Gipsplatten mit styropor

Wir wohnen seit 1 Jahr in einer Altbau-Dachgeschoßwohnung - Genossenschaftsbau aus 1920 - mit Gaubenfenstern und ausgebautem Spitzboden. Im unteren Teil sind die Wände im oberen Drittel schräg.

Vor ca. 9 Jahren haben die Vormieter Styropor auf die Innenwände geklebt, als Dämmung. Darauf ist tapeziert. Die Wände sind wohl hinterlüftet, d.h. in der Schräge zwischen Kniestock und Dach ist Luft. Von einer Einblasdämmung wurde uns abgeraten, da zu schwierig und unkalkulierbar.

Uns nerven vor allem die weichen Wände, die beim geringsten Schlag Dellen bekommen. Uns wurde nun geraten, zur Festigung der Wand Rigipsplatten auf des Storopor zu kleben oder reine Gipsplatten. Ist das bauphysikalisch unbedenklich oder gibt es dann Feuchtigkeitsschäden (v.a. in der Küche)? Weiß jemand eine bessere Lösung (möglichst dünn)? Vielen Dank vorab

Hallo,

Vor ca. 9 Jahren haben die Vormieter Styropor auf die
Innenwände geklebt, als Dämmung.

Das ist absoluter Nonsens hinsichtlich Wärme- und Schallschutz.

Uns wurde nun geraten, zur Festigung
der Wand Rigipsplatten auf des Storopor zu kleben oder reine
Gipsplatten.

Styropor abreißen und Wand spachteln oder mit GK-Platte bekleben/aufschrauben. Dann Tapete oder nur streichen.

Grüße
Tommy

Wir wohnen seit 1 Jahr in einer Altbau-Dachgeschoßwohnung -
Genossenschaftsbau aus 1920 - …

Ich habe auch in Genossenschaftswohnungen gewohnt, bevor ich gebaut habe. Da würde ich nichts bautechnisch machen/ändern, ohne vorher mit der Genossenschaft gesprochen zu haben. Die können da sehr empfindlich sein. Hinterher hast du nur Kosten und Arbeit und Ärger.

Zu deiner Frage: Styropor runterreißen, Wände ggf. spachteln und dann streichen oder tapezieren.

Gruß
Matze

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort!
Fürchte nur, dass es dann wieder recht kalt und zugig wird, der Nachbar sagt jedenfalls, daß es davor echt ungemütlich war … Vielleicht schimmelt es auch schon unter dem Styropor?

Ebenfalls ganz herzlichen Dank für den Tip! Hast Du zufällig eine Idee, was wir anstelle des Styropors als Dämmung nehmen könnten? Innendämmung von Altbauten scheint ja extrem heikel zu sein …

Das ist korrekt. So wie die Baustoffe früher aufeinander abgestimmt waren, sind sie es heute auch. Und wenn du bedenkenlos alt und neu mischt, kann es Bauschäden geben. Kann es, muß es aber nicht.

Deshalb würde ich

  1. mit der Genossenschaft darüber sprechen und
  2. mit einem kundigen Handwerker, Architekten usw.

Das mag ängstlich und kleinkariert klingen, aber in einer Mietwohnung würde ich mich vor solchen Maßnahmen immer hundertprozentig absichern. Gebranntes Kind scheut das Feuer.

Viele Grüße
Matze