Hallo Fachleute,
Ich möchte mein Dachzimmer von innen dämmen. Möchte das aber mit natürlichen Mitteln machen: 1. Hanf-oder Holzfaserplatten (10 cm dick) zwischen die Sparren klemmen 2. Osb-Platte (22-er) an die Sparren schrauben 3. Verputzen
Alles ohne Folien-Gedöhne! Reißt der Putz auf OSB-Platte?
Ich möchte mein Dachzimmer von innen dämmen. Möchte das aber
mit natürlichen Mitteln machen: 1. Hanf-oder Holzfaserplatten
(10 cm dick) zwischen die Sparren klemmen 2. Osb-Platte
(22-er) an die Sparren schrauben 3. Verputzen
Holzfaserplatte ist OK, da auch guter sommerlicher Wärmeschutz.
OSB-Platte + Putz ist auch OK, wenn Putz gewebebewehrt und auf Putzträger.
Alles ohne Folien-Gedöhne!
Auch OK…aber nur, wenn du in einem Gebäude mit Lüftungsanlage lebst oder ganzjährig bei rund um die Uhr weit geöffnetem Fenster. Dann allerdings nützt die Dämmung wenig…
Ja aber wo sollte das Problem sein? Im Moment sind hinter der Heraklit und Bimssteinwand auch keine Folie, nur direkt die Pfannen. So kann doch wunderbar alles abdampfen.
LG asssi
Habe mir die Seite angesehen, sehr interessant.
Wenn ich nun in folgender Reihenfolge dämme, ist das Ok? :
1.) ganz außen die Pfannen
2.) darunter 10 cm Dämmmmatte
3.) darauf Isolierfolie
4.)als Abschluss Dämmplatte (Rigips oder osb)
Kommt darauf an(wie fast immer!)
Dämmung darf die Unterseite der Pfannen nicht berühren,wenn dort keine diffusionsoffene Unterspannbahn aufgebracht wurde(von außen,beim Dachdecken).
Fehlt sie,dann muß dort ein Luftraum von ca. 4-5 cm bleiben,der von Traufe zum First belüftet bleibt. Man kann dann also nicht die volle Sparrenhöhe nutzen für die Dämmung. Ersatzweise dann Querdämmung über die Sparren raumseitig zusätzlich.
Die innere Konstruktion Dämmung,Dichtfolie,Unterkonstruktion,Gipskarton ist richtig beschrieben.
Bitte um Verständnis für meine Unwissenheit, aber ich arbeite
mich grad langsam in das Thema ein: Was heißt gewebebewehrt
und Putzträger?
Der Putz fällt dir von der Decke (bzw. von der Holzschalung) oder er kriegt zumindest Risse durch den sich bewegenden Untergrund.
Da kann man einen Putzträger aus Streckmetallgitter aufnageln oder den Putz (dünn!) zweilagig aufziehen und in die untere Lage „frisch in frisch“ ein Armierungsgewebe aus Kunststoff einarbeiten. Gibt’s alles in gut sortierten Baumärkten.
Bei der hinterlüfteten Dämmung würde ich übrigens eine luftdichte nehmen (also z.B. eben Holzfaserplatten statt unkaschierte Mineralwolle), da sonst die kalte Außenluft durch die Dämmung pfeift und die Dämmwirkung zu einem erheblichen Teil zunichte macht.