruchschutz). Unter dem Fenster ist
bei uns die Wand schräg abfallend (vermutlich
wegen besserem Lichteinfall so gemacht). Bei den
Einbauanleitungen im Netz wird immer davon
ausgegangen, das die Wand waagrecht ist und die
Fenster haben ja auch eine gewisse Dicke. Wie
geht man damit am besten um? Abflexen, mit Ytong-
Steinen oder besser Dämmstoff anpassen?
Tach,
an Feiertagen bin ich schon mal zu besonderen Scherzen aufgelegt.
Mal abgesehen davon, dass ich die Grösse deiner Fenster nicht schätzen kann, folgende Überlegung: wenn das Mauerwerk ausreichend stark, das vorh. Kellerfenster aussen sitzt und die Brüstung schön schräg ist, setz doch einfach innen ein billiges BM- Fenster davor. Wichtig ist nur, dass du beide Fenster noch öffnen kannst.
Gruss
B
PS: bei neuen, dichtschliessenden Fenstern, bauphysikalische Aspekte nicht vernachlässigen.
Hallo!
Bei unserem Reihenhaus (1966) würde ich gerne die
alten Metallkellerfenster austauschen (Dichtigkeit,
Dämmung, Einbruchschutz). Unter dem Fenster ist
bei uns die Wand schräg abfallend (vermutlich
wegen besserem Lichteinfall so gemacht).
Das ist bei mir genauso. Das war auch gut, wenn man früher die Brikett reingeschaufelt hat.
Bei den
Einbauanleitungen im Netz wird immer davon
ausgegangen, das die Wand waagrecht ist und die
Fenster haben ja auch eine gewisse Dicke. Wie
geht man damit am besten um? Abflexen, mit Ytong-
Steinen oder besser Dämmstoff anpassen?
Naja, so viel ist das ja nicht, es geht da wohl um einen ~ 5 cm-Keil, den Du irgendwie zumachen musst.
Bau erstmal das Fenster ein,
und dann weitersehen.
Man könnte das mit verrottungsfesten Bauschaum (Brunnenschaum) in den Ritzen ausschäumen,
dann den Schaum 2 cm rauskratzen, und das mit Kalkputz optisch schön gerade herunter anrichten.
Blos nicht mit Zementputz arbeiten.
Das kann zu Schwitzwasserbildung führen,
Zement hat im Altbau-Keller nichts zu suchen.
Grüße, Steffen!
Blos nicht mit Zementputz arbeiten.
Das kann zu Schwitzwasserbildung führen,
Zement hat im Altbau-Keller nichts zu suchen.
Tach,
ist ja interessant, was man noch so alles lernen kann.
Bis dato war ich der Meinung, Kalkputze finden dort Verwendung, wo sie über ihre Eigenschaften zur Verbesserung des Raumklimas mit beitragen. Und Zementputze dort, wo mit hoher Luftfeuchtigkeit zu rechnen ist.
So war mein Rat in der Vergangenheit: Zementputz in Keller- und Nassräumen.
Muss ich wohl überarbeiten. 
Gruss
B
PS: die Bildung von Schwitzwasser liegt nicht am Putz
So war mein Rat in der Vergangenheit: Zementputz in Keller-
und Nassräumen.
Fein, damit die Feuchtigkeit in den Wänden bleibt?
Muss ich wohl überarbeiten.
Nö, aber so pauschale Aussagen sind immer falsch. In Altbauten ohne dichte Betonwände aka weiße Wanne wird Zementputz innen das Mauerwerk (oder aus was auch immer die Kellermauern bestehen) sicher nicht verbessern. Alte Keller sind eben auch Keller und kein Wohnraum. Mal abgesehen davon, daß so harte Zementschichten vermutlich nicht lange auf den Wänden bleiben werden.
Ohne die Gegebenheiten vor Ort zu kennen, sind beide Vorschläge erst mal mit Fragezeichen zu versehen. Einig dürfte man sich nur sein, daß Gipsputz suboptimal wäre…
Einig dürfte
man sich nur sein, daß Gipsputz suboptimal wäre…
Hallo!
Bei uns auf dem Dorf mit bis zu 500 Jahre alten Häusern ist man sich im Erfahrungsaustausch der Hausbesitzer völlig einig,
dass kein Zement in den Keller gehört.
Die Leute mit gemauerten keller streichen die Kellerwände meist mit Kalkbrühe,
manche lassen auch die Steine einfach blank.
Bei mir ist der Keller aus Natursteinmauerwerk, teilweise innen mit Ziegeln vorgemauert.
Nach einer gewaltigen Aussenisolierungsaktion habe ich dann, 5 Jahre später den kompletten Keller innen mit Kalkputz neu verputzt.
Das hält einwandfrei, gibt keine Probleme, das wird genauso fest wie „normaler“ Putz, und lässt sich sehr schön verarbeiten, besonders auf den unebenen Bruchsteinmauern.
Letzte Anmerkung:
Zu meiner Zivi-Zeit habe ich in dem Kindergarten im Ort, eine ehemalige Fabrikantenvilla mit renoviert.
Da war der Keller aus Ziegelmauerwerk, und auch mit so Kalk-Sand-Schlacke-Asche-Mörtel verputzt.
Das war eigentlich OK, nach 90 Jahren bischen krümelig, aber halbwegs trocken.
Irgendwelche Helden haben ein Jahr zuvor mal eine Wand mit straffen Zementputz neu verputzt,
da hat sich das Kondens?? -Wasser echt in sichtbaren Tropfen auf der Putzoberfläche gebildet, und ist runtergelaufen, und hat Pfützen auf dem Boden gebildet.
Grüße, Steffen!