Hallo zusammen,
nehmen wir an, das eine Terrasse in einem Altbau, ein Gefälle Richtung Haus hat, was nicht sehr sinnvoll ist. Nun soll diese Terassen saniert werden und das Gefälle zu der einzig freien Seite geändert werden.
Das zu müssten:
ca 12m² Gefällestrich entfernt und entsorgt werden.
Ein neuer Estrich aufgebracht werden.
eine neue Dachrinne installiert werden.
Fliesen neu verlegt werden.
dies natürlich mit allen notwenigen Abdichtngen.
Die Terrassebefindet sich im 1.OG, der Raum darunter ist ein offener Durchgang.
Zwei eingeholte Angebote liegen bei ca 7000,-€ + Steuer
Eines bei 3750,-€ + Steuer
Eine erste Nachfrage Betr.:
Stärke des Estrich (wegen Gefälle etc.)
Art der Isolierung (Bitumen?)
den Dachrinnen Anschluß (wegen Drainage etc.)
lieferte folgende Antwort
Zu Ihrer Anfrage können wir Ihnen folgende Angaben machen:
Der verwendete Estrich wird eine Stärke von 7 - 10 cm haben
Als Isolierung verwenden wir schwarze Dachpappen-Isolierung
und
Was wollen Sie genau über den Dachrinnen-Anschluss wissen? Wo der sich befinden wird, wie der Verlauf ist, oder was meinten Sie?
Verwendet wird eine normale Dachregenrinne.
Die Garantie für Material und die erledigte Arbeit sind ca. 3 – 4 Jahre.
Tach,
Angebote sind u.U. auch nur so gut, wie die Vorgaben, die man gemacht hat.
Beginnen wir mit der Rinne: rund o. eckig, umlaufend mit oder ohne Fallrohr, Zink, Kupfer o. Plastik ?
Dachpappe als Isolierung erachte ich als daneben, Schweissbahn o. SK- Folie sollte es schon sein. Anschluss an das Haus und Abdichtung zu Türen? Gefälleestrich 2%? Hast du Vorgaben wegen dem späteren Belag gemacht? Übergänge/ Anschluss an Rinne?
Diese und mehr Fragen sind durch ein gut ausgearbeitetes Angebot beantwortet oder durch Skizze dargelegt.
Ansonsten: der Preis ist nicht immer entscheidend.
Hallo Piecha,
der erste Weg, ohne Qualitätsverluste Geld zu sparen, er liegt darin, dem neuen Fußbodenaufbau erst einmal eine logische und hierdurch begründete Struktur zu verleihen.
Wo -so frage ich hier einmal provokativ- wo liegt die Logik, einen vorhandenen und offenbar funktionierenden Verbundestrich (allerdings mit Kontergefälle versehen) komplett zurück zu bauen, um ihn dann durch einen neuen Estrich zu ersetzen?
Es gibt tatsächlich keinen nachvollziehbaren Grund!
Also nehmen wir den vorhandenen Estrich als Grundlage und bauen ihn zweckbestimmt wieder den Regeln des Fachs entsprechend auf.
Ich gehe einmal davon aus (Deine Angaben hierzu lassen Konkretes nicht zu) dass unter „… der Raum darunter ist ein offener Zugang…“ zu verstehen ist, dass es sich um eine Art der Durchfahrt handelt. Also kein RAUM im Sinne von Wohnzwecken. Ansonsten wäre ohnehin eine Wärmedämmung und entsprechende Abdichtung unter dem Estrich zu fordern.
Falls dennoch bereits vorhanden gäbe es einen weiteren Grund dafür, die Konstruktion in ihren Grundfesten nicht zu erschüttern und weiter aufzubauen.
Die alte Estrichoberfläche wird geschliffen, mit einer EP-Grundierung versehen und nass-in-nass durch eine zementgebundene und für den Außenbereich geeignete Ausgleichsmasse mit einem Oberflächengefälle versehen.
Die Wandanschlüsse werden dann mit einem Dichtband bis in 15cm Wandhöhe ausgebildet, dieses mit einer Putzleiste gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt.
Nun zu der Dachrinne:
Ich denke, diese soll für die Entwässerung der Terrasse sorgen.
Hier gibt es gute Sanierungssysteme, z.B. von Gutjahr!
Wenn alles so aufgebaut wurde, kann es an die Fliesneverlegung gehen.
Aufbau nach den Regeln „Flächenabdichtung mit keramischen Fliesen im Verbund“.
Und wenn wir das alles suma sumarum zusammenfassen, dürften wir unter die von Dir genannte Summe kommen.
Weil eben der Rückbau des Estrichs und Neueinbau nicht zu berücksichtigen wäre.
-.-.-.-
Gruß: Klaus
[Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen]
diese von dir vorgeschlagene Version, haben wir nun zwei mal durchgemacht, und jeder der „Fachleute“ hat uns zugesagt, das jetzt nichts mehr passiert. Die Letzte Firma ist nicht mehr aufzufinden, und dank einer voreiligen Unterschrift, könnten wir den vorsätzlichen Pfusch nicht einmal einklagen.
Die Terrasse hat auf eine Breite von ca. 4m ein Höhenunterschied von 16cm was einem gefällen von 4% entspricht. Sie ist an drei Seite mit Mauern versehen, wobei die einzig freie Seite natürlich die höchste Stelle ist und sich der „Abfluss“ direkt an der Hauswand befindet.
Der Oberhammer war, das das Abflussrohr auf der Terassenseite ein 40mm HT- Rohr war, welches in 30cm Wand, nach 20cm, OHNE Dichtung in ein 50mm Zinkrohr überging.
In der Durchfahrt kam im Frühjahr das Wasser großflächig durch (Ausblühungen auf der gesammten Decke). Existiert hier überhaupt eine Abdichtung außer dem Fliesebelag?
Beim letzten mal durfte das im EG liegende Zimmer komplett saniert werden, da der Putz durch den Wassereinbruch von der Wand viel.
Wir wollen einfach einer komplettsanierung alle 10 Jahre vermeiden, und es einmal wirklich richtig machen.
Jetzt kommt „Einer“, und sagt bei der Besichtigung:
„Fliesen runter, Spachteln, neu Fliesen, Fertig“.
Erst nach dem ausdrücklichen Wunsch, das Gefälle zu ändern, bekommen wir dieses preiswerte Angebot. Bei Nachfrage über die Abdichtung kommt die Aussagen: " mit Dachpappe schwarz"!!
Ist das Vertrauenswürdig genug, um das Günstige Angebot anzunehmen?
erstens wenn es die Statik zulässt kann der alte Belag erhalten bleiben, darüber kommt eine Dachfolie, mit Wandanschlußblechen und Einlaufblech.
Auf die Folie kann ein leichter Belag ( Holz oder die neuen mit Kunststoff ausgelegt werden.
Der Vorteil zu den gefliesten es gibt keine Schwachstelle an den Fugen wo mit der zeit das Wasser eindringt.
Zweite Möglichkeit: alter Belag mit Estrich abtragen und wie oben eine Folienabdichtung aufbringen darüber kann nun auch ein Belag aus Betonplatten oder Feinsteizeug ( Korater von Korzilius ) gewählt werden.
Auch hier der Vorteil das Wasser läuft zwischen den Fugen ab und läuft auf der Abdichtung in die Rinne, Bei 12qm braucht es eigentlich kein Gefälle.